Altes Rathaus
ID:
185383771410
/
Datum:
13.10.2026
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Objektdaten
| Straße: | Hindenburgstraße |
| Hausnummer: | 43 |
| Postleitzahl: | 71711 |
| Stadt-Teilort: | Murr |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Kreis: | Ludwigsburg (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8118054001 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Wohnhaus (sog. Schlössle), Mühlgasse 10 (71711 Murr a. d. Murr)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das Alte Rathaus wurde laut archivalischen Quellen 1829 als Rathaus und Feuerwehrhaus erbaut. 1966 erfolgte ein größerer Umbau. Seit 1989 befindet sich die Gemeindeverwaltung im Neuen Rathaus. Das Alte Rathaus wurde seitdem von mehreren Vereinen genutzt.
1. Bauphase:
(1827 - 1829)
(1827 - 1829)
Bauphase 1: 1827/28(d)
Das Gebäude wurde 1829 (a) als Rathaus neu erbaut. Das jüngste dendrochronologisch datierte Holz hat das Fälldatum Winter 1827/28.
Das Gebäude hatte bauzeitlich einen Halbwalm am Südgiebel. Am Nordgiebel hatte das Gebäude lediglich einen kleinen Krüppelwalm.
Das Gebäude wurde 1829 (a) als Rathaus neu erbaut. Das jüngste dendrochronologisch datierte Holz hat das Fälldatum Winter 1827/28.
Das Gebäude hatte bauzeitlich einen Halbwalm am Südgiebel. Am Nordgiebel hatte das Gebäude lediglich einen kleinen Krüppelwalm.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
2. Bauphase:
(1850 - 1920)
(1850 - 1920)
Bauphase 2: späteres 19. oder frühes 20.Jahrhundert (gk)
Es fanden sich an den Sondagen immer wieder Hinweise, dass es bereits vor der Überputzung der Fachwerkwände im Jahr 1966 eine Überputzung des Fachwerks gab, die sich aber nicht substanziell erhalten hat.
Als einziges erhaltenes Relikt dieser Bauphase kann die Hauseingangstür im EG genannt werden.
Es fanden sich an den Sondagen immer wieder Hinweise, dass es bereits vor der Überputzung der Fachwerkwände im Jahr 1966 eine Überputzung des Fachwerks gab, die sich aber nicht substanziell erhalten hat.
Als einziges erhaltenes Relikt dieser Bauphase kann die Hauseingangstür im EG genannt werden.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
3. Bauphase:
(1966 - 1989)
(1966 - 1989)
Bauphase 3: 1966ff (a)
1966 hat die Feuerwehr das Gebäude verlassen. Die beiden Tore in die Feuerwehrräume im EG wurden daher verschlossen und in Fenster mit bleiverglasten Flügeln umgewandelt. Zudem wurde die Tür vom Flur in den nördlichen Feuerwehrraum versetzt. Zu diesem Zweck wurden Bestandspläne des Gebäudes angefertigt, die zeigen, dass sich der Grundriss des Gebäudes von 1829 bis 1966 nicht wesentlich verändert hat. Die heute sichtbaren baulichen Veränderungen sind daher erst ab 1966 zu datieren. Sie können aber durchaus auch abschnittsweise nach 1966 erfolgt sein.
Für eine präzisere zeitliche Zuordnung müssten die die Gemeindehaushalte ab 1966 im Gemeindearchiv Murr gesichtet werden, was in der bisherigen Beauftragung nicht vorgesehen ist.
Als Baumaßnahmen ab 1966 zu nennen wäre da im EG der Abbruch der Arrestzelle und des Kohlelagers sowie die Treppe und der Flurboden mit Solnhofener Platten.
Im OG ist die Ersetzung des Aborterkers an der Ostseite durch zwei WCs im Inneren und - damit verbunden - die Versetzung der Südwand des Bürgermeisterzimmers zu nennen. Ebenso wurde das Gemeindedienerzimmer dem Flur zugeschlagen und in der Folge der Flurboden ebenfalls mit Solnhofener Platten belegt. Weiter ist der Parkettboden im Ratssaal in diese Bauphase einzuordnen. Zudem wurden im EG und im OG die meisten Wände neu verputzt, ebenso die OG- und DG-Fassaden, die dabei auch isoliert wurden. Im Dach erfolgte der Ausbau der unausgebauten Dachböden in drei Zimmer sowie die Umwandlung des Steilgiebels an der Nordfassade in einen Halbwalm.
1966 hat die Feuerwehr das Gebäude verlassen. Die beiden Tore in die Feuerwehrräume im EG wurden daher verschlossen und in Fenster mit bleiverglasten Flügeln umgewandelt. Zudem wurde die Tür vom Flur in den nördlichen Feuerwehrraum versetzt. Zu diesem Zweck wurden Bestandspläne des Gebäudes angefertigt, die zeigen, dass sich der Grundriss des Gebäudes von 1829 bis 1966 nicht wesentlich verändert hat. Die heute sichtbaren baulichen Veränderungen sind daher erst ab 1966 zu datieren. Sie können aber durchaus auch abschnittsweise nach 1966 erfolgt sein.
Für eine präzisere zeitliche Zuordnung müssten die die Gemeindehaushalte ab 1966 im Gemeindearchiv Murr gesichtet werden, was in der bisherigen Beauftragung nicht vorgesehen ist.
Als Baumaßnahmen ab 1966 zu nennen wäre da im EG der Abbruch der Arrestzelle und des Kohlelagers sowie die Treppe und der Flurboden mit Solnhofener Platten.
Im OG ist die Ersetzung des Aborterkers an der Ostseite durch zwei WCs im Inneren und - damit verbunden - die Versetzung der Südwand des Bürgermeisterzimmers zu nennen. Ebenso wurde das Gemeindedienerzimmer dem Flur zugeschlagen und in der Folge der Flurboden ebenfalls mit Solnhofener Platten belegt. Weiter ist der Parkettboden im Ratssaal in diese Bauphase einzuordnen. Zudem wurden im EG und im OG die meisten Wände neu verputzt, ebenso die OG- und DG-Fassaden, die dabei auch isoliert wurden. Im Dach erfolgte der Ausbau der unausgebauten Dachböden in drei Zimmer sowie die Umwandlung des Steilgiebels an der Nordfassade in einen Halbwalm.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
4. Bauphase:
(1989 - 2020)
(1989 - 2020)
Bauphase 4: Spätes 20. und frühes 21. Jahrhundert
Einige der jüngeren Umbauten könnten sich zwar anhand der verwendeten Materialien der Bauphase 1966 oder wenig später zuordnen lassen, hinterlassen aber Zweifel. Insbesondere für die Fenster im OG und DG scheint die Datierung 1966 zu früh. Dementsprechend sind auch die teils daran anschließenden Verkleidungen der Wände mit Rigipsplatten zu hinterfragen. Nachweise für eine jüngere Datierung wurden aber bisher nicht gefunden.
Einige der jüngeren Umbauten könnten sich zwar anhand der verwendeten Materialien der Bauphase 1966 oder wenig später zuordnen lassen, hinterlassen aber Zweifel. Insbesondere für die Fenster im OG und DG scheint die Datierung 1966 zu früh. Dementsprechend sind auch die teils daran anschließenden Verkleidungen der Wände mit Rigipsplatten zu hinterfragen. Nachweise für eine jüngere Datierung wurden aber bisher nicht gefunden.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Untersuchung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Alte Rathaus liegt im historischen Ortskern von Murr an der Hindenburgstraße. Die Straße verläuft hier in Richtung Nord-Nord-West. Zur leichteren Orientierung wird daher die zur Straße zugewandte Eingangsseite als Westseite bezeichnet, die rückwärtige Traufseite als Ostseite und die beiden Giebelseiten als Nord- und Südseite. Das Gebäude steht traufständig an der Ostseite der Straße.
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
- Rathaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude wurde als Rathaus und Feuerwehrhaus erbaut. Es handelt sich um einen zweistöckigen Riegelbau mit zweigeschossigem Halbwalmdach und Dachreiter.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Das Gebäude ist in zwei Längszonen und drei Querzonen gegliedert. Die Außenwände im Basisstock sind massiv aus Bruchsteinmauerwerk errichtet, die Innenwände im sowie die Wände im OG und DG sind Fachwerkwände. Das Dachwerk ist als zweifach liegender Stuhl ausgeführt. Erwähnenswert ist hier im 1. DG ein Hängewerk zur Entlastung der Ratssaaldecke im OG.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das Gebäude ist in gutem baulichem Zustand, zeigt jedoch gelegentlich Abnutzungsspuren.
Bestand/Ausstattung:
An historischer Ausstattung ist die Stuckdecke im Ratssaal zu erwähnen, ebenso die Eingangstür in das Gebäude sowie die beiden Bleiglasfenster im EG.
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Mischbau
- Innenwand aus Holz
- Obergeschoss(e) aus Holz
- Unterbau aus Stein (gestelzt)
- Dachform
- Satteldach mit Schopfwalm (Krüppelwalm)
Konstruktion/Material:
keine Angaben


