Bebenhäuser Klosterhof
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Bebenhäuser Straße |
| Hausnummer: | 15-29 |
| Postleitzahl: | 72074 |
| Stadt-Teilort: | Tübingen-Lustnau |
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| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Kreis: | Tübingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8416041013 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
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| Geo-Koordinaten: | 48,5344° nördliche Breite, 9,0769° östliche Länge |
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Objektbeziehungen
| Ist Gebäudeteil von: | |
| keine Angabe | |
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| Besteht aus folgenden Gebäudeteilen: | |
| 1. Beinhaltet Bauteil: | Bebenhäuser Klosterhof, ehem. Fruchtkasten (abgegangen), Bebenhäuser Straße 23 |
| 2. Beinhaltet Bauteil: | Bebenhäuser Klosterhof, ehem. Zehnt- und Meiereischeune |
Bauphasen
Der Bebenhäuser Klosterhof entstand wohl ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als befestigter Wirtschaftshof und wurde durch das nahe gelegene Zisterzienserkloster Bebenhausen als landwirtschaftlicher Versorgungsbetrieb unterhalten und in der Folge weiter ausgebaut und befestigt. Die Verwaltung der klösterlichen Besitze, die zahlreiche Äcker, Wiesen, Weinberge und Viehbestände umfassten, lag bis in das 15. Jahrhundert in den Händen eines Hofmeisters. Um 1540, nach der Reformation, verlagerte der herzogliche Klostervogt von Bebenhausen seinen Dienstsitz in den Klosterhof. Bis in das 19. Jahrhundert hinein verwalteten die württembergischen Vögte den Klosterhof und die weit verstreuten Ländereien, zogen Abgaben ein und verhängten Strafen.
Die Mehrzahl der Hofgebäude entstand vermutlich um 1500 unter Abt Johannes von Friedingen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts erfolgte die Erneuerung der Befestigungsanlagen mit Rund- und Rechtecktürmen. Aus dem Jahr 1685 (a) stammt das Amtshaus des Vogtes (Bebenhäuser Straße 17) im südlichen Zentrum des Hofes, das unter Einbezug der Mauerreste eines Vorgängerbaus errichtet wurde. Zeitgleich datieren auch die als Weinkeller genutzten und heute noch vorhanden Gewölbekeller der heutigen Bebenhäuser Straße 17/1. Die Zehnt- und Meierei-Scheune im nördlichen Bereich entstand 1811 als Speicherbau (Bebenhäuser Straße 29).
Die historischen Flurkarten des 19. Jahrhunderts und die Kiesersche Ansicht von 1683 belegen weitere Nebengebäude, die in Folge der Säkularisation und mit der Aufhebung des Klosteramts im Jahr 1805 nicht mehr notwendig waren und abgebrochen wurden. Mit dem Bau der neuen Staatsstraße nach Stuttgart um 1841, die mitten durch den Klosterhof gezogen wurde, wurde der östlichen Teil der Hofbebauung abgebrochen. Ein Teil des Hofes wurde an die Lustnauer Bürger verkauft, im ehem. Vogthaus wurde 1840 die „Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder“, das spätere Kinderheim „Sophienpflege“ eingerichtet, das bis 1969 bestand. Der Abbruch des ehemaligen Fruchtkastens datiert in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und dem frühen 20. Jahrhundert abgebrochen wurde. In den 1930er Jahren finden sich bereits Aktenvermerke über die Pläne für den Bau einer Tankstelle an dieser Stelle.
(1250)
- Klosteranlage
- allgemein
- Siedlung
- Randlage
Beschreibung
- Siedlung
- Stadt
Zonierung:
