Objekt(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof

ID: 351314109094
Datum: 06.08.2009
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof Objektdaten

Straße: Grenzhof
Hausnummer: 5
Postleitzahl: 69123
Stadt: Heidelberg-Wieblingen
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Heidelberg (Stadtkreis)
Gemeinde: Heidelberg
Wohnplatz: Grenzhof
Wohnplatzschlüssel: 8221000008
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof Objektbeziehungen

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Objekt(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof Umbauzuordnung

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Objekt(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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Bauphasen(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Der Bauerweiler Grenzhof geht auf das 771 erstmals erwähnte Dorf Grensheim zurück. Im 8./9. Jh. größtenteils an Kloster Lorsch tradiert, gelang er zwischen 1153 und 1184 in den Besitz des Klosters Schönau. In der 2. Hälfte des 12 Jh. wurde das Dorf von den Zisterziensern des Klosters Schönau in eine große Grangie umgewandelt: Das Kloster vertrieb als größter Grundherr die übrigen Bauern und setzte Laienbrüder (Konversen) für die Bewirtschaftung der Höfe ein. Meist wurde das alte Dorf bis auf einen zentralen Hof abgebrochen. Wirtschaftlicher Hintergrund war die Erhaltung rentabler Großgüter gegenüber der zunehmenden Zersplitterung der Grundherrschaft. Die Erzeugnisse der Grangie Grenzhof wurden über die Stadthöfe des Klosters abgesetzt.
1817 wurde der Grenzhof in 8 Höfe geteilt, die mit den dazugehörigen Ländereien etwa radial um den zentralen Dorfplatz gelegen sind. Im Jahr 1821 bekam der Grenzhof seinen eigenen Friedhof. Der Grenzhof war lange Stabhalterei von Wieblingen. Im Jahr 1920 kam der Grenzhof als „Nebenort“ zu Heidelberg, 1935 wurde er eingemeindet.

Der Weiler Grenzhof hat verschiedene Charakteristika der Grangie bewahrt: Die Anordnung der landwirtschaftlichen Gehöfe um einen langgezogenen Anger mit Wasserpumpe, durch Mauern aus rotem Bruchsandstein nach außen sowie zum zentralen Platz hin abgegrenzt, als reine Domäne ohne Kirche, jedoch mit einem eigenem vor dem Weiler gelegenen Friedhof. Die heute überlieferten Gebäude stammen großteils aus der Mitte des 19. Jh. und zeigen eine einheitliche, klassische Gestaltung.

Das landwirtschaftliche Anwesen Grenzhof 5 besteht aus einem eingeschossigen Wohngebäude mit Krüppeldach, das dorfeinwärts gelegen ist, einer großen, massiven Scheune mit steilem, hohem Krüppeldach, die das Hofgelände zu den Feldern begrenzt und einem im Hof sich rechtwinklig an die Scheune anschließendem Wirtschaftsgebäude.
Die Scheune ist nach einem Brand 1922 gänzlich neu errichtet worden, wobei die Dimension und Form des Vorgängerbaus wieder aufgenommen wurden.
Im Jahr 1996 wurde Dachgeschoss des Wohnhauses ausgebaut und neue Gauben errichtet. 2006 folgte der Umbau des Wirtschaftsgebäudes zu einem Cafe und Wohnungen.


1. Bauphase:
(1840 - 1860)
Das landwirtschaftliche Anwesen Grenzhof 5 wurde in der Mitte des 19. Jh. errichtet.(a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus
    • Scheune
    • Stallscheune

2. Bauphase:
(1922)
Die Scheune ist nach einem Brand 1922 gänzlich neu errichtet worden, wobei die Dimension und Form des Vorgängerbaus wieder aufgenommen wurden. (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1996)
Das Dachgeschoss des Wohnhauses wurde ausgebaut. (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(2006)
2006 folgte der Umbau des Wirtschaftsgebäudes zu einem Cafe und Wohnungen. (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus
    • Scheune
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
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Besitzer(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Hofeinfahrt mit Blick auf Wirtschaftsgebäude,  Ansicht von Südwesten,
Urheber: Schulle und Dietrich, Freie Architekten / landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof in 69123 Heidelberg-Wieblingen, Grenzhof
Wirtschaftsgebäude und Scheune, Ansicht von Süden, 
Urheber: Schulle und Dietrich, Freie Architekten / landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof in 69123 Heidelberg-Wieblingen, Grenzhof

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Fotodokumentation des Wirtschaftsgebäudes
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Beschreibung(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof Beschreibung

Umgebung, Lage: Der Weiler Grenzhof liegt ganz im Westen Wieblingens an der Grenze nach Edingen/Friedrichsfeld.
Der Dorfkern wird umschlungen von einem Gürtel aus Scheunen, Stallungen und Unterständen. Das Zentrum de Grenzhofs bildet der Anger, mit seinem Baumbestand und Rasen.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Weiler
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus
    • Scheune
    • Stallscheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Das Anwesen Grenzhof 5 ist ein Teil des Bauernweilers Grenzhof, das in 8 Höfe geteilt ist, die mit den dazugehörigen Ländereien etwa radial um den zentralen Dorfplatz gelegen sind.
Das eingeschossige Wohngebäude mit Krüppeldach ist dorfeinwärts gelegen. Eine große, massive Scheune mit steilem, hohem Krüppeldach begrenzt das Hofgelände zu den Feldern. Im Hof schließt sich ein einstockiges Wirtschaftsgebäude rechtwinklig an die Scheune an.

Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das eingeschossige Wirtschaftsgebäude ist dreizonig gegliedert.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(7638): landwirt. Anwesen des Bauernweilers Grenzhof Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit Schopfwalm (Krüppelwalm)
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
Konstruktion/Material: Bei dem Wohnhaus handelt es sich um ein verputztes, massives Bruchsandsteinbau unter Krüppelwalmdach. Die verputzte Fassade ist durch Gurtgesimse und profilierte Fenstergewände gegliedert.
Die massive Scheune und das Wirtschaftsgebäude sind aus Sandstein erbaut, verputzt und mit Krüppeldächern überdeckt.
Die Decke im EG des Wirtschaftsgebäudes ist in Holzkonstruktion errichtet.