Wohnhaus (sog. Schlössle)
ID:
214609312014
/
Datum:
08.01.2014
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Objektdaten
| Straße: | Mühlgasse |
| Hausnummer: | 10 |
| Postleitzahl: | 71711 |
| Stadt-Teilort: | Murr a. d. Murr |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Kreis: | Ludwigsburg (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8118054001 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Altes Rathaus, Hindenburgstraße 43 (71711 Murr)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Bez. über dem Kellerzugang am Ostgiebel 1614 (i); gemäß dendrochronologische Datierung handelt es sich dabei um die Bauzeit des Fachwerkaufsatzes (d).
1. Bauphase:
(1613 - 1614)
(1613 - 1614)
Errichtung des Gebäudes (i, d).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzuntersuchung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude erhebt sich als einstöckiger Fachwerkbau über einem hohen Massivsockel mit großem Gewölbekeller; es deckt ein zweistöckiges Dachwerk mit Spitzboden.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Das Kernstück bilden zwei Stuben mit Bretter-Balken-Decke im Unterstock, denen eine zentrale Küche zugeordnet war. Die aufgenommenen Befunde im Bereich der Trennwände zeigen, dass jeweils unterschiedlich breite Wandabschnitte nicht in Fachwerk ausgeführt waren. Hier werden massiv gefasste Hinterladeröffnungen für die Befeuerung der Stubenöfen angenommen. Für beide Stuben sind Fenstererker nachgewiesen.
Im Dachwerk begrenzen Fachwerkwände einzelne Dachkammern die in der Mehrzahl über eine firstparallele Fluranlage erschlossen waren. Am westlichen Giebel ist ein Gang zum Abtritt abgetrennt. Eine ältere Rauchführung ist im 1. Dachstock durch ein Zapfenloch angezeigt.
Den Schwerpunkt des Grundrisses bildet hingegen ein Raum im Ostgiebel, der ebenfalls eine mit Bretter-Balken-Decke aufweist. Eindeutige Befunde am Ostgiebel und an der Nordtraufe sowie ein zusätzlicher liegender Stuhlständer neben der Sparrenebene belegen, dass dieser Raum einst über Eck ausgeführt war. In Verbindung mit der Ausrichtung des Quergiebels - Rtg. Mühlgasse - und die Tatsache, dass dieser Raum ursprünglich nicht beheizbar war, spricht für dessen Nutzung als eine Art Sommerstube in repräsentativer Lage.
Die vorhandene Grundrissgliederung ist im Unterstock weitgehend mit der Anordnung im Dach identisch.
Der hohe Originalbestand und die vorhandenen Zapfenlöcher der entfernten Gerüst- und Gefügehölzer ergeben den sicheren Nachweis für die ursprüngliche Raumanordnung.
Das Gebäude besitzt zwei originale Türöffnungen an der Nordtraufe, wobei der westliche Zugang eventuell durch eine leichte Brettabtrennung direkt zum Treppenaufgang in das Dach führte. Ein weiterer Zugang wird am Massivgiebel vermutet.
Unklar ist, ob die rekonstruierte Türöffnung am Massivgiebel in einen von der Kammer abgetrennten Gang mündet, oder ob der Zugang zum Abtritt frei durch die Kammer führte.
Der Stube am Ostgiebel ist eine Kammer zugeordnet. Diese war ursprünglich nur über die Stube selbst zugänglich.
Der originale Kellerabgang im Bereich der Haustür ist mit einer Bretterverkleidung - als Abtrennung zur Kammer - versehen.
Im Dachwerk begrenzen Fachwerkwände einzelne Dachkammern die in der Mehrzahl über eine firstparallele Fluranlage erschlossen waren. Am westlichen Giebel ist ein Gang zum Abtritt abgetrennt. Eine ältere Rauchführung ist im 1. Dachstock durch ein Zapfenloch angezeigt.
Den Schwerpunkt des Grundrisses bildet hingegen ein Raum im Ostgiebel, der ebenfalls eine mit Bretter-Balken-Decke aufweist. Eindeutige Befunde am Ostgiebel und an der Nordtraufe sowie ein zusätzlicher liegender Stuhlständer neben der Sparrenebene belegen, dass dieser Raum einst über Eck ausgeführt war. In Verbindung mit der Ausrichtung des Quergiebels - Rtg. Mühlgasse - und die Tatsache, dass dieser Raum ursprünglich nicht beheizbar war, spricht für dessen Nutzung als eine Art Sommerstube in repräsentativer Lage.
Die vorhandene Grundrissgliederung ist im Unterstock weitgehend mit der Anordnung im Dach identisch.
Der hohe Originalbestand und die vorhandenen Zapfenlöcher der entfernten Gerüst- und Gefügehölzer ergeben den sicheren Nachweis für die ursprüngliche Raumanordnung.
Das Gebäude besitzt zwei originale Türöffnungen an der Nordtraufe, wobei der westliche Zugang eventuell durch eine leichte Brettabtrennung direkt zum Treppenaufgang in das Dach führte. Ein weiterer Zugang wird am Massivgiebel vermutet.
Unklar ist, ob die rekonstruierte Türöffnung am Massivgiebel in einen von der Kammer abgetrennten Gang mündet, oder ob der Zugang zum Abtritt frei durch die Kammer führte.
Der Stube am Ostgiebel ist eine Kammer zugeordnet. Diese war ursprünglich nur über die Stube selbst zugänglich.
Der originale Kellerabgang im Bereich der Haustür ist mit einer Bretterverkleidung - als Abtrennung zur Kammer - versehen.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Decken
- Balken-Bretter-Decke
- Dachgerüst Grundsystem
- Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
Konstruktion/Material:
Das tragende Gerüst des zweistöckigen Dachwerkes mit Spitzboden besteht im 2. Dachstock aus liegenden verzapften Stühlen, im 1. Dachstock sind die liegenden Stühle in einem konstruktivem Verbund mit den Fachwerkwänden aufgeschlagen.
