Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 125315810710  /  Datum: 11.03.2014
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Grabengasse
Hausnummer: 6
Postleitzahl: 88515
Stadt-Teilort: Biberach

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Biberach (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8426021004
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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12

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Möglicherweise handeltete es sich ursprünglich um einen Lagerbau (gk), der wohl erst im frühen 16. Jh. zum Wohn- und Wirtschaftshaus umgebaut wurde.


1. Bauphase:
(1378 - 1379)
Errichtung des Gebäudes (d).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Lagergebäude

2. Bauphase:
(1712 - 1713)
Um 1713 (d) wurde das ursprüngliche Dachwerk durch einen liegenden, verzapften Stuhl ersetzt.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl

Besitzer

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Kurze bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude steht mit dem südlichen Giebel vor Kopf am nördlichen Ende der Grabengasse.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude besitzt im Unterstock zwei Geschossebenen auf denen ein zweigeschossiger Dachaufbau aufgesetzt ist.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude ist dreischiffige und dreizonige gegliedert, wobei das schmale mittlere Schiff zwei unterschiedlich breite Schiffe flankieren.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Zu den ältesten Holzbauteilen zählen Reste des eichenen Holzgerüstes im Unterbau.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Decken
    • Balken-Bretter-Decke
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Kehlbalken, Kreuzbänder, Sparrenstreben etc.
    • Unter-, Überzüge, Pfetten
  • Holzgerüstbau
    • Geschossgerüst
Konstruktion/Material:
Soweit erkennbar waren die auf Schwellen gegründeten und über zwei Geschosse laufenden Ständer nur kopfzonig ausgesteift. Innerhalb der Längsachse reichten die Gefügehölzer über die gesamte Wandhöhe, während im Bereich der Querachsen wohl nur geschossweise Kopfbänder eingebaut waren.
Am südlichen Giebel ist durch die Gerüst- und Gefügeausbildung eine zentrale Einfahrt in eine Tenne rekonstruierbar. Die Tenne reichte ursprünglich über die gesamte Hauslänge. Eine Ausfahrt am rückwärtigen Giebel ist bislang nicht belegt. Nach den vorhandenen Nuten war der Wandabschnitt über der südlichen Tenneneinfahrt mit Bretterwänden geschlossen. Für den Gegengiebel ist dies nicht belegt.
Hinsichtlich der Nutzung des Gebäudes ist zu bemerken, dass an keiner Stelle im 1. Obergeschoss eine ursprüngliche Wohnnutzung nachgewiesen werden konnte. Dagegen ist im Erdgeschoss in der südöstlichen Hausecke eine Bretter-Balken-Decke vorhanden. Sie reicht im Süden bis in eine jüngere Hauserweiterung, so dass man sie leicht als nachträglichen Einbau identifizieren kann. Dies gilt auch für einen vorangegangenen Wandaufbau mit Bohlen in derselben Hausecke. Dieser Wandaufbau bezieht sich noch auf die alte Ständerstellung des Ursprungsbaus. Für den Einbau der Bohlen wurden aber die alten Ständer auf ca. halber Höhe abgesägt und im unteren Bereich durch Holzständer mit Bohlennutzung ersetzt. Die neuen Ständerteile wurden dabei nicht mehr mit verblatteten Gefügehölzern ausgesteift.
Da bislang für den gesamten Bau nur nachträgliche Zwischendecken erfasst wurden und außer dem Befund der unterschiedlichen Schiffbreiten keine gesicherten Belege für eine ursprüngliche Bohlenstube vorliegen, ist nicht auszuschließen, dass es sich bei diesem Gebäude um einen ehemaligen Lagerbau handelt, der wohl erst im frühen 16. Jh. zum Wohn- und Wirtschaftshaus umgebaut wurde.
Der ursprüngliche Dachaufbau kragte an beiden Giebelseiten über Pfetten und unterstützende Büge aus. Um das Jahr 1713 (d) wurde er durch einen liegenden, verzapften Stuhl ersetzt.

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