Kloster Bebenhausen (ehem. Holz- und Chaisenremise)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Friedhofsmauer

ID: 169562116017  /  Datum: 04.04.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Mühlegraben
Hausnummer: 1-3
Postleitzahl: 79271
Stadt-Teilort: St. Peter

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8315095013
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,0177° nördliche Breite, 8,0331° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Nach den Angaben aus der Literatur und den geschilderten Baubefunden stellt sich die Baugeschichte der Friedhofsmauer so dar: 1628 wurde der Friedhof angelegt und 1846 erweitert. 1964 ersetzte man die Umfassungsmauer in weiten Teilen durch eine neue aus Beton. Um ihr ein historisches Erscheinungsbild zu verleihen, wurde sie verputzt. Von der alten Bruchsteinmauer verblieb nur das kurze Stück am Gefallenendenkmal. 1967 wurde die Einsegnungshalle fertiggestellt.


1. Bauphase:
(1628)
Anlegung Friedhof
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Sepulkralanlagen
    • Friedhof
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein

2. Bauphase:
(1846)
Erweiterung Friedhof
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau

3. Bauphase:
(1964)
Ersetzung Friedhofsmauer durch Beton
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Betonbau
  • Verwendete Materialien
    • Putz

4. Bauphase:
(1967)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sepulkralanlagen
    • Einsegnungshalle

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Grundrissplan / Friedhofsmauer in 79271 St. Peter (2017 - Stefan King)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Anmerkungen zur Bausubstanz

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Der Friedhof befindet sich nordöstlich der ehemaligen Abtei Sankt Peter, getrennt durch den Mühlegraben.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sepulkralanlagen
    • Friedhof
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Umfassungsmauer des Friedhofs hat die Form eines Rechtecks mit abgeschnittenem nordwestlichem Eckbereich in Rücksicht auf den Straßenverlauf. Östlich schließt sich eine jüngst angelegte Erweiterungsfläche an. An den nördlichen Mauerzug stößt eine den Gefallenen beider Weltkriege gewidmete Gefallenenkapelle in der Form eines offenen Kapellenraums. Durch Nivellieren der südlich entlangführenden Gasse und im Bereich der Aussegnungshalle erscheint die Mauer dort recht niedrig.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Ehem. Bruchsteinmauer bis auf kleinen Abschnitt am Gefallenendenkmal durch Betonmauer ersetzt und verputzt.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Betonbau
    • Bruchstein
Konstruktion/Material:
Die Mauer setzt sich im Wesentlichen aus mehreren Abschnitten zusammen, die sich durch zwei unterschiedliche Bauweisen unterscheiden lassen: zum einen eine Errichtung aus Stampfbeton mit Putzauftrag, zum anderen aus großen Steinbrocken lokaler Herkunft (Gneis?) mit einem großen Anteil Magerbeton in den Zwischenräumen ohne Verputz. Der Stampfbeton findet sich über die westlichen zwei Drittel der Umfassungsmauer, die Steinbrocken im verbleibenden östlichen Drittel. Innerhalb der talseitigen Nordmauer ist im Abstand von 11,7 m von der Nordostecke auf der Außenseite eine Stoßstelle erkennbar. Es handelt sich um eine Eckausbildung, woran der Steinbrocken-Magerbeton-Verband stumpf anschließt. Allerdings ist der Eckverband nicht Bestandteil der Stampfbetonmauer, sondern besteht aus anderem Material und tritt einige Zentimeter hinter die Mauerflucht zurück. Dies lässt vermuten, dass es sich um eine ältere Ecke handeln dürfte, die von der Vorgängermauer übriggeblieben ist. Innerhalb der bergseitigen Südmauer ist keine Entsprechung zu erkennen. Doch sofern sie in gleichem Abstand von der Südostecke gelegen hat, wurde sie
durch die Lücke vor der Aussegnungshalle gestört. Dessen ungeachtet ist davon auszugehen, dass das östliche Drittel der Umfassungsmauer auf eine Erweiterung des Friedhofs zurückgeht. Innerhalb beider Bauweisen finden sich stumpfe Stoßfugen, ohne dass sich dort die Bauweise ändert, wonach es sich um Dehnfugen handeln dürfte.
Eine historische Fotografie (siehe: Literatur und Bildquelle) zeigt diese Situation, denn der Abgleich mit den Baulichkeiten des Klosters lässt erkennen, dass hier der Zustand vor der Erweiterung wiedergegeben ist.
Ein weiterer Mauerabschnitt mit Steinbrocken umfasst etwa die westliche Hälfte der nordwestlichen Schrägseite. Sie bildet mit der östlichen Hälfte einen leichten Knick, was zur Vermutung führt, dass der Eckbereich abermals abgeschnitten und neu geschlossen wurde. Anlass hierzu gab augenscheinlich die Anlage des Fußwegs neben der Straße. Auf der genannten Fotografie ist dieser Bereich von Bäumen verdeckt.
Über die Breite des Gefallenendenkmals ist älteres Bruchsteinmauerwerk zu finden. Da das Gebäude der Mauer aufsitzt, ließ man diesen Abschnitt offenbar bestehen, als man den Rest durch Stampfbeton ersetzte. Demzufolge dürfte der Verlauf der Stampfbetonmauer dem Verlauf einer älteren Mauer entsprechen.

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