Bauernhaus
ID:
135720154720
/
Datum:
05.05.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Brunnenstraße |
| Hausnummer: | 10 |
| Postleitzahl: | 78655 |
| Stadt-Teilort: | Dunningen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Rottweil (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8325014003 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Feldkreuze und Bildstöcke (78655 Dunningen)
Eindachhof "Berghof", Berghof 1 (78655 Dunningen)
Fachwerkbau, Eschachstraße 1 (78655 Dunningen)
Wohnhaus, Gifizenmoos 1 (78655 Dunningen)
Rathaus, Hauptstraße 25 (78655 Dunningen)
Bauernhaus (78655 Dunningen, Locherhofer Straße 42)
Kreuzweg mit Terracottareliefs, Oberer Friedhofweg 10 (78655 Dunningen)
Wohnhaus, Rottweiler Straße 3 (78655 Dunningen)
Heilig Kreuz Kapelle, Steineleh 27 (78655 Dunningen)
Eindachhof "Berghof", Berghof 1 (78655 Dunningen)
Fachwerkbau, Eschachstraße 1 (78655 Dunningen)
Wohnhaus, Gifizenmoos 1 (78655 Dunningen)
Rathaus, Hauptstraße 25 (78655 Dunningen)
Bauernhaus (78655 Dunningen, Locherhofer Straße 42)
Kreuzweg mit Terracottareliefs, Oberer Friedhofweg 10 (78655 Dunningen)
Wohnhaus, Rottweiler Straße 3 (78655 Dunningen)
Heilig Kreuz Kapelle, Steineleh 27 (78655 Dunningen)
Bauphasen
1. Bauphase:
(1737)
(1737)
Errichtung des Gebäudes (1737 (d))
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
2. Bauphase:
(1757)
(1757)
Bau des Nebengebäudes (i)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Gewerbe- und Industriebauten
- Bäckerei, Backhaus
3. Bauphase:
(1771)
(1771)
Einbau der Hocheinfahrt (1771 (d))
Betroffene Gebäudeteile:
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
4. Bauphase:
(1910)
(1910)
Erneuerung des Fachwerkwände des Obergeschosses sowie Veränderung des Stallbereiches im Erdgeschoss von einem vierzonigen zum heutigen dreizonigen Zustand.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Analyse
- Dendrochronologisches Gutachten
- Dendrochronologisches Gutachten
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Gebäude steht zwar am Rand des Ortes Dunningen, bildet aber den Abschluss des südlichen Teils der Brunnenstraße und macht beim Blick von der Hauptdurchgangsstraße mit seinem hohen Giebel Eindruck. Nach Norden und Osten steigt das Gelände leicht an.
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Gewerbe- und Industriebauten
- Bäckerei, Backhaus
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
- Speicher
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Hofgebäude setzt sich aus zwei Vollgeschossen und einem Satteldach zusammen. Die vordere Giebelseite weist nach Süden und die vordere Traufseite mit Hauseingang und Toröffnungen bildet die Westseite. Im südlichen Teil des Gebäudes finden sich im Erdgeschoss der ausgedehnte Stall und darüber die Wohnräume. Im dahinterliegenden, nördlichen Teil sind die weiteren Wirtschaftsbereiche untergebracht und es gibt an der nördlichen Giebelseite eine Hocheinfahrt auf Obergeschossebene.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Im Erdgeschoss befindet sich heute giebelseitig der von dort erschlossene dreiteilige Stall. Daran schließt eine Flurzone mit traufseitigem Eingang sowie Treppe ins Wohngeschoss an. Darauf folgen ein Schopf mit Tor und Schweinestall an der rückwärtigen Traufseite sowie zwei ebenfalls als Schopf genutzte Zonen.
Das Obergeschoss ist in einen giebelseitigen Wohnteil und den rückwärtigen Wirtschaftsteil unterteilt. Der Wohnteil in der südlichen Hälfte des Obergeschosses ist in drei Quer- und drei Längszonen gegliedert. Die giebelseitige Querzone ist am breitesten ausgebildet, da hier die Hauptwohnräume untergebracht sind, und die mittlere am schmalsten, weil sie einen Querflur aufzunehmen hatte. Entsprechend den drei Längszonen ist die Raumteilung dreiraumbreit angelegt. Der Wirtschaftsbereich verteilt sich auf drei weitere Querzonen. Er ist in Entsprechung zum Wohnbereich ebenfalls in drei Längszonen gegliedert, was jedoch lediglich konstruktive Bedeutung hatte, ohne Einfluss auf die Verteilung der Funktionsbereiche.
Das Obergeschoss ist in einen giebelseitigen Wohnteil und den rückwärtigen Wirtschaftsteil unterteilt. Der Wohnteil in der südlichen Hälfte des Obergeschosses ist in drei Quer- und drei Längszonen gegliedert. Die giebelseitige Querzone ist am breitesten ausgebildet, da hier die Hauptwohnräume untergebracht sind, und die mittlere am schmalsten, weil sie einen Querflur aufzunehmen hatte. Entsprechend den drei Längszonen ist die Raumteilung dreiraumbreit angelegt. Der Wirtschaftsbereich verteilt sich auf drei weitere Querzonen. Er ist in Entsprechung zum Wohnbereich ebenfalls in drei Längszonen gegliedert, was jedoch lediglich konstruktive Bedeutung hatte, ohne Einfluss auf die Verteilung der Funktionsbereiche.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Starke Deformationen im Wirtschaftsbereich.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Dachgerüst Grundsystem
- Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
- Holzgerüstbau
- Unterbaugerüst
Konstruktion/Material:
Der Wohnbereich über dem Stall war als Ständergerüst mit Fachwerkwänden aufgebaut, wovon aber nur Teile der Nord- und der Ostwand geblieben sind. Dort besteht das Fachwerk aus einer zweifachen Verriegelung mit vernageltem Kopfriegel in Kombination mit Zwischenständern und Feldstreben.
Der Wirtschaftsbereich zeigt eine andere Konstruktionsweise als einstöckiges Ständergerüst mit Bundständern, die über beide Geschosse am Stück verlaufen. Es war auf einem Schwellenrost aufgestellt, passend zur Grundrissgliederung in drei Querzonen.
Das Dachwerk ist als Sparrendach mit einem liegenden Stuhl ausgebildet (Abb. 13+14). Die Stuhlstreben reichen sehr hoch und geben dem 1. Dachgeschoss eine Höhe von 4,3 m. Über die Höhe des Spitzbodens reichen allein die Sparren nach oben, ohne dass dort ein Stuhl mit Firsträhm ausgebildet wäre. Charakteristische Merkmale des liegenden Stuhls sind die Gründung der Sprengstreben auf Stuhlschwellen, eine Queraussteifung aus verzapften Kopfstreben mit Versatz am Anschluss an die Sprengstreben, eine orthogonale Ausrichtung der Stuhlrähme und eine Längsaussteifung aus jeweils zwei Fußstreben und zwei Feldstreben in jedem Feld. Die Stuhlschwellen sind vierkantig, aber in die Dachschräge gedreht. Die Streben der Längsaussteifung sind darin am Fuß eingezapft, die Fußstreben schließen oben aber lediglich mit einem Versatz an die Stuhlstreben an und die Feldstreben sind in einer Sasse mit einem Nagel fixiert. Zusätzlich ist in der Mittelachse eine stehende Stuhlachse aus Mittellängsrähm, hohen Ständern eingebunden, ausgesteift durch Kopfstreben allein in der Längsrichtung.
Der Wirtschaftsbereich zeigt eine andere Konstruktionsweise als einstöckiges Ständergerüst mit Bundständern, die über beide Geschosse am Stück verlaufen. Es war auf einem Schwellenrost aufgestellt, passend zur Grundrissgliederung in drei Querzonen.
Das Dachwerk ist als Sparrendach mit einem liegenden Stuhl ausgebildet (Abb. 13+14). Die Stuhlstreben reichen sehr hoch und geben dem 1. Dachgeschoss eine Höhe von 4,3 m. Über die Höhe des Spitzbodens reichen allein die Sparren nach oben, ohne dass dort ein Stuhl mit Firsträhm ausgebildet wäre. Charakteristische Merkmale des liegenden Stuhls sind die Gründung der Sprengstreben auf Stuhlschwellen, eine Queraussteifung aus verzapften Kopfstreben mit Versatz am Anschluss an die Sprengstreben, eine orthogonale Ausrichtung der Stuhlrähme und eine Längsaussteifung aus jeweils zwei Fußstreben und zwei Feldstreben in jedem Feld. Die Stuhlschwellen sind vierkantig, aber in die Dachschräge gedreht. Die Streben der Längsaussteifung sind darin am Fuß eingezapft, die Fußstreben schließen oben aber lediglich mit einem Versatz an die Stuhlstreben an und die Feldstreben sind in einer Sasse mit einem Nagel fixiert. Zusätzlich ist in der Mittelachse eine stehende Stuhlachse aus Mittellängsrähm, hohen Ständern eingebunden, ausgesteift durch Kopfstreben allein in der Längsrichtung.



