Wohnhaus, mit abgegangener Scheune und Backhaus
ID:
202797365415
/
Datum:
29.04.2021
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Bei der Kirche |
| Hausnummer: | 21 |
| Postleitzahl: | 70794 |
| Stadt-Teilort: | Filderstadt |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Kreis: | Esslingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8116077012 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
| Geo-Koordinaten: | 48,6745° nördliche Breite, 9,2393° östliche Länge |
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Wohnhaus (70794 Filderstadt-Sielmingen, Bei der Kirche 15)
Wohnhaus, ehem. Zehntscheuer (70794 Filderstadt-Sielmingen, Bei der Kirche 17)
Wasch- und Backhaus, Bei der Kirche 21a (70794 Filderstadt-Sielmingen)
Wohnhaus, Hauptstraße 55 (70794 Sielmingen)
Wohnhaus, ehem. Zehntscheuer (70794 Filderstadt-Sielmingen, Bei der Kirche 17)
Wasch- und Backhaus, Bei der Kirche 21a (70794 Filderstadt-Sielmingen)
Wohnhaus, Hauptstraße 55 (70794 Sielmingen)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das Wohnhaus wurde 1676/77 (d) errichtet. Die ursprünglich quer zum Wohnhaus orientierte Scheune, die in die 2. Hälfte des 17. bzw. Anfang des 18. Jahrhunderts datiert, wurde 1998 abgebrochen. Ein ebenfalls zum Hof gehörendes Wasch- und Backhaus aus dem Jahr 1811 wurde 1988 in das Freilichtmuseum nach Beuren versetzt.
1. Bauphase:
(1650 - 1710)
(1650 - 1710)
Errichtung Scheune
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Scheune
2. Bauphase:
(1676 - 1677)
(1676 - 1677)
Erbauung Wohnhaus (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
3. Bauphase:
(1811)
(1811)
Errichtung Back- und Waschhaus
Betroffene Gebäudeteile:
keine
4. Bauphase:
(1988)
(1988)
Versetzung Waschhaus in FLM Beuren
Betroffene Gebäudeteile:
keine
5. Bauphase:
(1998)
(1998)
Abbruch Scheune
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzuntersuchung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Ursprüngliches Hakengehöft mit giebelständig zur Straße ausgerichtetem Wohnhaus und bis zu deren Abbruch quer dazu orientierter, traufständiger Scheune und Wasch- und Backhaus.
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Zweigeschossiges, weitgehend verputztes Wohnhaus mit Satteldach; das straßenseitige Erdgeschoss ist massiv aus Sandsteinquadern errichtet, das Obergeschoss besteht aus Fachwerk und kragt giebelseitig vor.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Abbruch Scheune 1998; Translozierung Wasch- und Backhaus 1989.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Mischbau
- Obergeschoss(e) aus Holz
- Dachform
- Satteldach
- Steinbau Mauerwerk
- Quader
Konstruktion/Material:
Hakengehöft
Wohnhaus
Zweistöckiges Fachwerkhaus mit zweigeschossigem Satteldach. Das nahezu ungestört erhaltene Dachwerk besitzt im 1. DG einen vollständig verzapft ausgeführten Dachstuhl. An den Außenwänden zeigt er sich als dreifach stehender Stuhl, während die Innengebinde sich aus einer Kombination von liegendem und einfach stehendem Stuhl zusammensetzen. Zusätzliche Stützen, die annähernd senkrecht mit Versatz unter die liegenden Stuhlständer gezapft wurden, ermöglichten den Verzicht auf Spannriegel. Im 1. DG sind insgesamt drei von der mittleren Erschließungszone aus zugängliche Kammern untergebracht. Die beiden straßenseitigen Kammern wurden durch eine Längswand voneinander getrennt. Die nördliche Kammer ist nur von der südlichen Klammer aus durch eine Türe in der Trennwand zugänglich. Die schmalere östliche Zone bot Raum für eine dritte, quergelagerte Kammer. Das Fachwerk der Giebelwände ist rein konstruktiv gehalten, Zierelemente fehlen. Dennoch dürfte das Fachwerk ursprünglich sichtbar gewesen sein. Von der ursprünglichen Ausstattung von 1676/77 hat sich neben einem Schiebeladen am Rückgiebel die Wendebohlentüren der Kammern erhalten. Sie unterscheiden sich in nichts von Schiebeläden und Türblättern des 15. Jahrhunderts und weisen dadurch eindrucksvoll auf die Langlebigkeit bewährter Formen hin.
Scheune (abgegangen)
Die zugehörige, 1998 abgebrochene Scheune könnte im gleichen Zeitraum wie das Wohnhaus entstanden sein. Auf älteren Fotografien erkennt man das ursprüngliche Sichtfachwerk des Südgiebels mit paarweise an den Stuhlständern angeordneten, geraden 2/3 Fußstreben. Auf einer anderen Aufnahme im Sielminger Ortsbuch (S.261) ist die Unterfirstkonstruktion des 2. DG überliefert. Der vermutlich zweischiffig, dreizonige Unterbau wurde über einem gewölbtem Keller errichtet.
Backhaus: 1990 neu erbaut.
Vorgängerbau: Back- und Waschhaus von 1813, 1988 ins Freilichtmuseum nach Beuren versetzt.
Wohnhaus
Zweistöckiges Fachwerkhaus mit zweigeschossigem Satteldach. Das nahezu ungestört erhaltene Dachwerk besitzt im 1. DG einen vollständig verzapft ausgeführten Dachstuhl. An den Außenwänden zeigt er sich als dreifach stehender Stuhl, während die Innengebinde sich aus einer Kombination von liegendem und einfach stehendem Stuhl zusammensetzen. Zusätzliche Stützen, die annähernd senkrecht mit Versatz unter die liegenden Stuhlständer gezapft wurden, ermöglichten den Verzicht auf Spannriegel. Im 1. DG sind insgesamt drei von der mittleren Erschließungszone aus zugängliche Kammern untergebracht. Die beiden straßenseitigen Kammern wurden durch eine Längswand voneinander getrennt. Die nördliche Kammer ist nur von der südlichen Klammer aus durch eine Türe in der Trennwand zugänglich. Die schmalere östliche Zone bot Raum für eine dritte, quergelagerte Kammer. Das Fachwerk der Giebelwände ist rein konstruktiv gehalten, Zierelemente fehlen. Dennoch dürfte das Fachwerk ursprünglich sichtbar gewesen sein. Von der ursprünglichen Ausstattung von 1676/77 hat sich neben einem Schiebeladen am Rückgiebel die Wendebohlentüren der Kammern erhalten. Sie unterscheiden sich in nichts von Schiebeläden und Türblättern des 15. Jahrhunderts und weisen dadurch eindrucksvoll auf die Langlebigkeit bewährter Formen hin.
Scheune (abgegangen)
Die zugehörige, 1998 abgebrochene Scheune könnte im gleichen Zeitraum wie das Wohnhaus entstanden sein. Auf älteren Fotografien erkennt man das ursprüngliche Sichtfachwerk des Südgiebels mit paarweise an den Stuhlständern angeordneten, geraden 2/3 Fußstreben. Auf einer anderen Aufnahme im Sielminger Ortsbuch (S.261) ist die Unterfirstkonstruktion des 2. DG überliefert. Der vermutlich zweischiffig, dreizonige Unterbau wurde über einem gewölbtem Keller errichtet.
Backhaus: 1990 neu erbaut.
Vorgängerbau: Back- und Waschhaus von 1813, 1988 ins Freilichtmuseum nach Beuren versetzt.


