Objekt(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Czerny-Klinik / Samariterhaus

ID: 351315109032
Datum: 06.07.2009
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Objektdaten

Straße: Voßstraße
Hausnummer: 3
Postleitzahl: 69115
Stadt: Heidelberg-Bergheim
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Heidelberg (Stadtkreis)
Gemeinde: Heidelberg
Wohnplatz: Bergheim
Wohnplatzschlüssel: 8221000004
Flurstücknummer: 1836
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungBlumsches Freibad (69115 Heidelberg-Bergheim, Schurmannstraße 1)
BauforschungEhem. Klinikumsverwaltung, Gebäude 4400, Voßstraße 2 (69115 Heidelberg-Bergheim)
Bauforschungehem. Lutherhaus, Kirchstraße 2 (69115 Heidelberg-Bergheim)
Bauforschungehem. Schlossquelle-Brauerei (69115 Heidelberg-Bergheim, Bergheimer Straße  91)
BauforschungIsoliergebäude der Neuen Medizinischen Klinik, Geb.-Nr. 4200 (69115 Heidelberg-Bergheim, Voßstraße 2)
BauforschungNeue Medizinische Klinik, Geb.-Nr. 4190, Psychiatrische Ambulanz, Voßstraße 2 (69115 Heidelberg-Bergheim)
BauforschungPsychiatrische Klinik, Voßstraße 4 (69115 Heidelberg)
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Bauphasen(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Krebsforschungsinstitut „Samariterhaus“ geht auf die Initiative Vinzenz Czernys (1842-1916) zurück, der seit 1876 in Heidelberg lehrte. Das Samariterhaus (auch Strahlenklinik) ist 1905/06 von Julius Koch im historisierenden Jugendstil erbaut worden. Die Innengestaltung wurde vom Karlsruher Akademieprofessor Karl Eyth ausgeführt. Im Jahre 1942 wurde das Gebäude nach dem Gründer der Institution „Czerny“ benannt.
Das von Vinzenz Czerny gegründete „Institut für Krebsforschung“ gilt als des bedeutendste unter den frühen Krebsinstituten in Deutschland. Es gliederte sich in eine Heil- und Pflegeanstalt für Krebskranke – das „Samariterhaus“ – und eine wissenschaftliche Abteilung – das „Institut für experimentelle Krebsforschung“. Für die Innenausstattung wurde Prof. V. Eyeth von der Kunstgewerbeschule Karlsruhe hinzu gezogen.
2004 erfolgte der Umzug der Poliklinik vom Bergheimer Samariterhaus in die neu erbaute Kopfklinik ins Neuenheimer Feld. Im Altklinikum Bergheim entsteht im Quartier Samariterhaus nach dem Umzug ein Wohn- und Gewerbeobjekt.


1. Bauphase:
(1905 - 1906)
Errichtung des Krebsforschungsinstituts „Samariterhaus“. (i)(a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Krankenhaus

2. Bauphase:
(2004 - 2009)
2004 Umzug der Poliklinik vom Bergheimer Samariterhaus in die neu erbaute Kopfklinik ins Neuenheimer Feld. Im Altklinikum Bergheim entsteht im Quartier Samariterhaus nach dem Umzug ein Wohn- und Gewerbeobjekt.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
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Besitzer(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Czerny-Klinik / Samariterhas, Grundriss EG, 
Urheber: Richter, Hans + Friedmann, Walter, Architekturbüro / Czerny-Klinik / Samariterhaus in 69115 Heidelberg-Bergheim

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Fotodokumentation
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Beschreibung(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Beschreibung

Umgebung, Lage: Die Klinik liegt heute im Bereich des sog. „Altklinikums“ in zentraler Lage nahe der Innenstadt. Das Hauptgebäude liegt mit seiner Hauptfront an der Voßstraße, die auch das Gebiet des akademischen Krankenhauses begrenzt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Krankenhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Der dreigeschossige langgestreckte Baukörper wird durch einen breiten Mittelrisalit mit hohem Schweifgiebel gegliedert. Die Flügelbauten sind jeweils in fünf regulären Fensterachsen eingeteilt. Dem Ostflügel schließt sich ein einachsiger Anbau an. Vier Zwerchhäuser durchbrechen das steile Walm- bzw. Satteldach. Die Höhe der Stockwerke beträgt im Keller 3 m, im Erdgeschoss 4 m, in den beiden Obergeschossen je 4,3 m und im Dachstock 3 m.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Im westlichen Flügel des lang gestreckten Baukörpers befanden sich in den drei Stockwerken je ein Krankensaal mit je 10 Betten, je einen Tagraum mit Veranda gegen Süden, Bad, Spülraum und Abort.
Im östlichen Flügel befanden sich im Erdgeschoss ein Raum für Verwaltungszwecke, die Aufnahmeräume für Patienten, die Arbeitsräume des Direktors, ein Laborraum und Sammlungsraum. In den beiden Obergeschossen befanden sich je vier Krankenzimmer gegen Süden zu je 2 Betten, je ein Tagraum mit Veranda, Bad, Spülraum und Sanitäranlagen.
Im Erdgeschoss des Mittelbaues lagen östlich der Eingangshalle die Pförtnerloge, westlich ein Raum für frische Wäsche, östlich der Treppe die Teeküche für die Krankenabteilung, westlich ein Isolierzimmer, im 1. Obergeschoss gegen Norden der Operationsraum, daneben die Räume für Sterilisations-, Chlorformierung und Verbandstoffe, gegenüber, neben der Treppe, die für beide Krankenabteilungen nötige Teeküche und der Vorbereitungsraum für die Operation. Im 2. Obergeschoss des Mittelbaues waren über dem Operationsraum und den Nebenräumen, zwei Wohnungen für Ärzte, zu beiden Seiten der Treppe die Teeküche und ein Isolierzimmer vorgesehen. Der Dachstock erhielt im Mittelbau eine Wohnung der Oberin, neben der Treppe die Esszimmer des Personals, in den beiden Flügeln die Schlafräume für Pflegepersonal, sowie weitere Nebenräume. Im Kellergeschoss lag westlich von der Treppe ein Baderaum, östlich des Sortierraums für schmutzige Wäsche. Die übrigen Räume im Mittelbau und der ganze Westflügel dienten zu Heizzwecken. Im Ostflügel dienten der größere, östlich an den Vorplatz anschließende Raum zu Röntgenuntersuchungen, der kleinere Raum daneben als Dunkelkammer, die übrigen Räume für Aufbewahrung von Vorräten.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): In der Eingangshalle hat sich die Wandverkachelung um eine Gedenktafel herum erhalten.
Im 1. und 2. Obergeschoss befinden sich Wandbrunnen.
Weiterhin haben sich Fragmente der Treppenhausverglasung und mehrere mit Intarsien verzierte Möbelstücke erhalten.
Bestand/Ausstattung: An der Norfassade des Mittelrisalits ruht über dem Hauptportal ein breiter, verglaster Erker. In seiner Brüstungswand ist die Inschrift SAMARITERHAUS, 1905 und 1906 eingemeißelt. In dem Feld zwischen dem zweiten und dritten Obergeschoss befindet sich die Inschrift IN SCIENTIA SALUS. Darüber im oberen Giebelbereich ist eine Kartusche mit dem badischen Wappen eingelassen. Auf dem Dachfirst sitzen drei der Entlüftung dienenden Dachreiter mit Glockenhelm.

Sämtliche Räume haben Ölfarb-Wandanstrich in verschiedener Behandlung und Farbgebung sowie in der Farbe dazu passenden Fußbodenbelag. Die Decken sind mit Kalkfarbe getüncht, im Operationsraum und seinen Nebenräumen mit Ripolin gestrichen.
Ein elektrisch betriebener Personenaufzug im Treppenhaus diente zum Transport von Schwerkranken, ein gleicher Aufzug in den Teeküchen zum Transport von Speisen.
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Konstruktionen(7576): Czerny-Klinik / Samariterhaus Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit beidseitigem Vollwalm
  • Steinbau Mauerwerk
    • Backstein
  • Verwendete Materialien
    • Backstein
    • Stein
Konstruktion/Material: Der Samariterbau wurde als Sandsteinklinkerbau auf einem Hausteinsockel gebaut. Die Fenster- und Türleibungen sind aus hellem Sandstein.
Die Zwischendecken in allen Krankenräumen, Korridoren, im Treppenhaus und den Wohn- und Schlafräumen wurden aus Siegwartschen Hohlbalken errichtet und mit einem fugenlosen Estrich „Sanitas“, Korkment und Linoleum belegt. Den Wänden entlang bildete eine Hohlkehle, ebenfalls aus „Sanitas“ bestehend, den Übergang zum Bodenbelag. Die Teeküchen, Operationsräume und Bäder besaßen Plättchenbelag als Fußboden und an den Wänden. Die Sanitäranlagen, Spülräume und der Laborraum besaßen Terrazzobelag. Die Wände im der Eingangshalle waren mit Kunstplatten bekleidet.