Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohn- und Geschäftshaus

ID: 147670513014  /  Datum: 21.08.2026
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Poststraße
Hausnummer: 13
Postleitzahl: 78315
Stadt-Teilort: Radolfzell

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335063019
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1774)
Das über einem mittelalterlichen Gewölbekeller errichtete Gebäude besitzt den Restbestand eines um 1774(d) zu datierenden Innengerüstes und schließt mit einem Dachwerk aus dem Jahres 1896(d) ab.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

2. Bauphase:
(1896)
Aus der Kernkonstruktion des Dachwerkes wurden drei Bohrproben für eine dendrochronologische Untersuchung entnommen. Deren Auswertung datiert das Dach in das Jahr 1896(d).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht der nördlichen Traufseite / Wohn- und Geschäftshaus in 78315 Radolfzell, Radolfzell am Bodensee (2026 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Ansicht der östlichen Giebelseite / Wohn- und Geschäftshaus in 78315 Radolfzell, Radolfzell am Bodensee (2026 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzdokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Eingebunden in die städtische Reihenbebauung handelt es sich bei dem untersuchten Gebäude um einen traufständig zur nördlich verlaufenden Poststraße ausgerichteten Massivbau mit beidseitigen Brandwänden im Westen und Osten.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Errichtet über einem mittelalterlichen, den östlichen Grundrissbereich einnehmenden Gewölbekeller, besitzt das Gebäude inclusive des Erdgeschosses drei Geschossebenen von denen die beiden oberen Geschosse in vertikaler Einheit zur Straße auskragen. Gleiches gilt auch für die beiden Brandwände, deren straßenseitigen Auskragungen über drei, gestaffelt vorspringende Werksteinkonsolen erfolgt. Mit seinem Westgiebel so die Straßenflucht übergreifend, ermöglichen kleine Fensteröffnungen den Einblick in die westliche Poststraße.
Den Abschluss bildet ein zweigeschossiges Dachwerk mit zusätzlichem Spitzboden in der Form eines Mansarddaches, wobei auf Höhe des 1. Dachgeschosses ein zur Straße ausgerichteter Ladegiebel ausgeführt ist.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die sich im 2. Obergeschoss abzeichnende Grundrissgliederung in drei Längszonen zeichnet sich auch im 1. Obergeschoss ab. Durch spätere Umbauten jedoch stark verändert, beschränkt sich der historische Bestand auf einige wenige Wandabschnitte.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Das tragende, aus Nadelholz errichtete Gerüst des 1. Dachgeschosses besteht aus einer Kombination von drei Querbünden und drei Längsbünden. Als stehende und auf Schwellen gegründete Tragachsen abgezimmert, gliederten sie den Dachraum in vier Quer- und zwei Längszonen. Am östlichen Fachwerkgiebel beginnend, sind die Querbünde durch die steigende Folge von ein bis drei Ausstichen gekennzeichnet, während die Längsbünde, beginnend an der Straßentraufe, durch ein bis drei Ruten markiert sind.
In der beschriebenen Kombination bildet das einheitlich konzipierte Traggerüst ein dreifach stehendes Stuhlgerüst mit kopfzoniger Quer- und Längsaussteifung aus, wobei die traufseitigen Stuhlständer eine zusätzliche Fußverstrebung in Querrichtung erhielten. Auf den Querbünden entlastet sich ein firstparalleles Gebälk.
Ursprünglich offen und als Lagerraum genutzt, wurde das 1. Dachgeschoss in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts partiell ausgebaut. In diesem Zusammenhang erfolgte nicht nur die Einbindung der bauzeitlichen Gerüstständer in die Wandaufbauten, parallel dazu wurden auch die kopfzonigen Aussteifungen entfernt.

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