Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Kirche St. Johannes, Johanneskirche

ID: 111215409207  /  Datum: 30.07.2007
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Kirchplatz
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 74564
Stadt: Crailsheim
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Schwäbisch Hall (Landkreis)
Gemeinde: Crailsheim
Wohnplatz: Crailsheim
Wohnplatzschlüssel: 8127014006
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die jetzige Johanneskirche stammt aus der Zeit von 1398 bis 1440. Sie wurde nach dem Vorbild einer spätgotischen Bettelordenskirche, der Franziskaner- kirche in Rothenburg /Tauber, erbaut.
Der Bau der Kirche wurde am 22. Februar 1398 begonnen und bis 1440 beendet. Hierbei wurde der romanische Vorgängerbau nicht abgerissen, sondern umbaut, bis das Kirchenschiff etwa 2 m hoch gemauert war. Danach wurde der Vorgängerbau abgerissen; die Steine wurden teilweise wieder beim Bau des gotischen Nachfolgers verwendet.
Die Bauphase gliedert sich in drei Bauabschnitte: Zunächst wurden Turm, Chor und Sakristei errichtet. Im zweiten Bauabschnitt wurden das Fundament und das Mauerwerk des Kirchenschiffs bis etwa 2 m Höhe gebaut, dann wurde der Vorgängerbau abgetragen. Im dritten Abschnitt schließlich wurden die für den Abbruch des Altbaus freigehaltene Lücke an der Nordseite geschlossen und das gotische Kirchenschiff vollendet.
1440 konnte die Weihe nur unter Notdächern über Schiff und Chor stattfinden, weil der Dachstuhl noch nicht begonnen war.
Nach dem Kirchturmbrand 1643 erhielt der Turm seine welsche Haube mit Laterne. Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung sind die Altarbilder, die auf den Innenseiten vier Szenen der Leidensgeschichte Christi zeigen und außen das Leben Johannes des Täufers erzählen. Sie stammen aus der Werkstatt von Michael Wolgemut, dem Lehrers Albrecht Dürers (Nürnberg, Ende 15.Jh.)
In der Kirche kann man ein zwölf Meter hohes Sakramentshäuschen von 1499 bewundern, das vom Crailsheimer Steinmetz Andreas Embhardt geschaffen wurde. (Dieser erbaute 1497 auch die Jagstbrücke, die in Teilen aus der damaligen Zeit erhalten ist.) Einen besonderen Hinweis verdient die aus dem Jahr 1709 stammende, in der Zwischenzeit mehrfach restaurierte Orgel auf der Westempore. In der Nähe des Hauptportals befinden sich zwei freigelegte Wandgemälde aus dem 15. Jahrhundert. Sie zeigen das Martyrium des Heiligen Sebastian (Völkerskapelle) sowie einen Totentanz (Empore).
Untersucht wurde nur das Dachwerk der Kirche. Die Dachwerke über dem Langhaus und dem Chor der Kirche sind dendrochronologische in die Mitte des 15. Jh. datiert. Aufgrund der dendrochronologischen Auswertung ist das Dachwerk über dem Langhaus (1454) ganz offensichtlich zuerst errichtet worden. Die Errichtung des Dachwerks über dem Chor ist entsprechend dem Baufortgang drei Jahre später erfolgt.


1. Bauphase:
(1554)
Das Dachwerk wurde über dem Langhaus um 1554 (d) errichtet.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1557)
Das Dachwerk über dem Chor wurde 1557 (d) errichtet
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Die Johanneskirche aus nordöstlicher Richtung / Kirche St. Johannes, Johanneskirche in 74564 Crailsheim
Ansicht von `Loesti`, RPS-LAD / Kirche St. Johannes, Johanneskirche in 74564 Crailsheim

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Voruntersuchung und dendrochronologische Baualtersbestimmung des Dachwerks.

Beschreibung

Umgebung, Lage:
In der südwestlichen Ecke am Rande der Altstadt gelegen.
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
keine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zweischiffiger Dachstuhl der unteren beiden Dachstuhlgeschosse.
Dreischiffiges Langhaus mit Seitenschiffdächern
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Der Abbund ist einheitlich und ohne Störung erhalten, wobei die Durchnummerierung des Abbundes nicht in stringenter Reihenfolge eingehalten ist.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Sprengbund
Konstruktion/Material:
Das Langhausdach ist viergeschossig mit einem liegenden Dachstuhl, und nachträglichem Sprengwerk, das Sprengwerk fehlt im Chor,

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