Kloster Bebenhausen (ehem. Holz- und Chaisenremise)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Scheune

ID: 169951888412  /  Datum: 17.12.2014
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Bachgasse
Hausnummer: 16
Postleitzahl: 97941
Stadt-Teilort: Tauberbischofsheim

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Main-Tauber-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8128115015
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

1. Bauphase:
(1674 - 1675)
Errichtung der Scheune (d).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

Besitzer

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Kurze bauhistorische Analyse Dachwerk

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Scheune steht parallel zum Mühlenkanal.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Giebelständiger Scheunenbau.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zweischiffig und vierzonig in Firstrichtung gegliedert mit Einfahrt im linken Schiff. Diese Gliederung wiederholt sich im Dach.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Verwendete Materialien
    • Ziegel
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Stehende und geneigte Quer- und Längsbünde
    • Unter-, Überzüge, Pfetten
Konstruktion/Material:
Das tragende Dachgerüst bildet eine liegende Stuhlkonstruktion in Kombination mit stehenden Stuhlständern. Bis auf wenige Ausnahmen besteht das gesamte Holzwerk aus Eichenholz. Soweit erkennbar, handelt es sich ausschließlich um wiederverwendete Bauhölzer älterer, zum Teil mittelalterlicher Zeitstellung.
Die Ausnahmen beziehen sich auf die beiden äußeren Pfetten des 1. Dachstocks und auf die Dachlattung. Die beiden Pfetten sind aus Kiefernholz und durchlaufen den Baukörper in einer Länge. Anders als die restlichen Bauhölzer zeigen sie keine zimmerungstechnischen Merkmale, die auf eine ehemals ältere Verbauung hinweisen.

Dachdeckung:
Hinsichtlich der Dacheindeckung sind zwei verschiedene Ziegelarten zu unterscheiden: Auf der linken Dachfläche handelt es sich ausschließlich um Biberschwanzziegel. Die rechte Dachfläche zeigt von der Traufe bis zur Pfette des 2. DGs Falzziegel, darüber sind Biberschwanzziegel verlegt.
Unmittelbar unter dem First liegen die Biberschwanzziegel auf der alten Lattung. Die mit L1 bezeichneten Abschnitte sind beidseitig erhalten und erstrecken sich über die gesamte Scheunenlänge. Die Abstände der Dachlatten (OK-OK) betragen 25-26 cm, die Abmessungen der Ziegel schwanken von 34,5-36 cm in der Länge und zwischen 16,5-19 cm in der Breite.
Auf der rechten Dachfläche ist ein weiterer Abschnitt mit Kronendeckung vorhanden. Der mit L2 bezeichnete Bereich unterscheidet sich vom Abschnitt L1 durch seine Dachlattung. Im Vergleich zu L1 handelt es sich um eine moderne gesägte Lattung mit Abständen von 31 cm.
Eine industriell hergestellte Lattung besitzt auch die dritte Ziegelfläche. Hier betragen die Lattenabstände 34 cm. Nach diesen Beobachtungen ist davon auszugehen, dass die heutige Dacheindeckung das Ergebnis einer jüngeren Umdeckung ist. Allenfalls die Dachflächen (L1) sind einer älteren Bausituation zuzuschreiben.
Bei der erwähnten Umdeckung wurden große Bestände der Altlattung entweder als Abtrennung oder z.B. als provisorische Zwischenebene zweitverwendet.
Der zuletzt genannte Bestand wurde teilweise für die dendrochronologische Datierung ausgewertet. Dabei ergab schon die Probenentnehme, dass es sich bei der Dachlattung offensichtlich ausschließlich um Kiefernhölzer handelte. Im Vergleich mit den gleichfalls kiefernen Pfetten stieg so die Chance einer erfolgreichen Datierung verbunden mit dem möglichen Ergebnis, dass die Lattung aus der Zeit der Scheunenerbauung stammt. Die erzielten Dendro-Daten bestätigten diese Vermutung.

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