Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Kath. Pfarrkirche St. Oswald (Gruft unter dem Chor)

ID: 211602327212  /  Datum: 28.01.2019
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Kirchstraße
Hausnummer: 6
Postleitzahl: 89601
Stadt: Schelklingen-Justingen
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Alb-Donau-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Schelklingen
Wohnplatz: Justingen
Wohnplatzschlüssel: 8425108006
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die dem heiligen Oswald geweihte Pfarrkirche wird urkundlich erstmals im Jahr 1275 erwähnt.
Unter Freiherr Joseph Albrecht von Freyberg erfolgte 1697-68 der barocke Neubau unter Verwendung des spätgotischen Chors bzw. des Turmuntergeschoss. Gleichzeitig ließ von Freyberg auch eine Familiengruft anlegen. Eine bauhistorische Untersuchung liegt derzeit noch nicht vor. Um 2016 wurde im Zusammenhang mit der Kirchenrenovierung auch die Gruft renoviert.


1. Bauphase:
(1275)
Erste urkundliche Erwähnung einer Kirche
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Pfarrkirche

2. Bauphase:
(1697 - 1698)
Die kath. Pfarrkirche St. Oswald wurde unter dem Freiherren Joseph Albrecht von Freyberg 1698 errichtet (a), zusammen mit der Gruft.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Pfarrkirche
  • Sepulkralanlagen
    • Grab, Grabmal, Gruft

3. Bauphase:
(2016)
Renovierung Kirche und Gruft
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauaufnahme

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Gruft befindet sich unter der westlichen Hälfte des im Kern spätmittelalterlichen und 1698 barock überformten Chores. Der westliche Bereich der Gruft setzt sich dabei etwa 1 m unter dem Langhaus fort.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Sepulkralanlagen
    • Grab, Grabmal, Gruft
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Gruft nimmt etwa eine Breite von 3,85 m und eine Länge von 4,75 m ein. Die Raumhöhe beträgt ca. 3,00 m, das Tonnengewölbe selbst besitzt eine Stichhöhe von ca. 1,35 m.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Verwendete Materialien
    • Ziegel
Konstruktion/Material:
Die Umfassungsmauern und das Tonnengewölbe der Gruft sind vollständig in Ziegel errichtet. Die Oberflächen sind nicht verputzt, an manchen Stellen ist lediglich der Fugenmörtel etwas breitflächiger verteilt worden.

Der Zugang erfolgt über einen rechteckigen Schlupf im Boden mit anschließendem, ca. 86 cm breiten Treppenabgang aus Ziegelstufen im Westteil der Gruft, der etwas außermittig nach Süden versetzt von Westen nach Osten absteigt.
Der Treppenabgang wird von zwei segmentbogigen, bodentiefen Wandnischen flankiert, deren lichte Höhe etwa 1,70 m beträgt. Die nördliche ist ca. 1,22 m breit und 90 cm tief, die südliche ist 90 cm breit und 1,25 m tief. Die Öffnung der Nischen sind etwa zur Hälfte mit Ziegel zugesetzt. Der Zweck der Nischen ist unklar.
In der östlichen Hälfte der Gruft sind insgesamt 17 segmentbogig überwölbte Grabnischen angelegt. Sie sind etwa 2,50 m tief, 60 cm breit und 60 cm hoch und ebenfalls aus Ziegeln gemauert. Die Grabnischen sind in 4 Reihen axial übereinander angeordnet. In den unteren 3 Reihen sind jeweils 5 Grabnischen ausgebildet, die oberste Reihe beherbergt 2 Grabnischen.
Nur in 4 Grabnischen finden sich Reste von Bestattungen.
Es handelt sich um die 2 nördlich gelegenen Grabnischen in der untersten Reihe, die südlichste Grabnische in der untersten Reihe und die darüber liegende in der 2. Reihe. Mörtelreste verweisen auf ehemals zugemauerte Öffnungen, die dafür verwendeten quadratischen Ziegelfließen und Mauerziegel liegen lose verteilt auf dem Boden.

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