Bandhaus (Schloß Presteneck)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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ehem. Armenhaus

ID: 171213409272  /  Datum: 24.09.2007
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Marienstraße
Hausnummer: 4
Postleitzahl: 72160
Stadt-Teilort: Horb am Neckar, Bildechingen

Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Freudenstadt (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8237040006
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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Wohnhaus, ehem. Kapelle ( 72160 Bildechingen, Marienstraße 12)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Haus wurde 1731 (d) erbaut. Aus dieser Zeit stammen allerdings nur noch die Decken, die inneren Zwischenwände und das Dachwerk. Die Umfassungswände im 19. Jahrhundert - größtenteils massiv - erneuert.
Trotz der eingeschränkten Untersuchungsmöglichkeiten kann der heutige Grundriss des Obergeschosses mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als der des ersten Bauzustandes angesehen werden.
Das Haus nimmt mit seinem Alter keine Sonderstellung im Baubestand des Ortes und der Umgebung ein. Geschmälert wird die Aussagekraft des Gebäudes noch durch die vollständige Erneuerung seiner Umfassungswände, die es äußerlich zu einem Bau des 19. Jahrhundert gemacht haben.


1. Bauphase:
(1731)
Errichtung des Gebäudes. Vermutlich wurde es als bäuerliches Wohnhaus mit land- und hauswirtschaftlich genutztem Erdgeschoss errichtet (d, Winterfällung 1730/31).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus

2. Bauphase:
(1800 - 1900)
Im 19. Jahrhundert wurden sukzessive alle Außenwände, ehemals aus Fachwerk, durch Bruchsteinmauerwerk ersetzt (s). Vermutlich wurde das Gebäude zu dieser Zeit als Armenhaus umgenutzt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Armenhaus

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Gesamtansicht Süd-West / ehem. Armenhaus in 72160 Horb am Neckar, Bildechingen
Grundriss Obergeschoss / ehem. Armenhaus in 72160 Horb am Neckar, Bildechingen

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorisches Kurzgutachten

Beschreibung

Umgebung, Lage:
In der Mitte des Ortskerns von Bildechingen, auf der Ostseite der Marienstraße, nördlich der Einmündung in die Lindenbrunnenstraße liegt das Gebäude. Es ist freistehend und liegt traufständig an der Straße. Das dazugehörige Grundstück ist sehr klein. Die Firstlinie verläuft in Nordsüdrichtung.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Armenhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der rechteckige Baukörper mit steilem Satteldach ist ca. 10.7m lang und ca. 9.3m tief. Er besitzt zwei Vollgeschosse, ein Dachgeschoss und einen Spitzboden. Unter dem nordwestlichen Viertel des Gebäudes befindet sich ein kleiner Keller.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Durch eine Querwand wird das Erdgeschoss etwas südlich der Mitte in zwei Hälften geteilt. In der südlichen Hälfte ist heute die Gemeinschaftskühlanlage des Ortes, in der nördlichen die öffentliche Waage. Die vertikale Erschließung erfolgt über einen schmalen Hausflur in der Südostecke des nördlichen Raums.
Der Grundriss im Obergeschoss entspricht - mit geringfügigen Variationen - einem gängigen Typus: Die südliche und die mittlere Zone bilden die Grundwohneinheit wobei Flur und Küche die mittlere, Stube und Kammer die südliche Zone einnehmen. Die Stube liegt im gleichen (westlichen) Schiff wie die Küche, um den Stubenofen an den Rauchabzug des Herdfeuers anschließen zu können.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Mischbau
    • Außenwand aus Stein
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
Konstruktion/Material:
Die Umfassungswände bestehen aus Bruchsteinmauerwerk unterschiedlicher Stärke. Die inneren Zwischenwände sind im Erdgeschoss größtenteils ebenfalls massiv aus Bruchstein gemauert.
Im Obergeschoss sind sie als Fachwerkwände ausgeführt.
Das Dachwerk ist einheitlich aus Nadelholz abgezimmert und als Sparrendach mit einer Kehlbalkenlage und einem doppelten stehenden Stuhl konstruiert. Die Stuhlsäulen sind in die Querwände integriert, so dass keine weitere Queraussteifung erforderlich ist. Die Längsaussteifung bewirken kurze Kopfstreben zwischen Stuhlsäulen und Stuhlrähmen.

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