Kloster Bebenhausen (ehem. Holz- und Chaisenremise)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohn- und Geschäftshaus

ID: 208330630610  /  Datum: 08.09.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Dammgasse
Hausnummer: 10
Postleitzahl: 78462
Stadt-Teilort: Konstanz

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335043012
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 47,6599° nördliche Breite, 9,1759° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Haus Dammgasse 10 dürfte nach stilistischer Datierung (Türblätter, Beschläge, Treppengeländer, Dachwerk und Baumaterialien) im 18. Jahrhundert als dreigeschossiges, traufständiges Fachwerkgebäude mit vorspringender SW-Ecke errichtet worden sein.
Es wurde vermutlich als barockes Hinterhaus zu dem im Kern mittelalterlichen Gebäude Marktstätte 9 errichtet.

Im frühen 19. Jahrhundert wurde das barocke Hinterhaus im Zeitgeschmack umgebaut. Für die Außenwirkung wesentlich war vor allem die Vergrößerung der Fenster im zweiten Obergeschoss, die nun die gleiche Größe wie im ersten Stock aufweisen. Im Inneren durchschneiden die Fensteröffnungen nun die aufstuckierten Wandabschlussleisten.
Im Erdgeschoss wurde der mittlere Ostraum an Wand und Decke holzverkleidet (Bretter und Holzleisten). Und im zweiten Obergeschoss wurde spätestens zu diesem Zeitpunkt das Treppenhaus durch eine Fachwerkwand zu einem Flur verkleinert. Die über dem älteren Boden Nord-Süd verlegten Bodenbretter dürften ebenfalls noch aus dieser Zeit stammen. Neben dem Zugang vom Treppenhaus konnte der wohl noch ungeteilte NO-Raum auch durch eine schmale Tür mit Schippenbänderbeschlag vom SO-Zimmer aus betreten werden.

Ab dem späten 19. Jahrhundert wurde das Haus erneut modernisiert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erhielt das Erdgeschoss eine steinerne Außenwand mit Haustür, Tor und Fenster zur Straße. Die Öffnungen wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch einmal modernisiert, das Tor erweitert und Straßen- wie Hoffassade flächig verputzt. Auch die zuvor aus Fachwerk bestehende östliche Giebelwand hat man komplett in Backstein erneuert und dabei die Wandflucht nach Westen verschoben, sodass z. B. die Wandabschlussleiste im zweiten Obergeschoss heute in der Wand verschwindet.


1. Bauphase:
(1700 - 1799)
Das Haus Dammgasse 10 dürfte nach stilistischer Datierung (Türblätter, Beschläge, Treppengeländer, Dachwerk und Baumaterialien) im 18. Jahrhundert (s) als dreigeschossiges, traufständiges Fachwerkgebäude mit vorspringender SW-Ecke errichtet worden sein.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1800 - 1830)
Im frühen 19. Jahrhundert wurde das barocke Hinterhaus im Zeitgeschmack umgebaut.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1880 - 1899)
Ab dem späten 19. Jahrhundert wurde das Haus erneut modernisiert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erhielt das Erdgeschoss eine steinerne Außenwand mit Haustür, Tor und Fenster zur Straße.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Wohn- und Geschäftshaus in 78462 Konstanz (08.09.2016 - Löbbecke Frank)
Abbildungsnachweis
Wohn- und Geschäftshaus in 78462 Konstanz (08.09.2016 - Löbbecke Frank)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung
  • Restauratorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude liegt an der Dammgasse, südlich des Hauses Marktstätte 9. Es springt mit der südwestlichen Ecke in die schräg ziehende Dammgasse vor.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Dreigeschossiges, traufständig errichtetes Gebäude mit abschließendem Satteldach. Die Grundfläche beträgt ca. 8,5 – 10,00 m (N-S) x 8,50 - 9,50 m (O-W).
Die Hoffassade ist weitgehend verdeckt durch einen Flügelbau im Osten des Hofs und einen Abortanbau im Westen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Erdgeschoss ist in drei Bereiche geteilt: Das Treppenhaus samt Abortanbau im Westen, die mittige Hofzufahrt und drei Räume im Osten.
Die beiden Obergeschosse weisen jeweils einen straßen- und einen hofseitigen Bereich auf mit einer dreiläufigen Treppe in der Nordwestecke, über die auch der Abortanbau erreicht werden kann. Straßenseitig sind jeweils zwei Räume vorhanden, der Eckraum 1.06 im ersten Obergeschoss ist deutlich größer als die übrigen Zimmer. Hier ist auch der Treppenvorplatz größer mit einem fensterlosen, heute zweigeteilten Nebenraum, während im zweiten Obergeschoss der Vorplatz kleiner ist und hofeitig zwei Zimmer mit Fenstern vorhanden sind.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das Gebäude Dammgasse 10 wurde als barockes Hinterhaus eines bis zur Marktstätte reichenden Anwesens im 18. Jahrhundert errichtet. Die Geschosseinteilung, die Raumstruktur, große Teile der Außen- und Innenwände, des Dachwerks sowie der Ausstattung (Treppe, einige Türen und Stuck in den Obergeschossen) sind damals entstanden und bis heute erhalten geblieben. Das Haus ist damit das letzte Gebäude an der Dammgasse aus der frühen Neuzeit.
Es lassen sich aber auch umfangreiche Umbauten des 19. und 20. Jahrhunderts feststellen, wie die Vereinheitlichung der Straßenfassade, die Erneuerung des Ostgiebels, die Umgestaltung der Durchfahrt, die Erneuerung der Treppe im EG und Zimmereinbauten im Ober- und Dachgeschoss.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Außenwand aus Stein
    • Holzbau mit Gebäudeteil aus Stein
  • Detail (Ausstattung)
    • allgemein (kein Eintrag)
  • Steinbau Mauerwerk
    • Backstein
  • Dachform
    • Satteldach
  • Verwendete Materialien
    • Putz
Konstruktion/Material:
Die Straßen- und die teilweise verdeckte Hoffassade sind verputzt. Das Erdgeschoss weist steinerne Außenmauern auf, die straßenseitig vor die Hausflucht vorspringen. Die östliche Giebelwand besteht aus Backstein, die übrigen Außenwände aus Fachwerk.
Die Straßenfassade weist drei Fensterachsen in den beiden Obergeschossen auf. Die hochrechteckigen Fenster mit Holzgewänden haben hölzerne Fensterläden. Im Erdgeschoss liegt lediglich das östlich Fenster in der Achse, während die Haustür und die breite, mittige Durchfahrt zum Hof nicht axial angeordnet sind. Die vorspringende Hausecke ermöglicht hier jeweils ein Fenster je Obergeschoss. Das Satteldach mit Aufschieblingen weist eine doppelte Biberschwanzdeckung auf. Die zwei Dachgauben im ersten Dachgeschoss sitzen ebenfalls nicht axial.

Das zweigeschossige Dach ist im ersten Dachgeschoss in Treppenvorplatz, zwei straßenseitige Zimmer und einen hofseitigen Raum mit Aufgang zum Dachspitz aufgeteilt. Im NO-Raum ist ein liegender Stuhl erkennbar, ansonsten ist die Dachkonstruktion in diesem Stock verkleidet. Im Dachspitz sind elf Sparrenpaare in regelmäßigen Abständen sichtbar. Lediglich die Sparren vor der aus industriell hergestellten Backsteinen bestehenden östlichen Giebelspitze sind näher an das folgende Sparrenpaar herangerückt. Der westliche Giebel weist handgemachte Backsteine, auf denen das westlichste Sparrenpaar aufliegt. Das folgende Sparrenpaar ist mit einem Eisen mit der Giebelwand verbunden.

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