Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Heilig-Kreuz-Münster

ID: 136161646419  /  Datum: 25.07.2018
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Münsterplatz
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 78628
Stadt-Teilort: Rottweil

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Rottweil (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8325049025
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Von einem Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert, d.h. einem älteren Kirchengebäude, finden sich an dieser Stelle noch verschiedene Mauerpartien im Kirchenbau verteilt.

Der Chorbau ist als hoher einschiffiger Raum mit Kreuzrippengewölbe und Strebepfeilern in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet, in der Länge mit drei Jochen und Chorschluss bzw. – nach der Gewölbeform geurteilt – zwei Jochen und 5/8-Schluss. Die Gewölbescheitel liegen ein gutes Stück unterhalb der Mauerkronen und kleine Okuli öffnen sich in diesen Bereich, vermutlich ohne spezielle Funktion als vielmehr der dekorativen Außenwirkung wegen.
Um 1506/ 07 (i) wurde das Nordseitenschiff, um 1517 (i) die Mittelschiffswölbung errichtet. Nach einem Brand der Dachwerke wurde dieses 1696/ 97 (a) wiederaufgebaut. Von 1839 bis 1843 erfolgte die Neugestaltung des Kircheninneren. 1912- 1914 wurden Umbauten und Restaurierungsarbeiten ausgeführt.


1. Bauphase:
(1350 - 1399)
Errichtung des Chores.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein

2. Bauphase:
(1497)
Errichtung des Südseitenschiffs um 1497 (i).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1506 - 1507)
Errichtung des Nordseitenschiffs um 1506/ 07 (i).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1517)
Errichtung der Mittelschiffswölbung um 1517 (i).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1696 - 1697)
Brand der Dachwerke und Wiederaufbau 1696 (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1839 - 1843)
Neugestaltung des Kircheninneren von 1839 bis 1843 (a).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

7. Bauphase:
(1912 - 1914)
Umbauten und Restaurierungen 1912 -1914 (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Bauphasen im Bereich der Triumphbogenwand / Heilig-Kreuz-Münster in 78628 Rottweil (Stefan King)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Baugeschichtliche Anmerkungen zur Triumphbogenwand
  • Baugeschichtliche Anmerkungen zum Turmhelm
  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Heilig-Kreuz-Kirche steht geostet im Nordwesten der hist. Altstadt von Rottweil.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Basilika; an das erhöhte Mittelschiff mit steilem Satteldach sind nach Norden und Süden unterschiedlich breite Seitenschiffe gesetzt. Das schmalere Seitenschiff im Süden ist bedingt durch die Stellung des spätromanischen Turms an der Südseite. An das zurückhaltend gegliederte Langhaus grenzt im Osten der höhere, polygonal geschlossene Chor an, der nach Außen durch Strebepfeiler mit Giebelbekrönung und dazwischenliegenden Maßwerkfenstern vertikal gegliedert ist. Beidseitig verbinden Flankenbauten den Chor mit den Seitenschiffen.
Die Südfassade mit dem Turm und der Portalvorhalle bildet die Hauptansichtsseite. Die reich verzierte Portalvorhalle besitzt unter dem Baldachin ein Schlingenrippengewölbe. Der Portalbogen wird von einem Steinrelief übergeben, das ein Gabelkreuz mit 4 Heiligen zeigt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Dreischiffiges Langhaus mit überhöhtem Mittelschiff und zum Chor nach Osten hin ansteigendes Bodenniveau. Das Mittelschiff wird von einem sternförmigen Netzrippengewölbe überspannt. Das nördliche Seitenschiff mit acht Einsatzkapellen begleitet das Mittelschiff in voller Länge, während sich das südliche Seitenschiff östlich des Turmes mit 5 Jochen zum Mittelschiff hin öffnet. Westlich des Turmes liegt die Nepomukkapelle mit zwei ungleichen Arkadenöffnungen zum Mittelschiff. Der Chor zeigt in der Sockelzone Blendbogennischen mit genasteten Bögen, deren Rückwände durch Vierpass-Fenster geöffnet ist. Die zwei Chorjoche werden durch Kreuzgewölbe überfangen.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
    • Turmhelm
  • Gewölbe
    • Netzgewölbe
Konstruktion/Material:
Kurzbeschreibung zum konstruktiven Aufbau des Holzgerüstes:
(Benennung der Ebenen nach den neuerlich im Inneren angebrachten Markierungen, daher die unterste Ebene als Ebene -1 bezeichnet)
Ursprünglicher Aufbau:
Abzimmerung 1697 aus Nadelholz
Gründung auf Mauerabsatz in Höhe des Helmansatzes bzw. Bogenansatzes der Schallöffnungen
11 Geschossebenen:
Ebene -1: niedrig innerhalb des Turmschafts mit 4 Eckständern auf quadratischem Grundriss
Ebene 1: recht hoch zwischen gemauerten Giebeln, als stehender Stuhl mit 8 Ständern
Ebene 2 bis 7: dreimal zweigeschossige, stehende Stühle mit 8 Ständern auf achteckigem Grundriss
Ebene 8 und 9: liegende Stühle mit 8 Ständern auf achteckigem Grundriss
Ebene 10: ursprünglich mit zentral vertikalem Stiel, woran Kreuz befestigt
- achteckiger Grundriss aus vier, sich mittig durchdringenden Bundebenen zusammengesetzt -Aussteifung mittels Kopfstreben; in Achse der Pfetten sehr spärliche Aussteifung, offenbar sollte Brettschalung Torsion verhindern; in den diagonal verlaufenden Bundebenen sind die einzelnen Stühle in der Höhe miteinander verklammert.

Nachträgliche Veränderungen:
- zahlreiche Reparaturen, vorwiegend auf der Westseite, im untersten Bereich in größtem Umfang, nach oben hin abnehmend.
- nachträgliche Stützkonstruktion unter Einbeziehung des Originalbestands als neue Tragstruktur; auf Höhe des Gebälks unter dem Glockenstuhl als eigenständiges Gerüst gegründet, nach oben hauptsächlich in Form zusätzlicher Ständer und Abstrebungen bis in Ebene 6, wo nur noch auf die Westseite konzentriert; Einbau im 19. Jahrhundert, genaue Datierung unklar.
- neue Helmspitze 1824 aus zentral platziertem Mittelstiel aus Eichenholz und 8 Streben mit aufgelegten Aufschieblingen, darauf Krone, Kugel und Kreuz sowie jüngere Blitzableiterinstallation.

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