Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 157806487011  /  Datum: 19.10.2010
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Spitalstraße
Hausnummer: 4
Postleitzahl: 79219
Stadt-Teilort: Staufen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8315108015
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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12345

Bauphasen

1. Bauphase:
(1600 - 1601)
Terminus ante für die Errichtung (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Systemskizze / Wohnhaus in 79219 Staufen, Staufen im Breisgau (01.09.1998 - Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
im Zentrum
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude ist mit seinen Umfassungswänden nicht in die benachbarte Bebauung eingebunden und steht mit seinen beiden freistehenden Traufwänden giebelständig zur Spitalstraße. Von hier erstreckt es sich über eine außergewöhnlich große Länge in Richtung Süden und sitzt mit seinem rückwärtigen Giebel der ehemaligen Stadtmauer auf. (Fortsetzung s. Konstruktion)
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
langer, viereckiger, an der Stadtmauer schräglaufender Baukörper
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • sonstige Kunststeine
    • Wacken/Kiesel
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
Konstruktion/Material:
Das über dem Sockelgeschoss liegende, über eine Außentreppe erschlossene Erdgeschoss ist über die gesamte Länge massiv, zeigt aber innerhalb der beiden Mauerzüge unterschiedliche Mauerstrukturen. Die ältesten Bereiche der annähernd 50 cm starken Hausmauern setzen erst mit deutlichem Abstand vom Straßengiebel an und lassen sich mit dem durch Ziegelanteile durchsetzten Wackenmauerwerk auf ca. halbe Gebäudelänge verfolgen.
Dagegen sind die Wände der Obergeschosstraufen im rückwärtigen Bereich mehrheitlich in Fachwerk ausgeführt, lassen sich aber infolge unterschiedlichster Reparaturabschnitte zeitlich nur schwer einordnen.
Der Straßengiebel ist insgesamt massiv aufgemauert. Er weist im Dachbereich drei ältere Fensteröffnungen auf und gehört nach den dendrochronologischen Untersuchungen des Holzwerkes in die Jahre 1600/01 (d).

Aus dem frühen 17. Jahrhundert stammt auch das Gebälk über dem Erdgeschoß. Hierbei handelt es sich um straßenparallel verlegte Balken mit beidseitigen Abfasungen und einem Bretteinschub als Deckenabschluss. Das Gebälk durchzieht die gesamte Hausbreite und liegt im Osten einem vor der Traufwand verlaufenden Streichbalken auf. Ergänzend dazu wurde das Gebälk durch eine innere Längswand unterstützt. Diese inzwischen abgebrochene Wand unterteilte die Erdgeschossbreite in zwei Raumeinheiten und hätte mit ihrem ursprünglichen Verlauf in das mittige, offensichtlich erst später angelegte Giebelfenster eingebunden..

Das über dem Unterbau aufgeschlagene Dachwerk erstreckt sich als einheitliche Konstruktion über die gesamte Gebäudelänge. Abgezimmert wurden 7 Querbinderachsen, die ausgehend vom südlichen Querbund über der Stadtmauer, mit den Abbundzeichen 1 bis 7 markiert sind. Die Querbinder sind als liegende Stühle mit sich überkreuzenden Andreasbändern unter den Dachschrägen ausgeführt. Am Straßengiebel liegen zwei bauzeitliche Dachkammern.
Nach den aufgenommenen Befunden ist der Dachraum in zwei Abschnitte mit jeweils drei Zonen zu unterteilen. Die Trennung erfolgt durch eine geschlossene Fachwerkwand, wobei der nördliche Dachabschnitt das Wohnhaus und der südliche Bereich den landwirtschaftlich genutzten Hausabschnitt eindeckte.

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