Objekt(556): Kasten Kasten

ID: 341214409212
Datum: 07.08.2007
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(556): Kasten Objektdaten

Straße: Klosterhof
Hausnummer: 5
Postleitzahl: 72270
Stadt: Baiersbronn - Klosterreichenbach
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Freudenstadt (Landkreis)
Gemeinde: Baiersbronn
Wohnplatz: Klosterreichenbach
Wohnplatzschlüssel: 8237004052
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(556): Kasten Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: BauforschungKlosteranlage

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabekeine Angabe
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Objekt(556): Kasten Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(556): Kasten Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungKlosteranlage (72270 Baiersbronn - Klosterreichenbach, Murgtalstraße/Am Klosterhof)
BauforschungWestflügel Konventbau (72270 Baiersbronn - Klosterreichenbach, Murgtalstraße 162)
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Bauphasen(556): Kasten Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Gebäude lässt sich in sechs große Bauphasen einordnen: Noch aus der ersten Bauphase aus dem 12./13. Jahrhundert stammen Teile der Außenwände mit dem Quadermauerwerk, den großen Eckblöcken und zwei Rundbogeneingänge in der Westwand. Im Jahr 1414 wurde das Gebäude nach einer weitgehenden Zerstörung wiederaufgebaut.
Einer dritten Bauphase um das Jahr 1500 lässt sich die Balkendecke zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss sowie der gesamte Dachstuhl mit der südlichen Giebelwand und dem Krüppelwalm zuordnen. Eine Verstärkung der Decke durch Unterzüge lässt eine Nutzung als Fruchtkasten vermuten.
In einer vierten Bauphase im Jahr 1766 (d) wurden Veränderungen an den Balkendecken vorgenommen. Außerdem aus dieser Zeit stammt die nördliche Giebelwand.
Im Jahr 1854 wurde das Gebäude zu Wohnungen im Erd- und Obergeschoss umgebaut. 1981 wurde der Kasten von der Gemeinde Baiersbronn gekauft und saniert.


1. Bauphase:
(1150 - 1300)
Errichtung des Gebäudes als Infirmerie des Klosters. Aus dieser Zeit sind noch die unteren Teile der Außenwände und zwei Rundbogeneingänge vorhanden (gk).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Infirmarie
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein

2. Bauphase:
(1414)
Wiederaufbau des zerstörten Gebäudes (d, 1414).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1497 - 1498)
Wiederaufbau der Balkendecke zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss. Aufbau des gesamten Dachstuhls (d, 1497).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl

4. Bauphase:
(1505)
Umnutzung des Gebäudes als Fruchtkasten hierzu wurden zusätzliche Unterzüge eingesetzt (d, 1505).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Speicher

5. Bauphase:
(1766)
Umbaumaßnahmen der Balkendecke im EG. Die nördliche Giebelwand wurde in dieser Zeit neu errichtet (d).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

6. Bauphase:
(1854)
Umnutzung des Fruchtkastens zu einem Wohngebäude. Das Erd- und Obergeschoss wurden zu Wohnungen umgebaut (d).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

7. Bauphase:
(1981)
Kauf durch die Gemeinde Baiersbronn und Sanierung des Dachstuhls und des Erdgeschosses.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(556): Kasten Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Baiersbronn Klosterreichenbach, Klosterhof 5, Kasten Ansicht  / Kasten in 72270 Baiersbronn - Klosterreichenbach
Baiersbronn Klosterreichenbach, Klosterhof 5, Kasten Bauphasenplan Erdgeschoss / Kasten in 72270 Baiersbronn - Klosterreichenbach

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchungen
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Beschreibung(556): Kasten Beschreibung

Umgebung, Lage: Im Murgtal an der Mündung des Reichenbachs südöstlich am heutigen am Ortsrand von Klosterreichenbach gelegen.
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Speicher
  • Sakralbauten
    • Infirmarie
    • Wirtschaftsbauten
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Das Gebäude mit dem rechteckigen Grundriss (18.82m x 9.95m) ist zweigeschossig mit einem dreigeschossigen Satteldach. Der südliche Giebel besitzt einen Krüppelwalm.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Grundrissstruktur im Erdgeschoss ist dreizonig angeordnet. Eine Erschließungszone geht durch die gesamte Hausbreite (kurze Seite). Die südliche Zone wird durch einen Mittelflur erschlossen, die Räume nördlich der Erschließungszone werden direkt von der mittleren Zone erschlossen.
Die Grundrissaufteilung im Obergeschoss stammt weitestgehend aus dem Jahr 1854. Hier wurde eine dreischiffige Aufteilung mit mittlerer Erschließungszone gewählt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Die Untersuchungen bestätigen die Theorie, dass es sich bei dem so genannten Kasten um die ehemalige Infirmerie des Klosters Reichenbach handelt, deren Bau noch in romanische Zeit zurückgeht. Aus dieser Epoche hat sich eine bemerkenswerte Bausubstanz über alle Veränderungen der folgenden Jahrhunderte erhalten. Über die Rekonstruktion der Ein- und Ausgänge dieses ältesten Gebäudes lassen sich noch wertvolle Aussagen machen.
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(556): Kasten Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit Schopfwalm (Krüppelwalm)
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Fenster
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Steinbau
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
    • hammerrechtes Schichtenmauerwerk
Konstruktion/Material: Auf dem massiven Erdgeschoss mit Bruchsteinmauern, an manchen Stellen auch Quadermauerwerk mit bis zu 80cm Wandstärke, steht eine Fachwerkkonstruktion. Der Dachstuhl besteht im ersten Geschoss aus sechs liegenden Bindern. Der Kreuzverband aus kreuzweise angeordneten Diagonalstreben liegt unter der Sparrenebene.