Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Siechenkapelle

ID: 201211379363  /  Datum: 21.11.2006
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Tübinger Straße
Hausnummer: 48
Postleitzahl: 72336
Stadt: Balingen
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Zollernalbkreis (Landkreis)
Gemeinde: Balingen
Wohnplatz: Balingen
Wohnplatzschlüssel: 8417002001
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Wasserturm am Zollernschloss (72336 Balingen, Friedrichstraße 67/1)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Über der Siechenkapelle haben sich umfangreich Reste eines um 1427/28 (d) abgezimmerten Dachwerks erhalten. Die ursprüngliche Konstruktion besteht aus einem zweigeschossigem Sparrendach mit durchgängiger Kehlbalkenlage und zwei äußeren und einem inneren Querbund eines liegenden Stuhles. Rundliche Ausnehmungen an Stuhlstreben und Kehlbalken, die seitlichen Sparrenschuhe, die geradlinigen Ausnehmungen an den Stuhlsäulen sowie der rundliche Putzabdruck an der Ostseite weisen darauf hin, daß in diesem Dachraum einst eine Holztonne eingezogen war.


1. Bauphase:
(1428)
Das Holz des Dachwerks wurde um 1427/28 (d) gefällt, damit kann von einem Abbund der Konstruktion im Jahr 1428 ausgegangen werden.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein

2. Bauphase:
(1940)
neue Zwischenbalken ersetzen die Holztonne
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1957 - 1958)
Renovierung des Inneren, darunter Erneuerung des Innenputzes und Einbau einer Bretterdecke auf die 1940 eingebauten Zwischenbalken des Dachstuhls.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Lageplan (Vorlage LV-BW und RPS LAD) / Siechenkapelle in 72336 Balingen
Ansicht von Südwesten / Siechenkapelle in 72336 Balingen

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische und dendrochronologische Untersuchung zum Dachwerk
  • Restauratorische Untersuchung an der Raumschale der Kapelle

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Ausserhalb der Altstadt in nordöstlicher Richtung neben dem Krankenhaus an der Tübinger Straße gelegen.
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Kino, Konzert-, Theaterhaus, Oper
    • Museum/Ausstellungsgebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Kleiner Kapellenbau über gedrungen-rechteckigem Grundriß, nach oben von einem Satteldach in Längsrichtung überdeckt. An der Westseite ist dem Dach ein kleiner Dachreiter als Glockenturm aufgesetzt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Kleiner offener Kapellenraum mit eingezogener Decke unterhalb des Dachstuhls.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Umfangreiche Reste des spätmittelalterlichen Dachwerks erhalten. Raumschale aber durch Sanierungen in den 1940er Jahren gestört.
Bestand/Ausstattung:
In den oberen Giebelscheiben haben sich umfangreich Fassungen aus dem 15. Jh. erhalten.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Detail (Ausstattung)
    • Wand-, Deckenfassung, Gefachmalerei
Konstruktion/Material:
Über dem ungegliederten massiven Unterbau steht ein zweigeschossiges Sparrendach.

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