Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Abgegangene Pfarrscheune

ID: 110020230212  /  Datum: 17.03.2021
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Am Kirchberg
Hausnummer: 5
Postleitzahl: 88639
Stadt-Teilort: Wald-Sentenhart

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Sigmaringen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8437118022
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 47,9146° nördliche Breite, 9,1282° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die um 1721 errichtete Pfarrscheune dürfte etwa zeitgleich mit dem Pfarrhaus entstanden sein,
welches stilistisch und konstruktiv ebenfalls der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts zugeordnet werden kann.
In den rund 290 Jahren seines Bestehens wurde der primär in Geschossständerbauweise abgezimmerte Unterbau der Pfarrscheune umfangreich verändert. Die dreizonige Innengliederung wurde bis heute beibehalten, das ursprüngliche Traggerüst des Unterbaus und seine Wandbildungen sind jedoch in weiten Teilen verloren gegangen.
Lediglich das bauzeitliche Dachwerk mit seiner liegenden Stuhlkonstruktion ist, mit Ausnahme der Giebelgespärre und einiger abgesägter Dachbalken, weitgehend erhalten geblieben.
Die von Anfang an als Stallscheune errichtete Pfarrscheune diente sicherlich auch als Zehntscheune für die jährlichen Abgaben der Einwohner Sentenharts an die Pfarrei.
Zur Bauzeit der Pfarrscheune gehörte die Ortschaft Sentenhart noch zum Fürstenhaus Fürstenberg.
Ab 1806 wurde der Ort dann Leibeigentum des Großherzogtums Baden.
Der Naturzehnt wurde in Sentenhart erst 1842 abgeschafft.


1. Bauphase:
(1721)
Erbauungszeit um 1721 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

2. Bauphase:
(1800 - 1810)
Große Umbau -und Sanierungsphase Anfang des 19. Jahrhunderts
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht Südgiebel und westliche Traufseite / Abgegangene Pfarrscheune in 88639 Wald-Sentenhart (2011 - Andrea Kuch)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Bei dem freistehenden Scheunengebäude handelt es sich um die ehemalige Pfarrscheune der St. Remigius Gemeinde. Die St. Remigius Kirche, mit Turm aus dem 13. Jahrhundert und Kirchenschiff aus dem 16. Jahrhundert, steht auf dem Kirchberg, der höchsten Erhebung des Ortes. Das zweigeschossige Pfarrhaus mit Mansarddach stammt aus dem 18. Jahrhundert und liegt noch in Hanglage etwas westlich unterhalb der Kirche.
Die untersuchte Pfarrscheune wiederum erstreckt sich mit Nordsüdausrichtung am Fuß des Kirchberges etwa 30 m westlich des Pfarrhauses und zeigt mit der östlichen Traufseite zum einstigen Hofraum.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Randlage
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der zweigeschossige Unterbau der Pfarrscheune nimmt etwa eine Grundfläche von 15.50 m auf 12.30 m ein und schließt mit einem zweigeschossigen Satteldach ab.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die anfängliche dreizonige - dreischiffige Grundrissgliederung des Unterbaus wurde trotz eingreifender Veränderungen beibehalten.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das Holzgerüst war zur Erbauungszeit in Geschossständerbauweise errichtet worden; der Unterbau besaß also zweigeschossig durchgehende, kräftige Bundständer. Die Befundlage verweist auf Außenwände, die im Erdgeschoss wohl weitgehend ausgeblockt waren und im Obergeschoss ein mit Flechtwerk geschlossenes Fachwerk zeigten.
Das ursprüngliche Hausgerüst wurde im Laufe der Jahre mehr und mehr aufgelöst. Die Außenwände des Erdgeschosses erhielten massives Mauerwerk und die Flechtwerkwandungen wurden durch neues Fachwerk mit Ziegelausfachung ersetzt.
Das zweigeschossige Dachwerk mit liegender Stuhlkonstruktion weist den größten Teil an bauzeitlicher Substanz auf. Das Gefüge der Giebeldreiecke wurde jedoch weitgehend erneuert.

Die Scheuen wurden abgetragen.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst, mehrstöckig
  • Verwendete Materialien
    • Holz
Konstruktion/Material:
Pfarrerscheune mit zweigeschossigem Unterbau; Holzgerüst
Zweigeschossiges Dach mit liegender Stuhlkonstruktion

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