Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus, ehem. Kapelle

ID: 187486451610  /  Datum: 23.02.2024
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Marienstraße
Hausnummer: 12
Postleitzahl: 72160
Stadt-Teilort: Bildechingen

Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Freudenstadt (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8237040006
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Ehem. Zehntscheuer, Kappelstraße 14 (72160 Bildechingen)
ehem. Armenhaus (72160 Horb am Neckar, Bildechingen, Marienstraße 4)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Dem Wohnhaus geht eine vorherige Nutzung als Kapelle voraus, deren Baukörper in seiner Breite sowie der Trauf- und Firsthöhe dem heutigen Wohnhaus entsprach, aber etwas weiter nach Westen reichte.
Die Kapelle entstand in mindestens zwei Bauperioden. Vermutlich wurde sie im 13./ 14. Jahrhundert erbaut. Die letzte Bauperiode lässt sich im dendrochronologisch datierten Dach auf 1738 (d) bestimmen. Zeitgleich oder auch im Zuge eines früheren Umbaus erfolgte die Erhöhung des Mauerwerks um ca. 1,15 m.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle in mehreren Bauabschnitten zum heutigen Wohhaus umgebaut. Dabei ging die ältere Bausubstanz in weiten Teilen verloren. Ab 1950 erfolgte nochmals ein Umbau am Wohnhaus.


1. Bauphase:
(1200 - 1399)
Erbauung der Kapelle möglicherweise im 13./ 14. Jahrhundert; Anhaltspunkte dafür aufgrund zweier nah beeinander stehender, sehr schmaler Spitzbogenfenster.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf

2. Bauphase:
(1738)
2. Bauphase der Kapelle: Abzimmerung des Daches (d) und der Erhöhung des Mauerwerks um 1,15 m; das ehem. Kapellendach von 1738 ist mit Ausnahme des westlichen Ende noch fast vollständig erhalten. Von der Kapelle aus dieser Zeit stammen ebenfalls die ganze Ostwand im OG, das Ostende der Südwand und ein kleiner Abschnitt der Nordwand.
Die Erhöhung der Kapelle erfolgte entweder zeitgleich oder bereits zu einem früheren Zeitpunkt (für letztere Vermutung würde die Wiederverwendung des schmalen Spitzbogenfensters an der Ostwand sprechen, das bei der Erhöhung der Kapelle in der Wandmitte wieder eingesetzt wurde, und das vermutlich nicht zum barocken Umbau der Kapelle passt).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1800 - 1810)
Profanierung der Kapelle; der Bau wurde im Westen um etwas 1,5 m gekürzt (Hinweise im Dachwerk erkennbar), die Südwand des OG wurde fast in der gesamten Länge abgebrochen und wieder neu aufgemauert. Für die Nutzung als Wohnhaus wurde eine Zwischendecke eingezogen, die beiden Geschoss wurden durch Wände unterteilt und neue Fenster eingebrochen.
In das 19. Jh. lassen sich auch die schlicht gefaßten Rechteckfenster datieren.
Nutzung des Wohnhauses bis 1950:
OG als Wohngeschoss genutzt; Längwand teilte die OG-Fläche in zwei Schiffe, von denen das schmalere nördliche die Küche (im Westen) und den Flur (im Osten) aufnahm; im südlichen Schiff Stube im Westen und zwei Kammern in der Mitte und im Osten.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein

4. Bauphase:
(1950)
Umbau nach 1950 mit Veränderung der Raumgrößen durch geringfügiges Verschieben der meisten Wände, unter Beibehaltung der Raumordnung. In der Südwand wurden vier der fünf hochrechteckigen Fenster durch zwei breite, querrechteckige Fenster ersetzt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gehöft Marienstraße 12 liegt am Nordrand des historischen Ortskerns von Bildechingen, giebelständig an der östlichen Seite der Marienstraße. Im Osten schließt an das Wohnhaus eine neuere Scheune an, die sich in Richtung Norden etwas verbreitert.
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Wohnhaus besitzt zwei Geschosse über einer Grundfläche von 11,8 m x 7,6 m. Den oberen Abschluss bildet ein steiles, zweigeschossig unterteiltes Satteldach. Die nördliche Traufseite wird bis zur Hälfte von einem zweigeschossigen Anbau mit Schleppdach verdeckt, welcher mit seiner Nordseite in der Flucht der Scheune steht.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
  • Decken
    • Balkendecke
    • Lehmwickeldecke
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Kehlbalken, Kreuzbänder, Sparrenstreben etc.
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, l. geb. allgemein
Konstruktion/Material:
Das Dach ist aus Nadelholz abgezimmert und als Sparrendach mit Kehlbalkenlage konstruiert, die von einem liegenden Stuhl unterstützt wird. Die Sparren zeigen eingebeilte römische Zahlzeichen.
Der Ostgiebel besteht aus Fachwerk mit Bruchsteinausmauerung; das westliche Giebeldreieck besteht aus Bruchsteinmauerwerk.
Laut Befunduntersuchung bestehen die Umfassungswände aus Bruchsteinmauerwerk; bei der Decke handelt es sich um eine Holzbalkendecke Nord-Süd.

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