Bandhaus (Schloß Presteneck)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ephoratsgarten

ID: 129487008219  /  Datum: 04.05.2011
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Klosterhof
Hausnummer: 17
Postleitzahl: 75433
Stadt: Maulbronn
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Enzkreis (Landkreis)
Gemeinde: Maulbronn
Wohnplatz: Maulbronn
Wohnplatzschlüssel: 8236038004
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 49,0014° nördliche Breite, 8,8138° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Klosterweinberg (75433 Maulbronn, Friedhofweg, Gartenstraße)
Ehem. Herrenkirche, ehem. Klosterkirche, ev. Kirche (75433 Maulbronn, Klosterhof 9)
Paradies, Vorhalle der Klosterkirche, Klosterhof 9 (75433 Maulbronn)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Der Ephoratsgarten befindet sich im Bereich des alten kösterlichen Krankenhauskomplexes im Osten der Klausur, der Infirmerie und des späteren Herrenhauses, das für vornehme Besucher bestimmt war. Der Bereich zählt außerhalb der Klausur mit zu den ältesten profanen Teilen. Die Bauliche Entwicklung des Ephorats strukturiert sich, beginnend in der Frühzeit, über die Infirmerie, dann die Umnutzung zum Herrenhaus bis hin zum Ephorat heute als Folge der Säkularisierung des Klosters und der Errichtung einer Klosterschule in den Räumlichkeiten der Klausur.
Anhaltend beherbergt das Gebäude in den drei Geschossen Wohnungen für Professoren und ihre Familien sowie Räume zur Seminarnutzung. In den Quellen des 18./19. Jh.s wird das Geäbude gleichzeitig als Prälatur und Herrenhaus geführt, wobei sich aktuell die Bezeichnung Ephorat durchgesetzt hat.

Die Anlage des Ephoratsgarten ging einher mit der Säkularisierung des Klosters im 16. Jh. Allgemein ist für den östlichen Bereich des Klosters bzgl. der baulichen Strukturen aus der Frühzeit wenig bekannt, wobei davon ausgegangen wird, dass der östliche Klosterbezierk um 1147 (Gründungsdatum) in seinen Abmessung weitgehend abgesteckt war. So gilt der sog. Faussturm im Süden als fester Punkt seit den Anfängen. Abgerundet wurde der östliche Bereich in den 30er Jahren des 15. Jh.s mit der Errichtung des Pfründhaues über der mittelalterlichen Klostermauer. Um die Mitte des 15. Jh.s konnte an bekannten Bauten das zum Herenhaus umgebaute alte Krankenhaus, der daneben gelegene Abtsbau, im Norden ein kleinerer Vorgängerbau des Jahgdschlosses, wahrscheinlich der Sitz des Vogts, und im Osten die stark befestigte Toranlage zum Zwingergraben aufgezählt werden.
Der östliche Bereich des Klosters dürfte zumindest in der Spätzeit des 14. und 15. Jh.s eine Sonderrolle außerhalb der Klausur und Wirtschaftshof gespielt haben. So wenig über die Frühzeit bekannt ist, so bruchstückhaft stellt sich aud die Phase bis zur Auflösung des Klosters dar. Nur in diesem Bereich der Abtei wurden seit dem frühen 16. Jh. höfische und bürgerliche Wohnformen baulich miteinander in Beziehung gesetzt.

Vgl. Knapp, Ulrich: Das Kloster Maulbronn. Geschichte und Baugeschichte, Stuttgart 1997 & Hermann Diruf: Zwischen Infirmerie und Schloß. Baugeschichtliche Beobachtungen im östlichen Bereich der Klosteranlage, in: Maulbronn. Zur 850jährigen Geschichte des Zisterzienserkloster, hrsg. voom LDA Baden-Württemberg, Stuttgart 1997, S. 395-423.


1. Bauphase:
(1420 - 1429)
Um- oder nahezu Neuerrichtung des Herrenhauses [Knapp 1997, S. 144].
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Klausur-, Wohngebäude

2. Bauphase:
(1425 - 1426)
In die Amtszeit von Abt Albrecht IV. [1402-28] fallen größere Umbaumaßnahmen, darunter die Einwölbung und Erweiterung der Kirche sowie der Beginn des Krankenhausumbaus 1425/26 zum Herrenhaus (d) [Diruf 1997, S. 401].

Die dendrochronologische Untersuchung führte B. Lohrum am 14.3.1984 und 16.3.1984 durch (vgl. Untersuchungsbericht LDA KA).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1493)
Errichtung eines zweigeschossigen Schrägbaus im Osten der Klausur (Parlatorium und Oratorium) [Knapp 1997, S. 149]. Zur gleichen Zeit wurde das Herrenhaus grundlegend umgestaltet (i; Inschrift mit Jahresazhl 1493 ist heute verloren) [Knapp 1997, S. 157].
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Klausur-, Wohngebäude

4. Bauphase:
(1512 - 1517)
Entscheidender Umbau zum Herrenhaus unter Abt Johannes Entenfuß [Diruf 1997, S. 401-403]
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1530 - 1539)
Säkularisierung und Umstrukturierung des Klosters nach dessen Eroberung durch Hzg. Ulrich von Württemberg; Einrichtung einer Klosterschule (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1700 - 1799)
In den Beschreibungen des 18. Jh.s wird wiederholt auf den Baum-, Grad- und Küchengarten hinter der Prälatur, auf dem ehem. Friedhofsareal des Klosters hingewiesen. Hier standen ein offenes Gartenhäuschen und der alte Scheerbrunnen, der im 19. Jh seine heutige Ausformung erhielt [Diruf 1997, S. 408].
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Bauphase:
(2011)
Planungen zur Neugestaltung.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht gen W; Blick auf Chor und Kapitelsaal / Ephoratsgarten in 75433 Maulbronn (03.05.2011 - strebewerk)
Abbildungsnachweis
Ansicht gen S; Blick auf Faustturm / Ephoratsgarten in 75433 Maulbronn (03.05.2011 - strebewerk)
Abbildungsnachweis
Untergeschoss des Ephoratsgebäude; nördliche Begrenzung Ephoratsgarten mit Sitzecke I / Ephoratsgarten in 75433 Maulbronn (03.05.2011 - strebewerk)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bestandsaufnahme

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Der Maulbronner Ephoratsgarten überlagert den früheren Herrenkirchhof (Friedhof der Mönche) und befindet sich entsprechend im östlichen Anschluss an die Klosterkirche, d.h. im Südosten der Klausur, innerhalb der Wehranlange. Er ist Bestandteil des Ephoratsgebäudes, das in späterer Zeit östlich an die Klausur angeschlossen wurde. Er wird zu zwei Seiten (O; S) von der Wehrmauer umgrenzt, wobei der Faustturm die SO-Ecke markiert. Der westliche Abschluss erfolgt durch den Chor der Klosterkirche sowie den Kapitelsaal. Der Zugang erfolgt über das im Nordweseten befindliche Parlatorium.
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sepulkralanlagen
    • Begräbnisplatz
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Garten
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Drei Sitzecken (Sitzecke I-III), bestehend aus je einer Bank und einem Tisch, eine Schale, eine weitere Bank sowie ein Sitz, die vermutlich aus dem 19. Jh. stammen (s); ferner ein Brunnen, der die Mitte vier, im Kreuz angelegter Beete markiert (Datierung unklar; Erhaltungszustand gut); und ein Pavillon (Holzkonstruktion auf steinernem Fundament; Erhaltungszustand gut); Laubbäume.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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