Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehem. Franziskanerkloster, Altenpflegeheim

ID: 186580684917  /  Datum: 04.04.2020
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Eisenbahnstraße
Hausnummer: 20
Postleitzahl: 79341
Stadt-Teilort: Kenzingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Emmendingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8316020009
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Eine Zeichnung von Franz Lederle aus den Jahren um 1880 gibt eine Vorstellung über den historischen Bestand des Südflügels. Danach handelt es sich um einen zweigeschossigen, am Kirchengiebel ansetzenden Massivbau mit einem Vollwalmabschluss im Westen. Glaubt man der Zeichnung, so ist die Südwestecke des Gebäudes in Buckelquadern gefasst, womit die Kernstruktur des Gebäudes im Erdgeschoss in das 13./ 14. Jahrhundert zu datieren wäre. Seine östliche Ausdehnung ist an der Südwand durch eine vertikale Abrissfuge seitlich des Abfallrohres erkennbar.
Im angetroffenen Zustand handelt es sich um den ehemaligen Eingangsbau mit erneuertem Eingangsportal aus den Jahren 1888/89, das als Zeitpunkt des Umbaus eines Teil des Klosters zum Städtischen Krankenhaus gewertet werden kann.


1. Bauphase:
(1200 - 1399)
Kernstruktur
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1722)
Nach der dendrochronologischen Untersuchung ist das Dachwerk in das Jahr 1722 (d) zu datieren.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Altenwohnheim, Pflegeheim
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein

3. Bauphase:
(1889)
Der nach Norden abknickende Westflügel ist in Anlehnung an die geschichtlichen Daten, verbunden mit dem Umbau zum Krankenhaus, in die Jahre um 1889 zu datieren.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht von Westen / Ehem. Franziskanerkloster, Altenpflegeheim in 79341 Kenzingen (2019 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Ansicht von Südwesten / Ehem. Franziskanerkloster, Altenpflegeheim in 79341 Kenzingen (2019 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Bei dem untersuchten Gebäude handelt es sich um den östlich an den Kirchenbau angebauten Winkelbau.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Altenwohnheim, Pflegeheim
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bezogen auf die bauliche Entwicklung setzt sich das Gebäude aus zwei Gebäudeteilen zusammen. Dem südlichen Flügel, dem Eingangsbau, einem zweigeschossiger Massivbau mit einem Vollwalmabschluss im Westen und dem westlichen Flügel, bei dem es sich um den nach Norden abknickenden Erweiterungsbau handelt.
Während ersterer im Bestand erhalten werden soll, ist für den nördlichen Bereich des Westflügels der Abbruch vorgesehen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Dachform
    • Satteldach mit einseitigem Vollwalm
Konstruktion/Material:
Bei dem erhaltenen Kernbestand der über dem Südflügel abgezimmerten Dachkonstruktion handelt es sich um ein quer eingebundenes, in die Dachbalken bzw. Dachfußbalken zapfendes Sparrendach.
Unterstützt werden die Sparrenpaare durch fünf liegende, auf Schwellen gegründete Querbünde. Die Querbünde tragen im 1.Dachgeschoss zwei, in Firstrichtung verlaufende Rähmhölzer. Letztere waren gleichzeitig Bestandteile von geneigten, unter den Dachflächen liegenden Längsbünden, die in der Kombination mit den Querbünden ein liegendes Stuhlgerüst ausbildeten.
Die Aussteifung des Dachwerkes übernehmen in Querrichtung verzapfte Streben, während in Längsrichtung ehemals zu den Rähmhölzern aufsteigende, die Längsriegel überquerende Streben verbaut waren. Sowohl die Längsriegel als auch die Streben sind nicht mehr vorhanden.
Im Osten grenzt das Dachwerk an den Westgiebel des Kirchenbaus an. Im Westen besaß es einen Vollwalm, dessen konstruktive Anschlüsse am westlichen Querbund noch ablesbar sind.
Die konstruktive Einheitlichkeit des Dachwerkes ist durch das erkannte Markierungssystem belegt. Danach sind die Querbünde im Westen beginnend, durch die steigende Folge von ein bis fünf Ausstiche gekennzeichnet.

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