Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehemalige Pulverfabrik

ID: 201095201413  /  Datum: 13.07.2017
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Neckartal
Hausnummer: keine
Postleitzahl: 78628
Stadt-Teilort: Rottweil

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Rottweil (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8325049025
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: Kath. Pfarrkirche St. Johannes, Hanauer Straße 38
2. Beinhaltet Bauteil: Ehem. Verwaltungsgebäude, Neckartal 100
3. Beinhaltet Bauteil: Unteres Schwarzpulverwerk, Neckartal 116
4. Beinhaltet Bauteil: Ehem. Nitrieranlage, Neckartal 147
5. Beinhaltet Bauteil: Ehem. Spulerei, Nekartal 171
6. Beinhaltet Bauteil: Ehem. Pumpenhaus, Neckartal 207
7. Beinhaltet Bauteil: Kraftwerk (ehem. Pulverfabrik), Neckartal 68

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Bereits seit 1727 bestand in Rottweil eine Pulvermühle, deren Standort die später sogenannte Obere Mühle war. Diese wurde 1817 durch die Firma "Burkard & Flaiz" aufgekauft und deckte lange Zeit den Bedarf des kgl.-württembergischen Arsenals. 1840 wurde in der flussabwärts gelegenen Unteren Mühle die Pulverfabrikation "Flaiz & Linsenmann" gegründet.
1853 vereinigte sich der Pulverproduzent Flaiz mit dem Apotheker Wilhelm Heinrich Duttenhofer zur Firma "Flaiz & Duttenhofer" und führten mit der Unteren Mühle die größte Pulvermühle in Baden-Württemberg. 1857 wurde die hinzuerworbene Obere Pulvermühle stillgelegt. 1863 übernahm Max Duttenhofer das Unternehmen. Die Entwicklung von rauchlosem Pulver sicherte in der Folge bedeutende Großaufträge und ermöglichte den Vertrag zwischen der Pulverfabrik mit dem deutschen Kriegsministerium. Mit dem Aufschwung des Betriebs folgte der Ausbau mit zahlreichen Neubauten, der im Ersten Weltkrieg mit dem steigenden Bedarf an Militärpulvern seinen Höhepunkt erreichte (Jagdpatronenfabrik 1911-15; Säurefabrik 1901-03, 1912; Ausbau Ätherfabrik seit 1888; Kraftwerk 1916; Walzenwehr 1916; Korrektur des Neckarlaufs 1916; Werkstätten 1916).
Bereits im 19. Jahrhundert entstanden flussabwärts mehrere Pulverlager, die mittels der Drahtseilbahn mit dem Werk verbunden wurden.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden die Anlagen zur Militärpulverproduktion demontiert und Gebäude für die Herstellung von Viskose umgenutzt. Im Zweiten Weltkrieg stieg die Pulverproduktion zwar wieder an, aber die Kunstseidenproduktion für die Fertigung von Fallschirmen für die Luftwaffe überwog.
Die Gebäude der Anlage wurden während des Zweiten Weltkrieges nur wenig in Mitleidenschaft gezogen. Eine Explosion im Jahr 1942 beschädigte jedoch den Bereich der südöstlichen Fabrik schwer. Nach 1945 erfolgte abermals eine Demontage der Produktionsanlagen für militärisches Schießpulver. Die Erzeugung von Jagdpatronen blieb bestehen. Die frühere Ätherfabrik wurde dafür umgebaut, bevor sie an die Dynamit AG verkauft wurde. Die 1948 gegründete Firma Rottweiler Kunstseidefabrik AG baute die Viskoseproduktion weiter aus. 1967 wurde die Rottweiler Kunstseidefabrik AG der Rhodia AG untergliedert, deren Schwerpunkt die Nylonherstellung war, so dass die Viskoseproduktion vollständig eingestellt wurde. 1994 wurde die Produktion im Werk eingestellt.

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Publikationen und Konzepte zur ehem. Pulverfabrik

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die ehem. Pulverfabrik befindet sich in dem heute sog. Gewerbepark Neckartal, der sich am Nordrand Rottweils entlang des Neckars erstreckt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Industrieanlage, Fabrik
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Bauwerke und Ausstattung der ehemaligen Pulverfabrik und der nach dem Ersten Weltkrieg folgenden Kunstfaserfabrik stellen eine Sachgesamtheit dar. Zur Sachgesamtheit gehören:

1. Königsstraße 1, "Villa Duttenhofer", ehem. Direktorenvilla
2. Oberndorfer Straße 65/67, 75/77, 81/83, 84/85, Doppelwohnhäuser für Angestellte
3. Brunntäle 11/13 und 15/17, Doppelwohnhäuser für Angestellte
4. Neckartal 2/3, Doppelwohnhaus, sog. Meisterhaus VI errichtet 1916/17
5. Neckartal 4, ehem. Ökonomiegebäude - Spitalmühle, errichtet 1916/17
6. Neckartal 21, 22, 24, 25, 28, 29, 31, Ätherfabrik" mit Pförtnerhaus, Ätherfabrik von 1916/17
7. Neckartal 52, Pförtnerhaus
8. Neckartal 67, ehem. Inspektorenwohngebäude
9. Neckartal 92, ehem. Beamtenspeisehaus
11. bei Neckartal 92, "Brückenanlage mit Stauwehr"
12. Neckartal 93, 94, 95, ehem. "Jagdpatronenfabrik" mit Wehr- und Kraftanlage, Materialmagazin und Toilettenhaus.
13. Neckartal 100, "Verwaltung"
14. Neckartal 101, "Umspannstation"
15. Neckartal 103, Garagen, Reparatur, Konstruktion
16. Neckartal 116, 119, 120, Reste des Unteren Schwarzpulverwerkes aus der Mitte des 19. Jh.
17. Neckartal 126, "Wasseraufbereitung"
18. Neckartal 127, 129, Turbinenhaus mit Einrichtung und "Walzenwehr"
19. Neckartal 130, "Pförtnerhaus"
20. Neckartal 137, "Werkstattgebäude"
21. Neckartal 142, "Mechanische Werkstatt"
22. Neckartal 147, "Nitrieranlage"
23. Neckartal 152, "Schießwollezwischenlager"
24. Neckartal 153, "Schlafsaalgebäude" mit älterem Kern.
25. Neckartal 154, "Maschinen- und Kesselhaus"
26. Neckartal 159, 160, "Jakobskirche" und Toilettenhaus
27. Neckartal 161, "Kantine"
28. Neckartal 167, "Verwaltungsgebäude", sog. Badhaus
29. Neckartal 172, "Chemisches Laboratorium"
30. bei Neckartal 172, "Duttenhofer Denkmal"
31. Neckartal 177, "Museum"
32. Neckartal 180, "Labor"
33. Neckartal 185, "Dampfverteiler"
34. Neckartal 200, 201, 202, "ehem. Pulver, dann Kunstseide" vorderer Gebäuderiegel der Bauten mit Tonnendächern und Rundgiebel.
35. Neckartal 207, "Filter- und Pumpenhaus"
36. Neckartal 274, 275, "Betriebsgebäude mit Elektrowagenhalle"
37. Neckartal 314/15 "Verwaltungsgebäude" und "Küferei"
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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