Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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ehemaliges Abtshaus, Schloss, Herrenhaus

ID: 181220359392  /  Datum: 23.02.2006
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Im Schloss
Hausnummer: 3, 4
Postleitzahl: 72074
Stadt-Teilort: Tübingen-Bebenhausen
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Tübingen (Landkreis)
Gemeinde: Tübingen
Wohnplatz: Bebenhausen
Wohnplatzschlüssel: 8416041002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei)

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabe

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Ehem. Zisterziensterabtei Bebenhausen, Ostflügel, Im Schloss 1 (72074 Bebenhausen)
Kapfscher Bau (Infirmerie) (72074 Tübingen-Bebenhausen, Beim Schloss)
Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) (72074 Tübingen-Bebenhausen, Beim Schloss)
Westflügel mit Winter- und Laienrefektorium (72074 Tübingen-Bebenhausen, Beim Schloss 1)
ehemalige Holz und Chaisen Remise (72074 Tübingen-Bebenhausen, Beim Schloss 2)
Ehem. Klosterkirche (72074 Tübingen-Bebenhausen, Im Schloss 2)
Kasernenhof, Werkstattgebäude, Kasernenhof 14 (72074 Tübingen-Bebenhausen)
Kasernenhof, Scheune, Kasernenhof 6, 8 (72074 Tübingen-Bebenhausen)
Schreibturm (Inneres Tor), Schreibturm (72070 Tübingen-Bebenhausen)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

König Friedrich I. (1806-16) von Württemberg löste die traditionsreiche theologische Schule in Bebenhausen auf. Da er Gefallen an der Anlage fand, ließ er sich einen Teil, das ehemalige Abtshaus, ab 1807 als Jagdschloss ausbauen, während weite Teile des Klosters verfielen und verschiedene Teile in bürgerlichen Besitz übergingen und als z.B. Schreinerei oder Lagerräume genutzt wurden.
Bebenhausen wird nun zum Mittelpunkt prunkvoller Hofjagden, die Jagdgäste wohnen u.a. in den Zellen des ehemaligen Dormitoriums.
Sein Sohn, König Wilhelm I.(1816-64), hingegen übertrug 1819 Bebenhausen dem württembergischen Staat und hielt sich selten im Schloss auf. Gegen Ende seiner Regierungszeit gebot er jedoch dem fortschreitenden Verfall der Klosteranlage Einhalt, indem er Restaurierungsmaßnahmen ergreifen ließ.
Schloss Bebenhausen erlebte unter König Karl (1864-91) eine erste Blüte. Er ließ für sich und seine russische Gemahlin das Obergeschoss des ehemaligen Klostergästehauses im historistischen Stil einrichten Die angrenzende ehemalige Abtsküche wurde zum Appartement umgebaut. Auch die Kirche wurde nach der Restaurierung 1885 wieder eingeweiht.
König Wilhelm II. (1891-1921) war leidenschaftlicher Jäger und bewohnte mit seiner Gemahlin Charlotte Schloss Bebenhausen häufig. Auch sie fügten weitere Um- und Ausbauten hinzu: So wurde 1892/93 die Bruderhalle neugebaut, die Hofküche 1898 in das ehemalige Klosterkrankenhaus verlegt und diese ehemalige Infirmerie für das Hofgefolge zum „Neuen Bau“ umgebaut. Hier entstand auch eine moderne Küche. Wilhelm II. sorgte auch für die Modernisierung des Appartements der Königin, deren Badezimmer die Schlossbesucher auch heute noch bewundern können. 1918 zogen sich Wilhelm und Charlotte ganz auf Schloss Bebenhausen zurück.
Seit 1986 sind die königlichen Wohnräume mit ihrer originalen Ausstattung als Schlossmuseum für Besucherinnen und Besucher geöffnet.


1. Bauphase:
(1515)
Errichtung des Gästehauses zwischen 1515 (d) und 1532 (i)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Klausur-, Wohngebäude
    • Kloster, allgemein

2. Bauphase:
(1870)
Umbau zum Schloss
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Residenz- und Hofhaltungsbauten
    • Schloss

3. Bauphase:
(1985)
Nutzung als Museum
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Museum/Ausstellungsgebäude

Besitzer

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

keine

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Im inneren Klosterkomplex nördlich der Klausur gelegen.
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
  • Schlossanlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Museum/Ausstellungsgebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der aus zwei Gebäudteilen bestehende L -förmige Baukörper mit einem steinernen Treppenturm vor der Westwand bildet zusammen mit der ehemaligen Infirmerie eine dreiseitig geschlossene Hofanlage.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Im Erdgeschoss befindet sich eine große Halle, die durch zwei Reihen mächtiger Holzständer in drei Schiffe unterteilt wird. Der Zugang zu den Repräsentationsräumen des Schlosses erfolgt über einen Vorraum und eine zum Kapffschen Bau führenden Korridor. Im Obergeschoss herrschaftliche Privatappartements.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Der Baukörper und die historistische Inneneinrichtung des Schlosses von König Karl sind Zeugnisse der wechselnden Nutzungsgeschichte des Klosters.
Bestand/Ausstattung:
Die Ausstattung von 1885-1889 ist in großen Teilen erhalten.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein
  • Dachform
    • Satteldach mit Schopfwalm (Krüppelwalm)
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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