Objekt(8039): Wohnstallhaus Wohnstallhaus

ID: 131317148995
Datum: 28.05.2010
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(8039): Wohnstallhaus Objektdaten

Straße: Jägerweg
Hausnummer: 7
Postleitzahl: 88048
Stadt: Friedrichshafen-Ailingen
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Bodenseekreis (Landkreis)
Gemeinde: Friedrichshafen
Wohnplatz: Unterraderach
Wohnplatzschlüssel: 8435016063
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(8039): Wohnstallhaus Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(8039): Wohnstallhaus Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(8039): Wohnstallhaus Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keinekeine
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Bauphasen(8039): Wohnstallhaus Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

1.Bauphase (1702 – 1702) (d):
Erbauung des Ständerbohlenbaus um 1702 (W 1701/02 (d)).
Ursprünglich fünfzonige und zweischiffige Grundrissgliederung mit mittiger Tenne.
Ungewöhnlich kleine Stube mit einer Grundfläche von ca. 3.85 x 2.75 m im südöstlichen Eck.
Der Stube war im südwestlichen Grundrissfeld eine weitaus größere Küche mit annähernd quadratischem Grundriss zugeordnet. Die Herdstelle, von der aus auch der Stubenofen beschickt wurde, befand sich im nordöstlichen Raumeck. Ein Wechsel im quergerichteten Deckengebälk verweist auf einen ca. 1.75 x 1.40 m großen Rauchfang.
Der erste, innere Querbund des 1. DG verfügte schon zur Bauzeit über eine zweiriegelige Wandbildung, die zur südlichen Giebelseite eine Kammer vom übrigen Dachraum abteilte.

2. Bauphase (1850-1850) (gk):
Etwa in der 2. H. 19. Jahrhundert wurden auf der Nordseite zwei Ökonomiezonen entfernt.
Der einstige dritte, innere Querbund, der seither die nördliche Außenwand darstellt, wurde im Unterbau in Form eines massiven Mischmauerwerks erneuert.
Die dritte Zone, die zur Bauzeit als 1 1/2 Geschoss hohe Tenne genutzt wurde, wurde durch ein längsgerichtetes Deckengebälk unterteilt und diente fortan als Viehstall und Heuboden.

Ausbildung der Küche mit russischem Kamin im rückwärtigen Bereich der vormals durchgehenden Flurzone.
Umnutzung der im südwestlichen Eckbereich gelegenen und ursprünglichen Küche zur Schlafkammer.
Ausbildung eines Mittelflures mit zwei südseitigen Dachkammern im 1. DG.

3. Bauphase frühes 20.Jahrhundert:
Westseitige Außenerschließung des Balkenkellers.
Primäre Erschließung des Kellers von der Stube aus über ein ca. 1 x 1 m kleines „Schlupfloch“ im Stubenboden.


1. Bauphase:
(1702)
Erbauung des Ständerbohlenbaus um 1702 (d)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1850)
Etwa in der 2. H. 19. Jahrhundert wurden auf der Nordseite zwei Ökonomiezonen entfernt (gk).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(8039): Wohnstallhaus Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Südgiebel und westl. Traufseite / Wohnstallhaus in 88048 Friedrichshafen-Ailingen, Unterraderach
Kleine Stube im südöstlichen Gebäudeeck / Wohnstallhaus in 88048 Friedrichshafen-Ailingen, Unterraderach

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauaufnahme, bauhistorische Untersuchung und Schadenskartierung
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Beschreibung(8039): Wohnstallhaus Beschreibung

Umgebung, Lage: Das bescheidene Wohnhaus mit Stallgefach liegt am östlichen Ortsrand von Unterraderach.
Lagedetail: keine Angabenkeine Angaben
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Wohnstallhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Eingeschossiges, traufständiges Kleinbauernhaus auf hohem Mauersockel mit
Satteldach. Südgiebel und Westseite teilweise mit Bretterverschalung.
Westseitig, von außen erschlossener Balkenkeller in der südlichen Querzone.
Auf der Urkarte von ~1825 noch mit längerem Ökonomieteil eingezeichnet.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Traggerüst legt einen zweischiffigen und in drei Zonen gegliederten Grundriss fest.

Erdgeschoss:
Mittlere Erschließungszone mit ostseitigem Haupteingang. Rückwärtig abgetrennte Küche mit westseitigem Hintereingang.
Südliche Zone mit südöstlich gelegener Stube und anschließender Kammer.
Die nördliche Zone nimmt nordöstlich einen kleinen Stall auf. Nordwestlich befindet sich das ehemalige Grünfutterlager mit westseitigem, zweiflügeligem Eingangstor.

1.Dachgeschoss:
Über den Mittelflur werden südseitig zwei Dachkammern erschlossen.
Die nördliche Zone diente als Heu -und Strohlager.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Das hölzerne Tragwerk des Unterbaus und das Dachwerk blieben weitgehend erhalten.
Um die 2. H. des 19. Jh.s wurden nordseitig zwei Ökonomiezonen entfernt.
Das Holzwerk der nördlichen Giebelseite, die vormals die dritte innere Querachse darstellte, wurde im Unterbau durch massives Mischmauerwerk ersetzt (Wacken, Bruchstein, Ziegel).

Die ursprünglichen Bohlenwandungen wurden vermittels Ziegeln erneuert und sind nur noch im südwestlichen Eckbereich erhalten. Die waagrechten Bohlen sind ca. 8 cm stark und in die seitlich genuteten Ständer eingeschoben.
Der einst zweifach stehende Stuhl des ersten, inneren Querbundes wurde mit dem späteren Einbau von zwei Dachkammern entfernt.
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(8039): Wohnstallhaus Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Holzgerüstbau
    • Geschossgerüst
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
    • sonstige Kunststeine
    • Wacken/Kiesel
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Bohlen
    • Hohlziegel (Nonnen-, Mönchziegel)
Konstruktion/Material: Unterbau:
Primär in Ständerbohlenbauweise errichtet.
Bundständer ziehen sich geschossübergreifend über eineinhalb Geschosse und bilden im 1. DG eine Art Kniestock aus.
Aussteifung der Bundständer durch verblattete Kopfbänder.

Dachkonstruktion:
Zweigeschossiges Satteldach. Querbünde im 1. DG mit zweifach stehendem Stuhl. Aussteifung der Stuhlständer durch kopfzonig verblattete und in der Fußzone verzapfte Bänder.
Vorkragendes Dachgebälk.
Sparren im First miteinander verzapft. In der Fußzone mit dem vorkragenden Dachgebälk verblattet und an eine Fußpfette geklaut.
Eine Längsaussteifung unter der Sparrenebene existiert nicht.

Die bauzeitlichen Hölzer sind allesamt rußgeschwärzt und verweisen auf ein ursprüngliches Rauchdach.