Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Gasthaus zum Löwen, Scheune

ID: 136995385019  /  Datum: 26.09.2019
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 15
Postleitzahl: 88518
Stadt-Teilort: Herbertingen

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Sigmaringen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8437044003
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die zum Gasthaus zum Löwen gehörende Stallscheune lässt mehrere Bauphasen erkennen. Aus einer 1. Bauphase stammt der barocke Kernbestand, der in die 2. Hälfte des 17. oder auch in das 18. Jahrhundert datiert. Veränderungen an der Scheune wurden im 18. oder in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (2. Bauphase), in der 2. Hälfte des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts (3. Bauphase) und nochmals im 20. Jahrhundert (4. Bauphase) unternommen.


1. Bauphase:
(1650 - 1799)
Barocker Kernbestand
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

2. Bauphase:
(1700 - 1850)
Veränderungen (2. Bauphase)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1850 - 1910)
Veränderungen (3. Bauphase)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1900 - 1999)
Veränderungen (4. Bauphase)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Große, langgestreckte Stallscheune südlich des Hauptgebäudes des Gasthauses zum Löwen, in Nord-Süd-Richtung auf längs rechteckigem Grundriss etwa rechtwinklig zur Hauptachse des Gaststättengebäudes stehend.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Handel und Wirtschaft
    • Gasthof, -haus
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der zweigeschossige, langgestreckte Unterbau (EG und OG) teilweise mit verputztem Fachwerk, überwiegend aber massiv umschlossen, mit zwei großen Tennen und umfangreichen erdgeschossigen Stallungen. Oberer Abschluss durch längslaufendes Satteldach mit verputztem Fachwerkgiebel gegen Süden und Massivgiebel gegen Norden. Entlang der rückwärtigen Traufseite im Osten eingeschossiger Stallanbau mit vom Hauptdach abgeschleppten Pultdach, davor große Dunglege.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der Kernbestand besitzt entsprechend dem ursprünglichen Fachwerkgerüst eine dreischiffige und neunzonige Gliederung.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Im Kernbestand barocke Fachwerkscheune mit umfangreichen jüngeren Veränderungen.
Bestand/Ausstattung:
In den beiden nördlichen Zonen befinden sich moderne Einbauten wie eine Nachtbar.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Backstein
  • Dachform
    • Pultdach
    • Satteldach
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Kehlbalken, Kreuzbänder, Sparrenstreben etc.
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Erdgeschoss und Obergeschoss
Die Scheune besitzt einen zweigeschosshohen Unterbau (Erdgeschoss und Obergeschoss), dessen ursprüngliche Fachwerkkonstruktion geschossübergreifend, d. h. mit zweigeschosshohen Bundständern, abgezimmert war. Der Kernbestand der Scheune besitzt entsprechend dem ursprünglichen Fachwerkgerüst eine 3-schiffig und 9-zonige Gliederung.

Der ostseitige Anbau
Der östlichen Traufseite der Scheune ist ein eingeschossiger Stallanbau vorgelegt. Er besitzt in Backsteinmauerwerk des späten 19. oder frühen 20. Jahrhunderts gemauerte Außenwände und ein wohl derselben Zeit entstammendes Deckengebälk. Auch das Gespärre des ihn überdeckenden flachen Pultdaches zeigt keine älteren Baureste. Einzelne Wandabschnitte zeigen modernes HLZ-Mauerwerk. Im Bereich der beiden nördlichen Zonen ist die Scheune zweigeschossig nach Osten hin erweitert. Auch hier finden wir Backsteinmauerwerk wohl des späten 19. Jahrhunderts. Hinweise auf vor das 19. Jahrhundert zurückgehender Baureste lassen sich im Bereich des ostseitigen Anbaus nicht erkennen.

Das Dachwerk
Über dem zweigeschossigen Unterbau der Scheune erhebt sich ein dreigeschossiges Satteldach. Es ist mit der Kernkonstruktion des Unterbaus gleichzeitig. Es handelt sich um ein zur Gänze in Nadelholz abgezimmertes Sparrendach. Seine Sparren sind an den Fußpunkten auf die Dachbalken aufgezapft, während sie an den Firstpunkten miteinander verzapft sind. Jeweils etwa in den Drittelspunkten der Höhe sind 2 Kehlbalkenlagen eingezahnt, die aber nicht über die ganze Dachlänge durchgängig ausgebildet sind. Sie werden im 1. Dachgeschoss von mittigen stehenden und seitlichen liegenden Stühlen, im 2. Dachgeschoss hingegen von einem doppelten stehenden Stuhl unterstützt. Die Stuhlkonstruktion zeigt 8 innenliegende Stuhlquerbünde, die in ihrer Lage jener der Querbünde des Fachwerkgerüstes des Unterbaus folgen. Das 3. Dachgeschoss zeigt keine eigene Stuhlkonstruktion.

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