Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Hofgebäude

ID: 202050721020  /  Datum: 14.06.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Schrambergerstraße
Hausnummer: 2
Postleitzahl: 78664
Stadt-Teilort: Eschbronn-Mariazell

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Rottweil (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8325071013
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1590)
Errichtung des Gebäudes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

2. Bauphase:
(1736)
Einbau der hochliegenden Tenne (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Hofgebäude in 78664 Eschbronn-Mariazell (14.06.2016 - Franz Moosmann,Architekt)
Abbildungsnachweis
Hofgebäude in 78664 Eschbronn-Mariazell (14.06.2016 - Franz Moosmann,Architekt)
Abbildungsnachweis
Hofgebäude in 78664 Eschbronn-Mariazell (14.06.2016 - Franz Moosmann,Architekt)
Abbildungsnachweis
Hofgebäude in 78664 Eschbronn-Mariazell (14.06.2016 - Franz Moosmann,Architekt)
Abbildungsnachweis
Hofgebäude in 78664 Eschbronn-Mariazell (14.06.2016 - Franz Moosmann,Architekt)
Abbildungsnachweis
Hofgebäude in 78664 Eschbronn-Mariazell (14.06.2016 - Franz Moosmann,Architekt)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung
  • Dendrochronologische Datierung
  • Planunterlagen

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Hofgebäude steht im Ortszentrum von Mariazell und fällt dort durch seine ungewöhnliche Größe und seine Lage in einer Kurve dicht an der Fahrbahn auf.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Eindachhof
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das zweigeschossige Gebäude wird von der Traufseite her erschlossen. Der Wohnteil mit den Hauptwohnräumen im Erdgeschoss und der Wirtschaftsteil mit Stall und Schopf liegen nebeneinander unter einem gemeinsamen, ausladenden Satteldach. Am Rückgiebel befindet sich die Rampe für eine Hocheinfahrt. Entlang der Rücktraufe sind verschiedene Erweiterungsbauten angefügt. Neben dem Hofgebäude steht ein kleines, freistehendes Nebengebäude, das eine Werkstatt aufnahm.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der dreischiffig und sechszonig gegliederte Grundriss besaß in der ersten Zone zwei Stuben und dazwischen eine Küche, die einst über beide Geschosse reichte. In der zweiten Zone dann der Hausgang der nach vorne und hinten je eine Tür besaß. In den weiteren Zonen folgen zwei Stallzeilen, die ursprünglich beiderseits einer hohen Tenne lagen, welche auch gleichzeitig als Futtergang diente. An den Stallbereich schloss sich als letzte Zone ein Schopf an.
Das Obergeschoss besaß drei Kammern, zwei davon über den Stuben und eine auf der anderen Seite des Hausgangs über dem Stall an der Vordertraufe. Die hinten liegenden Flächen dieser Zone und die Zone jenseits der Tenne war der Heulagerung vorbehalten, ebenso der Dachraum.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst, mehrstöckig
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Spundfüllung
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Mischbau
    • Unterbau aus Stein (gestelzt)
Konstruktion/Material:
Das Holzgerüst des Unterbaus baut sich aus einem zweigeschosshohen Ständergerüst auf einem Schwellenkranz auf, das die Dachbalkenlage trägt. Die Wandfüllungen sind in Nuten der Gerüsthölzer eingeschoben, weshalb die Aussteifung des Gerüstes mittel angeblatteter Kopfbänder erfolgt. Auskragende Rähme und Dachbalken werden zum größten Teil von eingezapften, steil verlaufenden Bügen mit Versatz, die im Unterschied zu vergleichbaren Häusern der Umgebung, nicht geschwungen sind, dazwischen auch von angeblatteten, solide dimensionierten Kopfbändern gestützt. Die unteren Blätter der Kopfbänder im gesamten Gerüst sind mit eingeschwungenen Enden versehen und ihre freiliegende Unterseite ist oft leicht gefast.

Die Wandfüllungen sind im typischen Schema unterschiedlich aufgebaut, entsprechend den einzelnen Nutzungen im Gebäude. Da sich innerhalb des Wohnteiles fast keine Außenwandfüllung mehr erhalten hat, ist ihre genaue Zuordnung jedoch nicht gesichert. Die beiden Stuben waren mit Bohlenwänden ausgestattet, von denen sich die Füllung zum Flur hin mit der Tür sowie diejenige zur Rücktraufe erhalten haben. Ganz ähnlich waren auch die Decken der Stuben aufgebaut, von denen sich zumindest diejenige der hinteren Stube erhalten hat. Im OG hat sich eine Wandfüllung zwischen dem oberen Teil der Küche und der hinteren Kammer erhalten, zusammengesetzt aus horizontal angeordneten Brettern und genuteten Bälkchen. Auch die übrigen Wandfüllungen um die Küche waren aus Holz und eingenutet.
Die übrigen erhalten gebliebenen Innen- und Außenwände (allesamt ohne Fensteröffnungen) im OG waren als Spundwände aus vertikalen Brettern und Bälkchen gebildet. Auffallend ist, dass die längslaufenden Wandfüllungen des OGs ohne ein zusätzliches Schwellholz versehen und die Geschossriegel deshalb von oben und von unten genutet sind. Im erdgeschossigen Wirtschaftsbereich hat sich nur eine Füllung aus horizontalen Vierkanthölzern an der Rücktraufe original erhalten, während die Ursprünglichkeit eine weitere Füllung zwischen Hausgang und Stall nicht gesichert ist.

Der durchlaufende Geschossriegel innerhalb der Wandachse zwischen den ersten beiden Zonen war im Bereich der beiden Stuben auf Bohlenstärke reduziert, um unabhängig vor den etwas weiter nach oben reichenden Bohlenfüllungen zu verlaufen. Er hatte somit nur eine stabilisierende Aufgabe, denn das Auflager für die Bohlendecken war in die Wandfüllungen eingearbeitet. An seinem vorderen Ende ist er angeblattet, nach hinten endet er stumpf vor dem Ständer, der ein leeres Nagelloch aufweist, als ob hier eine Verzapfung verborgen sei.

Die Dachkonstruktion setzt sich in einfacher Weise aus riesenhaften, liegenden Stuhlständern zusammen, die an einem Stück von den Dachbalken bis zur Firstpfette verlaufen. Unten sitzen die Ständer ohne konstruktive Verbindung auf den Dachbalken und werden von einer Fußpfette gesichert, die leicht überkämmt und mit Dollen befestigt ist. Der Längsaussteifung dienen zwei, an einem Stück durchlaufende Riegel auf jeder Dachseite in Kombination mit langen, dünnen, angeblatteten Bändern, von denen die meisten vom Fußende der Ständer bis zur Firstpfette reichen und dabei die anderen Überkreuzen. Die Sparren nutzen die Verriegelung als Zwischenauflager. Zur Schaffung einer Zwischenebene sind Kehlbalken auf halber Höhe sowohl in die Binder als auch in jedes Sparrenpaar eingeblattet.

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