Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Gebäudekomplex, Rückgebäude

ID: 156069040019  /  Datum: 22.09.2014
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Metzgerstraße
Hausnummer: 2
Postleitzahl: 77704
Stadt-Teilort: Oberkirch

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Ortenaukreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8317089049
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Gebäudekomplex, Hauptgebäude, Hauptstraße 63

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabe

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das sog. Rückgebäude in der Metzgerstraße 2 ist Teil des Gebäudekomplexes Hauptstraße 63, dem das Hauptgebäude und zwei Hofanbauten zugehörig sind.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein besitzrechtlich einheitliches Grundstück bebauend, stammt der Kern des Rückgebäudes an der Metzgerstraße aus dem Jahre 1719 (d), während das Hauptgebäude Hauptstraße 63 im Jahre 1723 (d) errichtet wurde. Beide wurden im Zuge des Wiederaufbaus der Stadt nach den Zerstörungen von 1689 erbaut. Das sog. Rückgebäude diente als Wohn- und Lagergebäude, das Hauptgebäude als kaufmännisches Wohn- und Verkaufshaus.
Bei einem Brand um 1794 wird ein Großteil des Rückgebäudes zerstört und in der Folge wieder aufgebaut. Weitere Erneuerungen und Reparaturen an den Hofgebäuden fanden unter der Wiederwendung von Althölzern statt. Das Rückgebäude, obwohl älter, rückte hinter dem repräsentativen Erscheinungsbild des Hauptgebäudes immer weiter zurück.
Im ausgehenden 19. Jahrhundert fanden auch im Rückgebäude verschiedene Ausbauten statt.


1. Bauphase:
(1719)
Rückgebäude Metzgerstraße 2 stamm aus dem Jahr 1719 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

2. Bauphase:
(1794)
Nach der dendrochronologischen Auswertung von zwei entnommenen Bohrproben wurde im Jahr 1794 (d), offensichtlich in Folge eines Brandes, das Dachwerk neu abgezimmert.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

3. Bauphase:
(1890 - 1899)
Ausbau im ausgehenden 19. Jh.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht von Süden / Gebäudekomplex, Rückgebäude in 77704 Oberkirch (2026 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung
  • Bauhistorische Dokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Der untersuchte Baukomplex entwickelt sich entlang einem, zwischen dem Nachbarhaus Hauptstraße 65 und dem Gebäude Hauptstraße 63 liegenden Ehgraben. Im Südwesten an der Hauptstraße ansetzend, verläuft er als rückwärtiger Abschluss des untersuchten Baukomplexes parallel zur Metzgerstraße. Im Einzelnen handelt es sich um das in Ecklage von Haupt- und Metzgerstraße stehende, zu Letzterer traufständig ausgerichtete Hauptgebäude Hauptstraße 63, den anschließenden zur Metzgerstraße eine kleine Hofanlage freilassenden und gleichfalls traufständig orientierten Hofgebäuden und dem abschließenden, giebelständig zur Straße stehenden Rückgebäude Metzgerstraße 2.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Giebelständiger, zweigeschossiger und verputzter Satteldachbau, Giebel über Gesims auskragend.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Baulich und funktional in drei Querzonen unterteilt, nimmt das massiv aufgemauerte Erdgeschoss innerhalb der rückwärtigen Zone einen quer zum First ausgerichteten Gewölbekeller auf. Die verbleibende, an der Straße liegende Querzone nimmt, neben dem giebelseitigen Hauseingang und dem angrenzenden Treppenhaus einen weiteren, über den Hofraum erreichbaren Lagerraum auf.
Im Vergleich zum Erdgeschossgrundriss verfügt das Obergeschoss über zwei unterschiedliche, funktional nicht miteinander verbundene Nutzungsbereiche. Im Einzelnen sind dies der straßenseitig orientierte Wohnbereich und ein den verbleibenden Grundriss einnehmender, über dem Gewölbekeller liegender Lagerbereich.
Letzterer ist über eine Treppe mit Auslaufpodest innerhalb der mittigen Erdgeschosszone erreichbar. Sie führt in eine offene Halle mit unterschiedlichem Fußbodenniveau, das mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den partiellen Abbruch des Erdgeschossgewölbes zurückzuführen ist und der in diesem Zusammenhang die spätere Verbindung zu Anbau 2 ermöglichte.
Im Gegensatz dazu ist der Kern des Wohnbereiches dem bauzeitlichen Bestand des Gebäudes zuzuordnen. Das wohnliche Zentrum besteht aus Stube und benachbarter, nur über die Stube zugängliche Schlafkammer. Beide Räume liegen innerhalb der hofseitigen Grundrisshälfte, wobei die Stube die repräsentative Ecklage einnimmt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
Konstruktion/Material:
Die sich im Obergeschoss andeutende Umbauphase ist im Dachgeschoss genauer erkennbar.
So besteht das Dach aus zwei eigenständig abgezimmerten Konstruktionsabschnitten, deren Trennlinie mit den unterschiedlichen Nutzungsbereichen im Unterbau identisch ist.
Danach ist der straßenseitige Teil älter, ist in Abstimmung mit dem Obergeschoss zweizonig gegliedert und nimmt am Straßengiebel, anstelle zweier älterer Dachkammern, eine in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts modernisierte und geringfügig verkleinerte Dachkammer auf. Im Vergleich dazu ist der rückwärtige Dachabschnitt ungeteilt und im angetroffenen Zustand allein über das Dachwerk von Anbau 2 erreichbar.

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