Domturm (Rottenburg)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Streckgehöft

ID: 134085268612  /  Datum: 20.06.2018
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hindenburgstraße
Hausnummer: 13
Postleitzahl: 71394
Stadt-Teilort: Kernen-Stetten

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Rems-Murr-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8119093004
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Glockenkelter (71394 Kernen - Stetten, Hindenburgstraße 43)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Wohnhaus Hindenburgstraße 13 wurde um 1593 als eingeschossiger Fachwerkbau in Ecklage zur Kleinen Steige errichtet. Nur knapp 17 Jahre später erfolgte östlich des Wohnhauses der Anbau der Scheune, so dass sich eine kleinbäuerliche Hofanlage bildete.
Bis heute haben sich große Teile der Primärkonstruktion des Fachwerkbaus sowie der große, massiv gemauerte Gewölbekeller erhalten. Größere Umbaumaßnahmen erfolgten wohl erst im 20. Jahrhundert; so wurde ab 1930 schrittweise das 1. Dachgeschoss zu Wohnzwecken ausgebaut. Durch diese Dachgeschossausbauten entstanden im 20. Jahrhundert auch die langen Schleppgauben auf beiden Dachflächen des Wohnhauses. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgten weitere bauliche Eingriffe. So wurde der Haupteingang des Wohnhauses an die südöstliche Hausecke versetzt und damit auch die Vertikalerschließung des Treppenhauses.


1. Bauphase:
(1593)
Erbauung des Wohnhauses
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • allgemein

2. Bauphase:
(1610)
Erbauung der Scheune
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

3. Bauphase:
(1800 - 1920)
Im 19. und frühen 20. Jahrundert wurden diverse
Veränderungen und bauliche Eingriffe am Gebäude
durchgeführt. Zu den wesentlichen Eingriffen zählen
dabei der Einbau des südlichen Stallraumes in der Scheune
und der neue Kellerzugang zum großen Gewölbekeller.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Untergeschoss(e)
  • Anbau
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

4. Bauphase:
(1930)
Errichtung der Dachgaube mit Ausbau des Daches zu Wohnzwecken
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach

5. Bauphase:
(1950 - 1999)
Bauliche Maßnahmen: Versetzung des Haupteingangs des Wohnhauses an die südöstliche Hausecke und damit auch die Vertikalerschließung des Treppenhauses.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht des Gebäudes von Südwesten / Streckgehöft in 71394 Kernen-Stetten, Stetten im Remstal (2009 - Markus Numberger, Esslingen)
Abbildungsnachweis
Bauphasenplan  zum Erdgeschossgrundriss / Streckgehöft in 71394 Kernen-Stetten, Stetten im Remstal (2011 - Markus Numberger, Esslingen)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude Hindenburgstraße 13 befindet sich auf östlicher Seite, etwa mittig der Hindenburgstraße, in Ecklage zur Kleinen Steige. Östlich des Gebäudes steigen die Weinberghänge zur Yburg hin steil an.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem Anwesen handelt es sich um ein Streckgehöft mit westlich gelegenem Wohnhaus und östlich angebauter Scheune. Bei dem Wohngebäude handelt es sich um ein eingeschossiges, verputztes Fachwerk-Wohnhaus. Nach oben schließt das Wohngebäude mit zwei Dachgeschossebenen und einem Spitzboden unter einem Satteldach ab. Die einzelnen Geschosse stoßen an der westlichen Giebelseite jeweils leicht vor.
Östlich des Wohnhauses wurde nachträglich ein Scheunenteil mit selber Firsthöhe angebaut, welcher in der Gebäudeflucht jedoch leicht nach Süden abknickt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der westliche Gebäudeteil besitzt einen großen Gewölbekeller und einen kleineren Vorkeller, welcher ursprünglich über einen Kellerzugang an der südwestlichen Traufseite erschlossen wurde.
Der östliche Scheunenteil ist nicht unterkellert.
Die Grundrissgliederung des Wohnhauses lässt sich noch am besten im 1. Dachgeschoss ablesen. Das Gebäude besitzt zwei Längszonen und drei Querzonen. Hierbei fällt auf, dass die Querbundachse zwischen der westlichen und der mittleren Querzone in ihrem Verlauf abknickt.
Das Erdgeschoss nimmt noch bis heute eine Wohneinheit auf. Die Erschließung erfolgte ursprünglich über die mittige Eingangstüre an der südlichen Traufseite. Die östliche, heutige Haustüre wurde erst 1959 eingebrochen.
In der westlichen Querzone, zur Hindenburgstraße hin, ist die historische Stubenzone eingerichtet worden.
Das 1. Dachgeschoss wurde ab 1930 in mehreren Etappen zu Wohnzwecken ausgebaut und nimmt heute eine eigenständige Wohneinheit auf.
Das 2. Dachgeschoss ist unausgebaut und dient zu Lagerzwecken.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Decken
    • Balkendecke
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Kehlbalken, Kreuzbänder, Sparrenstreben etc.
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
Konstruktion/Material:
Über dem massiv aus hammerrecht bearbeiteten Sandsteinquadern erbauten Gewölbekeller erhebt sich ein stockwerksweise abgezimmerter Fachwerkbau mit durchgängig vorhandenen, verzapften Holzverbindungen. Die historischen Fachwerkwände wurden weitestgehend mit Bruchsteinen ausgefacht. Die der Witterung ausgesetzten Außenwände des Wohnhauses wurden aus Eichenholz errichtet. Besonders erwähnenswert sind hierbei die Außenwandständer an der östlichen Giebelseite, welche über geschnitzte Knaggen verfügen, die aus dem vollen Balkenquerschnitt herausgearbeitet wurden und nicht, wie oftmals bei Knaggen üblich, als eigenständiges Bauteil in den Wandständer eingezapft worden.
Das Dachtragwerk des Wohnhauses wurde im 1. Dachgeschoss als Stuhlkonstruktion mit Mittellängsunterzug errichtet. Im 2. Dachgeschoss befinden sich lediglich die durchgehenden Sparrenpaare und Kehlbalken. Abbundzeichen in Form von römischen Ziffern konnten an den Kehlbalken nachgewiesen werden; jedoch mit teilweise wechselnder Folge, so dass von einer nachträglichen Veränderung des Sparrendaches ausgegangen werden kann.

An die östliche Giebelwand des Wohnhauses wurde nachträglich der Scheunenteil angebaut.
Das mit einer zweifach liegenden Stuhlkonstruktion errichtete Dachtragwerk der Scheune zeigt ebenfalls verzapfte Holzverbindungen.

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