Ehem. Wohnstallhaus
ID:
106077033911
/
Datum:
24.01.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Keplerweg |
| Hausnummer: | 1 |
| Postleitzahl: | 75038 |
| Stadt-Teilort: | Oberderdingen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Kreis: | Karlsruhe (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8215059009 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Ehem. Zehntscheune des Herrenalber Pflegehofs (heute Rathaus), Amthof 13 (75038 Oberderdingen)
Pfarrhaus, Stubeneinbau (75038 Oberderdingen, Amthof 10 ?)
Wohnhaus, Weinstraße 3 (75038 Oberderdingen)
Pfarrhaus, Stubeneinbau (75038 Oberderdingen, Amthof 10 ?)
Wohnhaus, Weinstraße 3 (75038 Oberderdingen)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das Dachwerk des ehem. Wohnstallhauses wurde 1570 (d) abgezimmert. Ein Umbau erfolgte 1849 (i).
1. Bauphase:
(1570)
(1570)
Bei dem Kernbestand der im Jahre 1570 (d) abgezimmerten Dachkonstruktion handelt es sich um ein quer eingebundenes, in die Dachbalken zapfendes Sparrendach aus Eichenholz.
Die weitgehend erneuerten Sparrenpaare waren durch zwei verzapfte Kehlbalkenlagen verstärkt. Sie unterteilten das Dach in zwei Dachgeschosse und einen Spitzboden.
Die weitgehend erneuerten Sparrenpaare waren durch zwei verzapfte Kehlbalkenlagen verstärkt. Sie unterteilten das Dach in zwei Dachgeschosse und einen Spitzboden.
Betroffene Gebäudeteile:
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
2. Bauphase:
(1849)
(1849)
Umbau laut Inschrift (i)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzdokumentation
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das ehem. Wohnstallhaus ist Teil einer dreiseitigen Hofanlage, die in Ecklage zum Keplerweg/ Bachstraße steht; das Hauptgebäude steht traufseitig entlang des Keplerwegs und begrenzt den Hof nach Norden hin. Quer dazu, entlang der Westseite befindet sich ein Stall- und Lagerbau, parallel zum Hauptbau im Süden eine Scheune.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem untersuchten Wohnstallhaus handelt es sich um ein zweistöckiges Gebäude mit einem zweigeschossigen Satteldach und beidseitigem, an der Straße geschossweise auskragenden Steilgiebel. Das Erd- und Stallgeschoss sind in Sandstein ausgebildet, darüber erhebt sich das teilverputzte Fachwerkobergeschoss; Giebel mit Geschossvorkragungen über beschnitzten Knaggen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Im massiven Erdgeschoss befanden sich Stall- und Lagerräume. Das modernisierte Obergeschoss bildet die eigentliche Wohnebene.
Danach gliederte sich der bauzeitliche Grundriss in eine giebelseitige Wohnzone, in die mittige Erschließungszone und in die rückwärtige Kammerzone. Während die Breite der Wohnzone im Stubenbereich noch erhalten ist, sind die bauzeitlichen Ausdehnungen der beiden verbleibenden Zonen nur noch im Treppenhausbereich erhalten.
Danach gliederte sich der bauzeitliche Grundriss in eine giebelseitige Wohnzone, in die mittige Erschließungszone und in die rückwärtige Kammerzone. Während die Breite der Wohnzone im Stubenbereich noch erhalten ist, sind die bauzeitlichen Ausdehnungen der beiden verbleibenden Zonen nur noch im Treppenhausbereich erhalten.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Mischbau
- Obergeschoss(e) aus Holz
- Dachform
- Satteldach
- Steinbau Mauerwerk
- Quader
Konstruktion/Material:
1. Dachgeschoss
Auf dieser Ebene wurden die Kehlbalken durch drei, parallel zum Firstverlauf verbaute Längshölzer unterstützt. Einschließlich der beiden Giebelscheiben entlasten sie sich auf insgesamt 4 stehenden Querbünden, die in ihrer Anordnung einen dreizonigen Dachgrundriss fixieren. Während die äußeren Längshölzer (Stuhlrähme) Bestandteil stehender Längsbünde sind bzw. waren, handelt es sich bei dem inneren Längsholz um das Rähm einer Fachwerkwand. Dies trifft aber nur auf die vordere Zone zu. Bei dem verbleibenden Rest des Längsholzes übernimmt es die Funktion eines über zwei Zonen verlaufenden, die Kehlbalken unterstützenden Unterzuges.
Danach waren in der vorderen Zone zwei Dachkammern und in der rückwärtigen Zone eine große Dachkammer angelegt. Die inneren Wände der Kammern bestehen aus einfach verriegelten Flechtwerkwänden, während der vordere Giebel zweifach verriegelt und mit Bruchstein ausgemauert ist.
Die Längsaussteifung des Daches war der inneren Längswand zugeordnet. Dazu sind wandhohe, beidseitig verzapfte Streben eingebaut. Bei den äußeren Längshölzern waren bis auf die vordere Giebelscheibe, zwischen Ständer und Stuhlrähm verzapfte Kopfbüge verbaut.
2. Dachgeschoss
Im Gegensatz zum 1. Dachgeschoss war das 2. Dachgeschoss ursprünglich ungeteilt, also über die gesamte Dachlänge offen. Das tragende Gerüst bilden zwei abgesprengte Querbünde innerhalb des Daches und zwei stehende Querbünde ohne Kopfstreben im Zuge der Giebelscheiben.
Die Längsaussteifung beschränkte sich auf die geneigten Längsbünde unter den Dachschrägen, wobei die ehemals zum Stuhlrähm aufsteigenden Verstrebungen gänzlich fehlen. Wie im 1. Dachgeschoss sind auch hier keine in ihrer ursprünglichen Lage erhaltenen Zwischenkehlbalken mehr vorhanden.
3. Dachgeschoss
Auf der Höhe des ungeteilten Dachspitzes ist am Hauptgiebel die ehemalige Ausführung eines Schwebedreieckes zu vermuten.
Auf dieser Ebene wurden die Kehlbalken durch drei, parallel zum Firstverlauf verbaute Längshölzer unterstützt. Einschließlich der beiden Giebelscheiben entlasten sie sich auf insgesamt 4 stehenden Querbünden, die in ihrer Anordnung einen dreizonigen Dachgrundriss fixieren. Während die äußeren Längshölzer (Stuhlrähme) Bestandteil stehender Längsbünde sind bzw. waren, handelt es sich bei dem inneren Längsholz um das Rähm einer Fachwerkwand. Dies trifft aber nur auf die vordere Zone zu. Bei dem verbleibenden Rest des Längsholzes übernimmt es die Funktion eines über zwei Zonen verlaufenden, die Kehlbalken unterstützenden Unterzuges.
Danach waren in der vorderen Zone zwei Dachkammern und in der rückwärtigen Zone eine große Dachkammer angelegt. Die inneren Wände der Kammern bestehen aus einfach verriegelten Flechtwerkwänden, während der vordere Giebel zweifach verriegelt und mit Bruchstein ausgemauert ist.
Die Längsaussteifung des Daches war der inneren Längswand zugeordnet. Dazu sind wandhohe, beidseitig verzapfte Streben eingebaut. Bei den äußeren Längshölzern waren bis auf die vordere Giebelscheibe, zwischen Ständer und Stuhlrähm verzapfte Kopfbüge verbaut.
2. Dachgeschoss
Im Gegensatz zum 1. Dachgeschoss war das 2. Dachgeschoss ursprünglich ungeteilt, also über die gesamte Dachlänge offen. Das tragende Gerüst bilden zwei abgesprengte Querbünde innerhalb des Daches und zwei stehende Querbünde ohne Kopfstreben im Zuge der Giebelscheiben.
Die Längsaussteifung beschränkte sich auf die geneigten Längsbünde unter den Dachschrägen, wobei die ehemals zum Stuhlrähm aufsteigenden Verstrebungen gänzlich fehlen. Wie im 1. Dachgeschoss sind auch hier keine in ihrer ursprünglichen Lage erhaltenen Zwischenkehlbalken mehr vorhanden.
3. Dachgeschoss
Auf der Höhe des ungeteilten Dachspitzes ist am Hauptgiebel die ehemalige Ausführung eines Schwebedreieckes zu vermuten.


