Bebenhäuser Klosterhof, ehem. Fruchtkasten (abgegangen)
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Bebenhäuser Straße |
| Hausnummer: | 23 |
| Postleitzahl: | 72074 |
| Stadt-Teilort: | Tübingen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Kreis: | Tübingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8416041017 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Objektbeziehungen
| Ist Gebäudeteil von: | |
| 1. Gebäudeteil: | Bebenhäuser Klosterhof, Bebenhäuser Straße 15-29 |
|
|
|
| Besteht aus folgenden Gebäudeteilen: | |
| keine Angabe | |
Bauphasen
Bei Vorgängergebäude der heutigen Bebenhäuser Straße 23 handelt es sich vermutlich um den ehem. Fruchtkasten des Bebenhäuser Klosterhofes. Der Klosterhof entstand wohl ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als befestigter Wirtschaftshof, der durch das nahe gelegene Zisterzienserkloster Bebenhausen als landwirtschaftlicher Versorgungsbetrieb unterhalten und in der Folge weiter ausgebaut und befestigt.
Die Mehrzahl der Hofgebäude entstand vermutlich um 1500 unter Abt Johannes von Friedingen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts erfolgte die Erneuerung der Befestigungsanlagen mit Rund- und Rechtecktürmen. Für das Jahr 1685 (a) sind das Amtshaus des Vogtes (Bebenhäuser Straße 17) im südlichen Zentrum des Hofes und die als Weinkeller genutzten und heute noch vorhanden Gewölbekeller der heutigen Bebenhäuser Straße 17/1 belegt. Die Zehnt- und Meierei-Scheune im nördlichen Bereich entstand 1811 als Speicherbau (Bebenhäuser Straße 29).
Die historischen Flurkarten des 19. Jahrhunderts und die Kiesersche Ansicht von 1683 belegen weitere Nebengebäude, die in Folge der Säkularisation und mit der Aufhebung des Klosteramts im Jahr 1805 nicht mehr notwendig waren und abgebrochen wurden. Mit dem Bau der neuen Staatsstraße nach Stuttgart um 1841, die mitten durch den Klosterhof gezogen wurde,
wurde der östlichen Teil der Hofbebauung abgebrochen. Ein Teil des Hofes wurde an die Lustnauer Bürger verkauft, im ehem. Vogthaus wurde 1840 die „Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder“, das spätere Kinderheim „Sophienpflege“ eingerichtet, das bis 1969 bestand. Der Abbruch des ehemaligen Fruchtkastens datiert aus dem Vergleich der Flurkarten des 19. Jahrhunderts mit der Flurkarte aus dem Jahr 1922 zwischen die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und dem frühen 20. Jahrhundert. In den 1930er Jahren finden sich bereits Aktenvermerke über die Pläne für den Bau einer Tankstelle an dieser Stelle.
(1500 - 1683)
- Klosteranlage
- allgemein
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Speicher
(1853 - 1915)
Zugeordnete Dokumentationen
- Archivrecherche
Beschreibung
Zonierung:
Konstruktionen
- Dachform
- Satteldach
