Hauptstrasse 13 (Mosbach)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Subtropenterrassen

ID: 200328222516  /  Datum: 15.06.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Als PDF herunterladen:
Alle Inhalte dieser Seite: /

Objektdaten

Straße: Wilhelma
Hausnummer: keine
Postleitzahl: keine
Stadt-Teilort: Stuttgart

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Stuttgart (Stadtkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8111000002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,8050° nördliche Breite, 9,2047° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Durch Ihre Cookie-Auswahl haben Sie die Kartenansicht deaktiviert, die eigentlich hier angezeigt werden würde. Wenn Sie die Kartenansicht nutzen möchten, passen Sie bitte Ihre Cookie-Einstellungen unter Impressum & Datenschutzerklärung an.

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Sog. Klösterle, Marktstraße 71 (70372 Bad Cannstatt)
Wohn- und Geschäftshaus Marktstraße 63, Marktstraße 63 (70372 Stuttgart - Bad Cannstatt)
Fachwerkhaus, Brählesgasse 21 (70372 Stuttgart)
Großer Kursaal (70372 Stuttgart, Königsplatz 1)
Altes Bezirksrathaus, Rathaus, Marktplatz 2 (70372 Stuttgart)
Wohngebäude (70372 Stuttgart, Spreuergasse 6)
Wilhelmatheater (70376 Stuttgart, Wilhelma 9)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die zunächst nach der Planung Saluccis zweistufige Terrassenanlage am Letschenberg wurde unter König Wilhelm I. von Württemberg ab 1835 für die Pflanzung von Weinreben und Spalierobst verwendet.
Die Terrassen selbst wurden von 1843 bis 1853 von Karl Ludwig von Zahnt umgebaut. Ehemals waren Rankgerüste als Laubengänge angebaut, was heute noch am dazu bearbeiteten Naturstein als Befund, in wenigen Fällen mit Holzfüllung, vorhanden ist.
Der mittig an der Mauer Oben zwischen den Treppen errichtete Vorbau aus Ziegeln und Natursteinen entstand vermutlich um 1950. Ob es an dieser Stelle einen Vorgängerbau gab, konnte nicht geklärt werden.


1. Bauphase:
(1835)
Die zunächst nach der Planung Saluccis zweistufige Terrassenanlage am Letschenberg wurde unter König Wilhelm I. von Württemberg ab 1835 für die Pflanzung von Weinreben und Spalierobst verwendet.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Freiflächen- bzw. Gartenelemente
    • Terrasse/ Terrassierung

2. Bauphase:
(1843 - 1853)
Die Terrassen selbst wurden von 1843 bis 1853 von Karl Ludwig von Zahnt umgebaut. Ehemals waren Rankgerüste als Laubengänge angebaut, was heute noch am dazu bearbeiteten Naturstein als Befund, in wenigen Fällen mit Holzfüllung, vorhanden ist.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1950)
Der mittig an der Mauer Oben zwischen den Treppen errichtete Vorbau aus Ziegeln und Natursteinen entstand vermutlich um 1950. Ob es an dieser Stelle einen Vorgängerbau gab, konnte nicht geklärt werden.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Wurzeln des Efeus mit Durchmessern bis ca. 5 cm befinden sich noch an und im Mauergefüge. / Subtropenterrassen in Stuttgart, Bad Cannstatt (strebewerk. Architekten GmbH)
Abbildungsnachweis
Schalige Rückwitterung oberflächenparallel, darunter sanden und schuppen die Oberflächen stark. / Subtropenterrassen in Stuttgart, Bad Cannstatt (strebewerk. Architekten GmbH)
Abbildungsnachweis
Ansicht der Mauer Unten im Herbst 2015 nach Entfernung des Efeus. / Subtropenterrassen in Stuttgart, Bad Cannstatt (strebewerk. Architekten GmbH)
Abbildungsnachweis
Ansicht der Mauer Unten im Sommer 2014 mit Efeu / Subtropenterrassen in Stuttgart, Bad Cannstatt (strebewerk. Architekten GmbH)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauaufnahme
  • Schadenskartierung und Maßnahmenkartierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Oberhalb der Mauern Oben ist der Hang begrünt. Oberhalb den Mauern Mitte sind Bäume als gestalterisches Element gepflanzt. An den Mauern Unten gibt es Nischen und gezielt bepflanzte Bereiche mit Efeu. Entlang der Mauern sind Vögel und Totenkopfäffchen in Volieren untergebracht, die zwischen Pflanzen (Bäumen und Büschen) stehen. Die Mauern selbst wirken, außer der untersten Mauer, hintergründig, sie sind stark von Efeu bewachsen. Die Mauern Unten und die Treppen Oben laufen bogenförmig aus.
Der obere Abschluss der Terrassen bildet das Belvedere als Aussichtspunkt über die Wilhelma, unten schließt das Maurische Landhaus den Terrassenbereich ab.
Hinter der Mauer Unten befindet sich die Trafostation, die in den Hang einbetoniert ist.Im Bereich der Mauern (mind. Mauer Oben Süd) gibt es Wasser- und Abwasserleitungen, sie müssen hinter und unter der Mauer verlegt sein.
Oberhalb der Mauer gibt es Pflanzbeete, im Bereich der Treppen führt der asphaltierte Weg direkt an der Mauer entlang. Vor der Mauer gibt es flache Wasserbecken als Springbrunnen.
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Mauer Unten wurde aus behauenem Schilfsandstein mit regelmäßigen Nischen errichtet. Die Nischenstürze sind in Anlehnung an das Maurische Landhaus mit rotem und gelbem Sandstein im Wechsel und in maurischer Zierform ausgeführt.
Im mittleren Teil der Treppenanlage wurden die drei großen Nischen mit Rundbögen ausgeführt. Die linke und rechte Nische enthält jeweils eine steinerne Sitzbank, in der mittleren Nische ist ein Brunnen eingelassen. Über eine gusseiserne Rosette mit Hahn fließt dort im Sommer Wasser in das sitzbankhohe Becken.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Die drei Terrassen werden von Stützmauern aus Schilfsandstein gebildet, die mittig durch Treppenanlagen unterbrochen werden. Die Höhe der Mauern liegt zwischen ca. 3,6 und 4,0 m, an den Mauerenden jeweils gegen Null auslaufend. Die Mauern sind zweischalig und verzahnt, 0,8 – 1,2 m stark und weisen beidseitig eine Dossierung auf. An den Hinterfüllsteinen sind die Lagerfugen bearbeitet.
Die Natursteinmauern wurden bauzeitlich mit Mörtel versetzt, an den Mauern Oben Süd und Nord sind nur noch partiell Mörtelfugen sichtbar. Es ist möglich, dass durch starke Kantenpressung das Mörtelmaterial abgängig ist.
Ob das Gelände teilweise abgegraben oder aufgefüllt wurde, bzw. wo der ursprüngliche Felshang (Neckarböschung) verlief, konnte nicht abschließend geklärt werden.
Wie am Maurischen Landhaus und weiteren Bauten (Nebenbauten) gibt es eine farbliche Gestaltung aus rotem und gelbem Naturstein, der sich am Sturz der Mauernischen wiederholt. Durch die starken Salzausblühungen und Bildung von Krusten ist die Farbigkeit nur noch schlecht sichtbar, in manchen Bereichen nur noch zu erahnen.
Die Stufen der Treppen wurden vmtl. in der Nachkriegszeit betoniert. Die ehemaligen Sandsteinstufen befinden sich evtl. noch darunter. Die Vorgehensweise, stark geschädigte Stufen (normale Steinzersetzung) in dieser Weise instand zu setzen gibt es häufiger in der Wilhelma. Probleme mit Setzungen der Betonstufen vmtl. bedingt durch den weiteren Zerfall der Sandsteinstufen mussten bereits an anderer Stelle behoben werden.
An den Mauern und Treppen Oben schiebt sich das Mauerwerk (vmtl. durch Hangdruck) über die unteren beiden Steinlagen entlang des Fundamentes bzw. der Stufen. Durch das Fundament bzw. die Betonstufen wird die untere Steinlage fixiert.

Der gesamte Vorbau mit Sandsteinen und Backsteinen wurde ‚abgeschliffen‘, Spuren davon (Kreisrotation) sind sichtbar, das Profil oben wurde dadurch stark zurückgenommen. Im Bereich dahinter kann die Mauer nicht bewertet werden, da sie nicht zugänglich ist. An den Randbereichen der Mauern zum Vorbau gibt es starke Schäden, zudem eine starke Durchfeuchtung. Der Vorbau hat zwar offene Fugen oben und unten zur Hinterlüftung, ob dies ausreichend ist kann momentan nicht geklärt werden. Die anderen Fugen sind zementös, daher wirken sie abdichtend, wie auch die Ziegel. Die Austrocknung wird dadurch eher gehemmt.

Quick-Response-Code

qrCode