Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehem. Kloster St. Katharina

ID: 213177421919  /  Datum: 07.11.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: St.-Katharina
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 78465
Stadt-Teilort: Konstanz-Litzelstetten

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335043013
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Wohnhaus, Komturweg 8 (78465 Litzelstetten)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Anlass der Untersuchung war der Bau eines Kiosks östlich des Hauses. Der Kiosk soll zum Teil unter den Schuppen platziert werden, der die nördliche Hofmauer als Rückwand nutzt. Es war zu prüfen, ob der hier vermutete nördliche Kreuzgang des ehemaligen Klosters archäologische Relikte im Boden hinterlassen hat.

In den Aushubflächen fanden sich keine Hinweise auf den ehemaligen nördlichen Kreuzgangflügel. Da er aber sowohl bildlich überliefert wie auch durch Baubefunde im Obergeschoss der Hoffassade nachweisbar ist, muss davon ausgegangen werden, dass spätere Baumaßnahmen ihn vollständig oder weitgehend beseitigt haben. Möglicherweise bestand der zweigeschossige Gang vollständig aus Fachwerk, das lediglich einen niedrigen und wenig tief fundamentierten Steinsockel besaß. Auch die Hoffassade des Hauses aus dem 17. Jahrhundert ist lediglich 0,30 m tief fundamentiert. Spätestens beim Einbau der Betonplatte dürften letzte Rest des Sockels beseitigt worden sein. Umso interessanter ist das Wackenpflaster, das parallel zum Nordflügel des Kreuzgangs gelaufen sein könnte.


1. Bauphase:
(1260)
Um 1260 erfolgt die Gründung des Augustiner-Eremitinnenklosters St. Katharina.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein

2. Bauphase:
(1324)
1324 ist der Ort erstmals urkundlich genannt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein

3. Bauphase:
(1436)
Spätestens ab 1436 sind hier Klosterfrauen nachweisbar. Sie lebten anfänglich vermutlich als Beginen, schlossen sie sich später dem Orden der Augustiner an.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Frauenkloster

4. Bauphase:
(1667)
1667 bauliche Vergrößerung von Kloster und Kirche
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein
    • Klosterkirche

5. Bauphase:
(1808)
1808 Inventarisierung und Aufhebung des Augustinerinnenklosters.
Die Kirchenbänke kamen nach Litzelstetten, der Hochaltar nach Altnau und der Seitenaltar nach Egg.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Klosteranlage um 1740 (Kupferstich von Johann Matthias Steidlin, Augsburg) / Ehem. Kloster St. Katharina in 78465 Konstanz-Litzelstetten
Abbildungsnachweis
Ehem. Kloster St. Katharina in 78465 Konstanz-Litzelstetten (Frank Löbbecke)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Archäologische Begleitung, Baumaßnahmen im Hof von St. Katharina
  • Geophysikalische Untersuchung
  • Bauhistorische Voruntersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Areal des ehemaligen Klosters liegt auf dem Bodanrücken zwischen Konstanz-Petershausen, Wollmatingen, Litzelstetten und der Insel Mainau. Das Wiesengelände bildet eine große, unregelmäßige Lichtung im Mainauwald.
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der Baukörper befindet sich in etwa in der Mitte der Lichtung, an der Kreuzung von Katharinaweg und Langhardtstraße. Der zweigeschossige Baukörper ist NNW-SSO ausgerichtet. Er weist einen L-förmigen Grundriss auf mit einem hofseitigen, eingeschossigen Anbau (Toilettenanbau).
Nach Osten schließt an die Nordost-Ecke des Hauses eine Umfassungsmauer an, die als Rückwand eines Schuppens dient. Hier wird der neue Kiosk errichtet. Jenseits der Zufahrt bildet die Mauer die NO-Ecke des Areals aus und bricht dann nach Süden ab. Der Innenhof besteht als ehemaliger Biergarten mit alten Kastanien. Ein 19 m tiefer Brunnen befindet sich im Hof.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit einseitigem Vollwalm
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
  • Steinbau Mauerwerk
    • Backstein
Konstruktion/Material:
Die Außenmauern des Erdgeschosses bestehen aus Massivmauerwerk, ebenso die inneren Umfassungswände der Räume und die Außenwände in der Südwestecke des Obergeschosses. Das Obergeschoss besteht aus Fachwerk; hofseitig ist hier ein hölzerner, heute mit Fenstern geschlossener Laubengang vorhanden.

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