Friedhofskapelle, sog. Liebfrauenkapelle
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Objektdaten
| Straße: | Hauptstraße |
| Hausnummer: | 50 |
| Postleitzahl: | 88529 |
| Stadt-Teilort: | Zwiefalten |
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| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Kreis: | Reutlingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8415085011 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
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Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Bauphasen
Im Jahre 1111 wurde in Zwiefalten ein Frauenkonvent gegründet. Nachdem die Frauen zuerst provisorisch untergebracht waren, sollen Sie um 1146 eine eigene Kirche St. Johannes bezogen haben. Der Frauenkonvent konnte sich nur bis etwa 1370 halten.
Im Bereich der heutigen Friedhofkapelle war schon immer der Platz des Frauenklosters vermutet worden. Allerdings wurde die Kapelle in der Vergangenheit als ein jüngerer Bau des 15./ 16.Jahrhunderts angesehen und dem hier um 1571 eingerichteten Friedhof zugeordnet .
Dies ist jetzt im Befund widerlegt. Die freigelegten Mauerwerke der Nordwand sind eindeutig älter und könnten zu einem Ursprungsbau aus der Zeit um die Mitte des 12.Jahrhunderts gehören.
Ältester Bauteil ist der Schiffbereich mit der nördlichen Tür, dessen Westausdehnung offen bleiben muss. Diesem wurde mit wohl nahem Zeitabstand ein Rechteckchor angefügt, Datierung Mitte 12. Jahrhundert. Dies dürfte dann der Kirchenbau des Nonnenkonvents bis zur Auflösung um 1370 gewesen sein.
Der heutige Westschluss ist jünger. Vielleicht entstand dieser erst im Zuge der Umnutzung zur Friedhofskapelle im 16. Jahrhundert. Die ursprüngliche Nordtür ist ebenfalls verändert worden. Dazu sind die heutigen Fenster später eingebaut oder vergrößert worden. Ob die Kirche in diesem Zuge auch erhöht wurde, muss offen bleiben.
Wesentlich jünger ist die Vermauerung der Nordtür (vor 1744) und die an die Kirche anschließenden Friedhofsmauern. Die Östliche ist im heutigen aufgehenden Bestand verschwunden.
(1111)
- Klosteranlage
- allgemein
- Sakralbauten
- Klosterkirche
(1567)
(1571)
(1760 - 1770)
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische und Archäologische Dokumentation
Beschreibung
- Siedlung
- Dorf
- Sakralbauten
- Friedhofskapelle
Zonierung:
Im Osten gab es eine originale Türöffnung mit Tuffsteingewände. Die Tür ist später nach oben erweitert worden.
In der Wand zeigen sich verschiedene zugesetzte Öffnungen, die zum Teil auf ehem. Rüsthölzer zurückzuführen sind. An der Wand gibt es Brandspuren zu einem nicht näher zu fassenden Brandereignis. Die heutigen Fenster sind nachträglich oder später vergrößert.


