Alte Aula (Tübingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Bauernhaus

ID: 108151499514  /  Datum: 30.04.2026
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 21a
Postleitzahl: 79804
Stadt-Teilort: Dogern

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Waldshut (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8337032002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Ein Scheunenbau von etwa quadratischem Grundriss und einer Nutzungsteilung aus mittiger Einfahrt und beidseitigen Lagerbereichen erfuhr einen nachträglichen Umbau aus Anlass einer mittigen Teilung an zwei Besitzer. Dafür wurde eine hochliegenden Einfahrt über eine Rampe eingebaut und das Gebäude nach beiden Richtungen verlängert, um in beiden Teilen jeweils einen Futtergang, eine Stallzeile, einen Schopf und darüber ein Heulager unterzubringen, bei gemeinsamer Nutzung der Hocheinfahrt.
Die Bauweise sowohl des Kernbaus als auch der später eingebauten Fahr und der Erweiterung ist diejenige der Schwarzwaldhäuser und damit in gewisser Weise zeitlos, sodass Bau und Umbau zeitlich nicht genauer eingeschätzt werden können als in den Zeitraum des 17. und 18. Jahrhunderts. Das wohl zugehörige Doppelwohnhaus ist inschriftlich 1749 (i) datiert.


1. Bauphase:
(1600 - 1799)
Errichtung des dreizonigen Kerngebäudes
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Ökonomiegebäude
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Hochständergerüst

2. Bauphase:
(1600 - 1799)
Nachträglicher Einbau der Fahr ins Dach wohl verbunden mit der mittigen Teilung des Gebäudes. Gleichzeitig wurde der Bau nach Osten und Westen verlängert.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Ökonomiegebäude

3. Bauphase:
(1800 - 1950)
Verschiedene Umbauten: Heute wird das Dach im Ostteil von einem Ständergerüst getragen, das nach dessen Machart ins 20. Jahrhundert zu datieren ist, wogegen der Westteil einen liegenden Stuhl besitzt, der entweder dem 19. Jahrhundert angehört oder zusammen mit dem Anbau um 1903 entstanden ist.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Ökonomiegebäude

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordseite mit Rampe und Hocheinfahrtstor, im Erdgeschoss von links Schopftor, Stalltür und Tür zum Futtergang unter der Brücke / Bauernhaus in 79804 Dogern (2023 - Stefan King, Freiburg)
Abbildungsnachweis
Ostseite mit Bruchsteinmauer auf Erdgeschossebene und Ständerwand mit Kopfbändern und Bretterfüllung auf Obergeschossebene / Bauernhaus in 79804 Dogern (2023 - Stefan King, Freiburg)
Abbildungsnachweis
Südseite mit vorkragender Verlängerung der hochliegenden Einfahrt / Bauernhaus in 79804 Dogern (2023 - Stefan King, Freiburg)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Analyse

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude steht südlich der Hauptstraße in zweiter Reihe und gehörte nach der Überlieferung zu einem Doppelwohnhaus vorne an der Straße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Ökonomiegebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem landwirtschaftlichen Nebengebäude handelt es sich um einen langgezogenen Bau mit Satteldach, dessen westliche Schmalseite in Rücksicht auf eine vorbeiführende Gasse abgeschrägt ist. Von Norden her führt eine langgezogene Rampe zu einer Hocheinfahrt auf Obergeschossebene. Der Widerkehr entspricht auf der südlichen Gegenseite ein origineller Vorbau gleicher Form.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Untersuchung hat ergeben, dass das Gebäude stark umgebaut worden ist. Anfangs war die Grundfläche sehr viel geringer und bei der Hocheinfahrt handelt es sich um eine spätere Zufügung. Ursprüngliche war die Grundfläche in drei Querzonen geteilt: Eine Einfahrt in der Mitte mit einer Breite von 4 m und Lagerzonen zu beiden Seiten mit 3,5 m. Dieses Erdgeschoss nahm früher Ställe und Schöpfe auf, die heute als Lager-, Abstell- und Werkstatträume genutzt werden.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Vom ursprünglichen Holzgerüst haben die spätere Erweiterungen im Wesentlichen die beiden innenliegenden Querbundachsen zusammen mit der später eingebauten, hochgelegenen Fahr übriggelassen. Unterhalb der Fahr sind alle innenliegenden Hoch- und Firstständer gekappt worden und den Firstständer der östlichen Querbundachse hat man zusätzlich über die Höhe der Fahr herausgeschnitten.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Balkendach mit Rofen und stehendem Stuhl
Konstruktion/Material:
Als Gründung für das Holzständergerüst wurde zu ebener Erde ein Schwellenrost ausgelegt, von dem sich auf der Nordseite noch ein Teilstück erhalten hat. Das darauf aufgestellte Ständergerüst setzte sich aus einer mittigen Firstständerachse, zwei seitlichen Achsen mit Hochständern und hohen Bundständern für die Umfassungswände zusammen, was eine Gliederung der Grundfläche in vier Längszonen ergab. Zwei innenliegende Querbundachsen erzeugten drei Querzonen in Abstimmung mit der Nutzungsverteilung, wofür die Längsteilung ohne Belang geblieben ist. Zur Aussteifung wurden Kopfbänder eingesetzt.
Innerhalb der Querbundachsen gab es anfangs innerhalb des Unterbaus Riegellagen in halber Höhe für die Tennenwände und in drei Vierteln der Höhe vermutlich für die Zwischendecke über der Tenne. Dazu kommen Dach- und Kehlbalken. Alle vier Riegel- bzw. Balkenlagen überblatten First- und Hochständer. Dach- und Kehlbalken lagern auf Rähmen und sind mit den Bindersparren verblattet. Außerhalb der Querbundachsen trugen Rofen die Dachhaut, die nur den Rähmen aufgenagelt waren.

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