Objekt(313): Wasserturm am Zollernschloss Wasserturm am Zollernschloss

ID: 371210379369
Datum: 04.12.2006
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(313): Wasserturm am Zollernschloss Objektdaten

Straße: Friedrichstraße
Hausnummer: 67/1
Postleitzahl: 72336
Stadt: Balingen
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Zollernalbkreis (Landkreis)
Gemeinde: Balingen
Wohnplatz: Balingen
Wohnplatzschlüssel: 8417002001
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(313): Wasserturm am Zollernschloss Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(313): Wasserturm am Zollernschloss Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(313): Wasserturm am Zollernschloss Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungSiechenkapelle (72336 Balingen, Tübinger Straße 48)
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Bauphasen(313): Wasserturm am Zollernschloss Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Im so genannten Wasserturm des Zollernschloßes in Balingen heben sich umfangreiche Reste eines spätmittelalterlichen Stadtmauerturmes erhalten. Die für das Dachwerk ermittelte Datierung von 1483 dürfte formalen Gesichtspunkten zufolge wohl zugleich die Erbauungszeit des Turmaufbaues darstellen. Aufgrund fehlender Dendrodaten aus den unteren Teilen de Turmes ist eine etwas frühere Entstehung des Turmbaues jedoch nicht auszuschließen.
Im ursprünglichen Zustand zeigte der Turm zwei mit Schießscharten versehene und spätestens ab einer frühen Umbauphase, vermutlich von Anfang an gewölbte Untergeschosse, die separat von außen erschlossen waren. Darauf folgte ein im Inneren sechseckiges Geschoß mit Netz- und Sternrippengewölbe und Maßwerkfenster an der Ostseite, das als einstiges Kapellengeschoß angesehen werden darf. Dessen Einwölbung reichte in das nächstfolgende Geschoß empor, in dem lediglich ein schmaler, nur von außen her erschlossener Wehrgang die Gewölbekuppel umlief. Darüber erhob sich letztendlich ein wohl nur zu Wehrzwecken dienendes Fachwerkobergeschoß mit spitzem Zeltdach.
Eine zweite wichtige Bauphase wird mit dem Umbau zum Gefängnis im frühen 19. Jahrhundert greifbar, als in vier der fünf Geschosse Gefängniszellen eingefügt wurden. Diese, die zugehörigen Flure, Feuerungsbereiche und Treppenanlagen haben die ursprüngliche Erscheinung des Inneren fast vollständig überlagert, haben jedoch außer im Kapellengeschoss, in dem die einstige Einwölbung aufgegeben wurde, sowie hinsichtlich einzelner Veränderungen an den Schießscharten nicht allzu sehr in den mittelalterlichen Baubestand eingegriffen. Damit stellen sowohl die mittelalterlichen Reste als auch jene des 19. Jahrhundert sehr geschlossen überlieferte und eigenes Gewicht besitzende Befundzusammenhänge dar, wie sie in dieser Vollständigkeit und Anschaulichkeit andernorts kaum mehr überliefert sind.


1. Bauphase:
(1483)
Errichtung des Dachwerk um 1483 (d). Damit kann auch von einer Entstehung des Gebäudes in dieser Zeit ausgegangen werden.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Befestigung- und Verteidigungsanlagen
    • Stadtbefestigung, allgemein
    • Turm

2. Bauphase:
(1800 - 1900)
Umnutzung als Gefängnis mit dementsprechenden Einbauten
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
    • Strafanstalt
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Besitzer(313): Wasserturm am Zollernschloss Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Lageplan (Vorlage LV-BW und RPS-LAD) / Wasserturm am Zollernschloss in 72336 Balingen
Aufnahme von 1925 (www.bildindex.de) / Wasserturm am Zollernschloss in 72336 Balingen

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauaufnahme und Baugeschichtliche Untersuchung
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Beschreibung(313): Wasserturm am Zollernschloss Beschreibung

Umgebung, Lage: Rundturm in der Südostecke der Zwingermauer der Stadtbefestigung, die sich vor der eigentlichen Stadtmauer befindet.
Lagedetail:
  • Befestigungsanlage
    • allgemein
Bauwerkstyp: keine Angabenkeine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Auf einem runden ca. 7,5 m breitem steinernem etwa 14 m hohem Turmunterbau sitzt ein eingeschossiger Fachwerkaufbau, der oben von einem spitzen Zeltdach bekrönt wird.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Geschosse bestehen alle aus einem schmalen Flur mit Vertikalerschließung und einem Raum. Das dritte Turmgeschoß wird von außen erschlossen.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: Die Ausstattung ist von den Einbauten zur Umnutzung als Gefängnis geprägt (Britschen, Fenstergitter, Öfen)
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Konstruktionen(313): Wasserturm am Zollernschloss Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Zeltdach/Pyramidendach/-helm
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit Abstrebung
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Gewölbe
    • Kuppel
    • Rippengewölbe
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
    • Werkstein
Konstruktion/Material: Massiver Unterbau mit ca 1,7 m dicken Mauern aus Bruchstein und Schichtenmauerwerk mit Wandöffnungen aus sorgfälltiger bearbeitetem Werkstein (Schießscharten). Die Decken wurden teilweise als Gewölbe ausgeführt. Der Fachwerkaufbau stockwerkweise abgezimmert, das Dachwerk als Sparrendach mit stehendem Stuhl in acht radiale Dachbalken eingezapft.