Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 119146205313  /  Datum: 04.12.2017
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Milchstraße
Hausnummer: 9
Postleitzahl: 73728
Stadt-Teilort: Esslingen am Neckar

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Esslingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8116019003
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die nun durchgeführte dendrochronologische Altersbestimmung des Dachtragwerks belegt, dass die Bauhölzer im Sommer 1527 und 1528 gefällt wurden, so dass von einer Erbauung der Dachkonstruktion im Jahr 1528 ausgegangen werden kann.


1. Bauphase:
(1528)
Erbauung des Dachtragwerks
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Ackerbürgerhaus

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht des Gebäudes von Südwesten (2017) / Wohnhaus in 73728 Esslingen am Neckar (2017 - Markus Numberger, Esslingen)
Abbildungsnachweis
Blick nach Süden im 1. Dachgeschoss (2017) / Wohnhaus in 73728 Esslingen am Neckar (2017 - Markus Numberger, Esslingen)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung zum Dachtragwerk

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Wohngebäude Milchstraße 9 befindet sich innerhalb der staufischen Kernstadt von Esslingen. Es liegt am östlichen Rand der historischen Altstadt, innerhalb einer Reihe giebelständiger Gebäude auf der Nordseite der Milchstraße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Ackerbürgerhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein giebelständiges, zweigeschossiges Wohnhaus. Über einem massiv gemauerten Kellersockel erheben sich die beiden verputzten Fachwerk-Vollgeschosse. Das Obergeschoss stößt an der Straßenseite weit über das Erdgeschoss vor. Nach oben schließt das Gebäude mit zwei Dachgeschossebenen unter einem Satteldach ab. Am straßenseitigen Giebel befindet sich eine große Aufzugsladeöffnung im 1. Dachgeschoss. Das Gebäude wurde nachträglich in Richtung Norden durch einen Ökonomieteil (Scheune) erweitert. Von außen ist der Versprung der Firstlinie noch gut zu erkennen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Im Rahmen dieser Untersuchung wurde lediglich das südliche, zur Milchstraße hin befindliche Dachtragwerk über dem Wohnhaus begutachtet und dokumentiert. Daher können an dieser Stelle keine Aussagen zur Grundrissgliederung und den Nutzungsstrukturen der übrigen Geschosse gemacht werden. Das Dachtragwerk wird durch eine liegende Stuhlkonstruktion in zwei Querzonen unterteilt. Beide Dachgeschossebenen sind unausgebaut und dienen zu Lagerzwecken.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Decken
    • Balkendecke
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Treppen
    • Floßspuren
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Das Gebäude ist vom Erdgeschoss bis ins Dach in Fachwerkbauweise errichtet worden. Die Verwendung von Sattelhölzern im Erdgeschoss sowie die weite Auskragung des Obergeschosses lässt vermuten, dass die beiden Vollgeschosse älter als das heutige Dachtragwerk sein könnten.
Im 1. Dachgeschoss ist die Konstruktion des Dachtragwerks weitestgehend frei einsehbar. Es handelt sich um ein Sparrendach mit zweifach liegender Stuhlkonstruktion. Das überwiegend verwendete Nadelholz (Tanne) wurde mit verblatteten Holzverbindungen gefügt, die über Holznägel fixiert wurden.
Im 2. Dachgeschoss sind lediglich durchgehende Gespärre vorhanden. An einzelnen Stellen konnten so genannte Wiedlöcher entdeckt werden, die darauf hinweisen, dass das Bauholz geflößt wurde und somit sehr wahrscheinlich aus dem Schwarzwald stammt. Ebenso sind Abbundzeichen nachweisbar: sämtliche Sparren besitzen eine durchgängige Sparrenzählung in Form von römischen Ziffern.

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