Objekt(94): Ehem. Stiftskelter Ehem. Stiftskelter

ID: 191210359450
Datum: 22.12.2005
Datenbestand: BauforschungBauforschung
Als PDF herunterladen: als PDF herunterladen
Alle Inhalte dieser Seite: anzeigen / ausblenden
ausblenden

Information(94): Ehem. Stiftskelter Objektdaten

Straße: Magengasse
Hausnummer: 19
Postleitzahl: 71737
Stadt: Kirchberg an der Murr
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Rems-Murr-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Kirchberg an der Murr
Wohnplatz: Kirchberg an der Murr
Wohnplatzschlüssel: 8119038002
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
einblenden

Objektverknüpfungen(94): Ehem. Stiftskelter Objektbeziehungen

keinekeine
einblenden

Objekt(94): Ehem. Stiftskelter Umbauzuordnung

keinekeine
einblenden

Objekt(94): Ehem. Stiftskelter Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keinekeine
ausblenden

Bauphasen(94): Ehem. Stiftskelter Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Ehem. Stiftskelter des Klosters Oberstenfeld. Der Frauenstift Oberstenfeld hatte bereits seit dem 13. Jahrhundert umfangreichen Besitz
in Kirchberg. Am 11. Dezember 1247 wird dies mit einer päpstlichen Urkunde bestätigt.
Bereits damals besaß das Frauenstift die Hälfte der Gemeinde mit Ländereien, Weinbergen,
Wiesen, Fischgewässern und Mühlen. Daraus läßt sich ableiten, dass eine Kelter
sicherlich schon sehr früh als notwendig erachtet wurde, um die Trauben der im Besitz
befindlichen Weinberge an Ort und Stelle keltern zu können.
Von der Stiftskelter erfahren wir erstmals aus einem Lagerbuch des Klosters Oberstenfeld im Jahr 1492. Diese erste urkundliche Erwähnung verweist die Kelter in ihrem Ursprung zumindest in
das ausgehende 15. Jahrhundert. Auch der Baubestand zeigt uns deutlich, dass die Kelter
nicht, wie bislang vermutet wurde, erst im Jahr 1592 entstand. So finden wir im
Umfassungsmauerwerk der Kelter neben den sandsteingefassten Fenster- und
Türöffnung, welche eindeutig in das 16. Jahrhundert zu datieren sind, auch weitere, ältere,
schartenförmige Öffnungen. Man kann also davon ausgehen, dass bereits im 15. Jahrhundert die heute noch
vorhandenen, Bruchsteinumfassungsmauern der Kelter vorhanden waren.


1. Bauphase:
(1450 - 1492)
Erste Kelter in der Magengasse schon im 14. Jh. erwähnt. Außenwände wohl 15. Jh.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1591 - 1592)
Erneuerung der Kelter 1592 (d, i)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1848 - 1849)
Einrichtung einer Wohnnutzung 1849 (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1925 - 1927)
Einrichtung einer Wagnerei im EG um 1926
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
einblenden

Besitzer(94): Ehem. Stiftskelter Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
ausblenden

Fotos

Ansicht der Kelter von Nordwesten / Ehem. Stiftskelter in 71737 Kirchberg an der Murr
Inschriftentafel von 1592 / Ehem. Stiftskelter in 71737 Kirchberg an der Murr

ausblenden

Zugeordnete Dokumentationen

  • Überarbeitung und Ergänzung bestehender Bestandspläne. Archivalische Forschungen. Dendrochronologische Datierung. Erstellung von Bauphasenplänen.
ausblenden

Beschreibung(94): Ehem. Stiftskelter Beschreibung

Umgebung, Lage: Die ehem. Stiftskelter liegt südlich der Kirche in Mitten des Ortes. Die Kelter liegt zwischen der Magengasse und dem östlich anschließenden Magenhof.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Kelter/ Trotte
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Bei dem Gebäude handelt es sich um einen eingeschossigen, langgestreckten Baukörper mit Satteldach. Der südlichen Teil der Kelter wurde in der Mitte des 19. Jh. mit Zwerchhäusern versehen und für eine Wohnnutzung umgebaut.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Hallenstruktur mit jüngeren Wohnhaus-Einbauten. Der rechteckige Baukörper ist in Nord-Süd-Richtung orientiert, wobei im südlichen Drittel im 19. Jh. eine kleinteiligere Struktur eingerichtet wurden. Im nördlichen Bereich dominiert der stützenfreie Grundriss der ehem. Kelter mit ihrem Hängewerk.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Aufgrund der Um- und Einbauten des 19. Jh. gibt es im Bereich der Wohnung Verformungen der Decke und eine leichte Ausbauchung der südlichen Außenwand. Der Erhaltungszustand der ehem. Kelter im Allgemeinen ist jedoch als gut anzusehen.
Bestand/Ausstattung: Lediglich aus der Umbauphase des 19. Jh. sind noch einige Fenster und Türen erhalten.
ausblenden

Konstruktionen(94): Ehem. Stiftskelter Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Hängewerk
  • Decken
    • Balkendecke
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Fenster
  • Mischbau
    • Außenwand aus Stein
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
Konstruktion/Material: Die Außenwände der Kelter wurden aus Bruchsteinmauerwerk aufgeführt. Der hallenartige Charakter des ehem. Kelterraumes wird durch eine Hängewerkkonstruktion erreicht.