Objekt(9575): Sog. Haus Rose Sog. Haus Rose

ID: 127587645914
Datum: 19.03.2014
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(9575): Sog. Haus Rose Objektdaten

Straße: Herrenstraße
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 88239
Stadt: Wangen im Allgäu
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Ravensburg (Landkreis)
Gemeinde: Wangen im Allgäu
Wohnplatz: Wangen im Allgäu
Wohnplatzschlüssel: 8436081229
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Geo-Koordinaten: 47,6868° nördliche Breite, 9,8337° östliche Länge
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(9575): Sog. Haus Rose Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(9575): Sog. Haus Rose Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(9575): Sog. Haus Rose Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschung und RestaurierungWeberzunfthaus, Zunfthausgasse 11 (88239 Wangen)
BauforschungWohn- und Geschäftshaus, Herrenstraße 14 (88239 Wangen im Allgäu)
BauforschungWohnhaus, Spitalstraße 15 (88239 Wangen im Allgäu)
BauforschungWohnhaus, Herrenstraße 16 (88239 Wangen im Allgäu)
Bauforschung und RestaurierungWohnhaus (88239 Wangen, Eselberg 5)
BauforschungWohnhaus, Schmiedstraße 31 (88239 Wangen)
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Bauphasen(9575): Sog. Haus Rose Bauphasen

1. Bauphase:
(1505 - 1539)
Reste des spätmittelalterlichen Vorgängerbaus:
Die ab 1505 erhaltenen Steuerbücher der Stadt überliefern einen mittelalterlichen Baubestand an gleicher Stelle, der bei dem großen Stadtbrand 1539 zerstört wurde .
Die Befundlage lässt darauf schließen, dass ein großer Teil der Umfassungsmauern des Vorgängergebäudes aus Wackenmauerwerk erhalten geblieben und in dem späteren Bau von 1540 aufgegangen sind.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)

2. Bauphase:
(1540)
Erbauungszeit im Jahr 1540 (Sommer 1540 d), nach dem Stadtbrand 1539:
Die Reste des Dachwerkes in den Giebelscheiben (S 1540 d) verweisen auf ein dreigeschossiges Sparrendach mit stehender Stuhlkonstruktion in 1. und 2. DG. Sparrenabdrücke und Balkenlöcher von Auflagerbalken in den Giebelscheiben belegen schon für die Bauzeit 1540 die Ausbildung eines Schleppdaches über dem Rückgebäude.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Massivwände

3. Bauphase:
(1674)
Neuerrichtung der gesamten Dachkonstruktion einschließlich Schleppdach um 1674 (W 1671/72 d, W 1673/74 d)
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

4. Bauphase:
(1710 - 1730)
Veränderungen des 18. Jh. (gk, s):
Umgestaltung der Decken; die Stube und Stubenkammer im 2. Obergeschoss erhielten Rahmenstuckdecken; auch im Flurbereich sind noch Reste eines einfachen Rahmenstucks erhalten; die Stuckierung mit Bandelwerk und Akanthus verweist auf eine Gestaltungszeit zwischen 1710-30.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

5. Bauphase:
(1848 - 1900)
Veränderungen des 19. Jh. (a, gk, s):
Das Rückgebäude dürfte ab 1848 (a) zu Wohnzwecken umgenutzt worden sein. Im Vorderhaus erfolgte im Erdgeschoss der Einbau eines Ladens und die Umgestaltung der Erdgeschossfassade.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

6. Bauphase:
(1953 - 1990)
Veränderungen des 20. Jh. (a, s):
Zwischen 1953 bis 1990 eingreifende Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Ausstattung
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Besitzer(9575): Sog. Haus Rose Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Herrenstraße 1 mit Staffelgiebel, Ansicht Ost / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (28.06.2010 - A. Kuch)
1. OG, Stube, nach Osten / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (28.06.2012 - A. Kuch)

Stuckdetail Stuckdecke Stube im 2. OG / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (28.06.2010 - A. Kuch)
Stuckdetail Stuckdecke Stube 2. OG,  / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (28.06.2010 - A. Kuch)
EG, bauzeitliche Bretterbalkendecke über dem Flur / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (23.07.2013 - A. Kuch)
1. OG, Stube, Ausschnitt bauzeitliche Täferdecke / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (28.06.2012 - A. Kuch)
1. OG, Stubenkammer, nach Nordwesten mit bauzeitlicher Trennwand aus senkrechten Bohlen / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (28.06.2012 - A. Kuch)
2.OG, Trennwand zwischen Stube und Stubenkammer (18./Anfang 19. Jh.) / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (23.07.2013 - A. Kuch)
Gewölbekeller unter Vorderhaus mit Katzenkopfpflaster aus Argenkiesel / Sog. Haus Rose in 88239 Wangen im Allgäu (20.02.2014 - A. Kuch)

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Baudokumentation und Nachbefundung
  • Baudokumentation
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Beschreibung(9575): Sog. Haus Rose Beschreibung

Umgebung, Lage: Das untersuchte Bürgerhaus Herrenstraße 1 befindet sich auf der Westseite des Marktplatzes inmitten einer sich von Süd nach Nord erstreckenden Häuserzeile.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Patrizierhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Dreigeschossiger, traufständiger Massivbau mit dreigeschossigem Satteldach; die Brandmauern sind als Staffelgiebel ausgebildet; Innenwände aus Fachwerk; Gewölbekeller unter Vorderhaus.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude bestand anfänglich aus einem Vorderhaus mit langrechteckigen dreigeschossigen Rückgebäude und einem sich nordwestlich erstreckenden Innenhof. Aus dem Vorderhaus und dem Rückgebäude entwickelte sich durch Überbauung des Innenhofes der heutige Grundriss.

Grundrissgliederung Vorderhaus:
1. OG: Die historische Grundrissgliederung ist weitgehend erhalten geblieben. Zur Herrenstraße Stube mit schmaler Stubenkammer. Hervorhebung der Stube durch Drillingsfenster. An die Stube rückwärtig angrenzend die Küche. Der restliche rückwärtige Grundriss fungierte als Großflur und Erschließungszone. Abdruck der bauzeitlichen Treppe im Wandputz des Südgiebels.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: Im EG:
Einfache Bretterbalkendecken mit Originalfassung erhalten, Bretter teils orthogonal, teils schräg eingeschoben. Die Balken geschwärzt, die Bretter weiß getüncht, breiter schwarzer Begleiter entlang der Balken.
Im 1. OG:
Wohnstube mit seltener, gut erhaltener und reich verzierter Täferdecke um 1540. Rück-und Seitenwand zur Stubenkammer aus 90 cm breiten und 10 cm starken, senkrechten Bohlen mit Abdrücken eines einstigen Rahmenfrieses.
Im 2. OG:
Stube mit prächtiger Stuckdecke (1. H. 18. Jh.), Kartuschen mit allegorischen Stuckmotiven; angrenzende Stubenkammer mit zwei runden Medaillons mit Christus-und Mariamonogramm; dünne Trennwand aus Rahmen- und Füllungsbrettern in den unteren Zweidritteln, oberer Abschluss mit offenem, verschränktem Bogenfries.
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Konstruktionen(9575): Sog. Haus Rose Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Decken
    • Einschubdecke
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Wand-/Deckengestaltung
  • Gestaltungselemente
    • Staffelgiebel
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Steinbau Mauerwerk
    • Wacken/Kiesel
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Backstein/Lehmziegel
    • Bohlen
    • Bruchstein/Wacken
    • Lambris/Täfer
Konstruktion/Material: Vorderhaus:
Das innere Traggerüst des Unterbaus besteht aus einem außermittigen Längsbund, der nach Osten zur Herrenstraße hin die Wohnräume und nach Westen Flur und Küche abteilte.
Das Deckengebälk ist weitgehend in Längsrichtung, parallel zum First gespannt. Nur im 1. Obergeschoss ist das Deckengebälk über dem Flur -und Küchenbereich in Querrichtung gespannt.
Die noch aus der Bauzeit erhaltenen Wandungen in der Längsachse und die schräg verzogene Innenwand im 1. und 2. Obergeschoss im rückwärtigen Teil des Gebäudes bestehen aus einem zweiriegeligen Fachwerk mit Ziegel- und Bruchsteinausfachung.
Der nordöstliche Eckraum des 1. Obergeschosses war als ursprüngliche Wohnstube mit Bohlenwänden ausgestattet.