Gasthaus Löwen
ID:
100934695716
/
Datum:
17.09.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Hauptstraße |
| Hausnummer: | 1 |
| Postleitzahl: | 68739 |
| Stadt-Teilort: | Reilingen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Kreis: | Rhein-Neckar-Kreis (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8226068002 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Bei dem Gasthaus zum Löwen handelt es sich um einen Gehöft aus Gast- und Wohnhaus, Scheune und Nebentrakt. Das Dachwerk des Hauptgebäudes wurde laut der dendrochronologischen Untersuchung im Jahr 1685 (d) erbaut.
1. Bauphase:
(1685)
(1685)
Errichtung des Hauptgebäudes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Anlagen für Handel und Wirtschaft
- Gasthof, -haus, Herberge
2. Bauphase:
(1870)
(1870)
Errichtung des Anbaus (d)
Betroffene Gebäudeteile:
- Anbau
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzuntersuchung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Gasthaus Löwen befindet sich am östlichen Ortrand von Reilingen, südseitig der Hauptstraße. Das Gasthaus ist giebelständig zu dieser ausgerichtet.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Anlagen für Handel und Wirtschaft
- Gasthof, -haus, Herberge
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Ehemaliges Gasthaus "Zum Löwen", heute Heimatmuseum und Dorfgemeinschaftshaus, zweigeschossig, massives Erdgeschoss, Fachwerkaufbau, Krüppelwalmdach; östlich daran angebaut jüngerer Saalbau in Fachwerk mit Vorkragung und Satteldach; parallel dazu massive Scheune mit Fachwerkobergeschoss; kleine Scheune mit Fachwerkaufbau.
Hauptgebäude: Ausgangspunkt der nachfolgenden Beobachtungen und Analysen zum bauzeitlichen Baubestand des Gebäudes ist das Dachwerk. Hierbei handelt es sich um ein zweigeschossiges Satteldach mit zusätzlichem Spitzboden und beidseitigen Halbwalmabschlüssen.
Hauptgebäude: Ausgangspunkt der nachfolgenden Beobachtungen und Analysen zum bauzeitlichen Baubestand des Gebäudes ist das Dachwerk. Hierbei handelt es sich um ein zweigeschossiges Satteldach mit zusätzlichem Spitzboden und beidseitigen Halbwalmabschlüssen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Ehemals in Fachwerk abgezimmert, erhielt das Erdgeschoss zu einem späteren Zeitpunkt massive Außenwände. Dies bezog sich nicht auf den Gewölbekeller, der als massiver Block übernommen wurde.
Obwohl noch weitgehend verputzt, lassen sich zur ursprünglichen Grundrissgliederung erste Angaben machen.
Danach gliederte sich die Wohnzone in eine Gaststube mit benachbarter Kammer, während im Bereich des verbleibenden Grundrisses die im Obergeschoss vorgegebene Gliederung ausgeführt war.
Nicht gesichert ist die bauzeitliche Erschließung des Erdgeschosses und der Zugang nach oben.
Bis auf eine Ausnahme lassen sich die im Dachwerk vorgegebenen Tragachsen in vertikaler Abstimmung bis in den Oberstock verfolgen. Die Ausnahme bezieht sich auf die Breite der Wohnzone, die sich in diesem Fall über zwei Dachzonen erstreckt.
Die Wohnzone gliederte sich in eine große Stube mit benachbarter Schlafkammer an der rückwärtigen Traufe und einem vorgelagerten offenen Laubengang entlang der Straßentraufe.
Innerhalb der Erschließungszone, bzw. dem Treppenhaus lag an der rückwärtigen Traufe der Herd- und Küchenraum, sowie der Zugang in die Stube und in den firstparallel verlaufenden Mittelflur. Beidseitig des Mittelflures waren schon bauzeitlich jeweils zwei Kammern oder auch Herbergsräume angelegt. Die Lage der genauen Zugänge wurde nicht untersucht.
Obwohl noch weitgehend verputzt, lassen sich zur ursprünglichen Grundrissgliederung erste Angaben machen.
Danach gliederte sich die Wohnzone in eine Gaststube mit benachbarter Kammer, während im Bereich des verbleibenden Grundrisses die im Obergeschoss vorgegebene Gliederung ausgeführt war.
Nicht gesichert ist die bauzeitliche Erschließung des Erdgeschosses und der Zugang nach oben.
Bis auf eine Ausnahme lassen sich die im Dachwerk vorgegebenen Tragachsen in vertikaler Abstimmung bis in den Oberstock verfolgen. Die Ausnahme bezieht sich auf die Breite der Wohnzone, die sich in diesem Fall über zwei Dachzonen erstreckt.
Die Wohnzone gliederte sich in eine große Stube mit benachbarter Schlafkammer an der rückwärtigen Traufe und einem vorgelagerten offenen Laubengang entlang der Straßentraufe.
Innerhalb der Erschließungszone, bzw. dem Treppenhaus lag an der rückwärtigen Traufe der Herd- und Küchenraum, sowie der Zugang in die Stube und in den firstparallel verlaufenden Mittelflur. Beidseitig des Mittelflures waren schon bauzeitlich jeweils zwei Kammern oder auch Herbergsräume angelegt. Die Lage der genauen Zugänge wurde nicht untersucht.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Abgezimmert als Sparrendach, werden die Kehlbalken über dem 1. Dachgeschoss von drei, in Firstrichtung verlaufenden Längshölzern aus Eichenholz unterstützt. In gestoßener Ausführung die gesamte Dachlänge durchlaufend, erfolgt deren Unterstützung über zweifach abgesprengte Querbünde (liegende Stühle), kombiniert mit mittig stehenden Ständern (einfach stehender Längsbund) in vier inneren Querachsen. Zusammen mit den stehenden Querbünden der beiden Giebelscheiben unterteilen sie den Dachgrundriss in fünf unterschiedlich breite und offene, keine Dachkammern abtrennende Querzonen.
In Querrichtung durch verzapfte, von den Bundstreben zum abgesetzten Spannriegel aufsteigende Kopfstreben ausgesteift, erfolgt auch die Längsaussteifung durch Streben. Ausgehend von den beiden Giebelscheiben handelt es sich um kurze Kopfstreben, die im Dachinnern von schrägen, unter den Dachflächen verlaufenden Winkelhölzern abgelöst werden. Innerhalb den äußeren Querzonen frei zu den beiden äußeren Längshölzern aufsteigend, überqueren sie in den drei inneren Querzonen einen zwischen die Bundstreben gezapften Riegel.
In Querrichtung durch verzapfte, von den Bundstreben zum abgesetzten Spannriegel aufsteigende Kopfstreben ausgesteift, erfolgt auch die Längsaussteifung durch Streben. Ausgehend von den beiden Giebelscheiben handelt es sich um kurze Kopfstreben, die im Dachinnern von schrägen, unter den Dachflächen verlaufenden Winkelhölzern abgelöst werden. Innerhalb den äußeren Querzonen frei zu den beiden äußeren Längshölzern aufsteigend, überqueren sie in den drei inneren Querzonen einen zwischen die Bundstreben gezapften Riegel.

