Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 211321148917  /  Datum: 20.01.2010
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Ochsengasse
Hausnummer: 13
Postleitzahl: 97980
Stadt: Bad Mergentheim
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Main-Tauber-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Bad Mergentheim
Wohnplatz: Bad Mergentheim
Wohnplatzschlüssel: 8128007004
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Nebengebäude 2 (Bahnhof 5), Bahnhof 5 (97980 Bad Mergentheim)
Büdelhof, Burgstraße 7 (97980 Bad Mergentheim)
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Wohnhaus, Nonnengasse 5 (97980 Bad Mergentheim)
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Dienstwohngebäude (97980 Bad Mergentheim, Zaisenmühlstraße 2)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Im Kernbestand mittelalterlicher Bau von 1454/55 (d). Davon im Erdgeschoß nur noch wenige Ständer erhalten. Im Obergeschoß umfangreich erhaltenes mittelalterliches Fachwerkgerüst, zweischiffig/dreizonig gegliedert, keine Hinweise auf Bohlenstube. Dreigeschossiges, steiles Satteldach mit Sparrendach mit dreifach stehendem Stuhl im ersten und mittigem stehend Stuhl im zweiten Dachgeschoß.
Vermutlich im 16. Jahrhundert das erste Dachgeschoß durch Querwände mit Flechtwerkausfachung unterteilt und im zweiten Dachgeschoß die nördliche Giebelscheibe erneuert.
In einer dritten Phase, die momentan zeitlich nicht genauer als auf das 16.-18. Jahrhundert einzugrenzen ist, wurden im Erdgeschoß die Außenwände als gemauerte Wandscheiben erneuert, im Obergeschoß ein großer Teil der Wandfelder mit neuen Ausfachungen und Füllungen versehen und die Befensterung verändert, eine mittige, vom Obergeschoß ins zweite Dachgeschoß emporführende Wendeltreppe angelegt und im Dachbereich nochmals Teile der Giebelcheiben erneuert.
Moderne Veränderungen bestehen in der Anlegung einer Schaufensterfront an der Nordseite des Erdgeschosses und Änderungen am Wohnungsausbau des Obergeschosses.


1. Bauphase:
(1455)
Kernbestand des Gebäudes 1454/55 (d). Eichenholzfachwerk, stockwerkweise abgezimmert, davon im Erdgeschoß nur noch zwei Ständer der Mittellängsachse und die Traufrähme sowie umfangreiche Teile des Deckengebälkes erhalten. Obergeschoß umfangreich erhalten mit zweischiffig/dreizonigem Fachwerkgerüst, keine Hinweise auf Bohlenstube, Nutzung damit unklar. Dreigeschossiges Satteldach ohne feste Unterteilungen, an der nördlichen und vermutlich auch an der südlichen Giebelseite ursprünglich Krüppelwalme.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1455 - 1550)
Vermutlich im frühen 16. Jahrhundert Unterteilung des ersten Dachosses durch Fachwerkquerwände mit Flechtwerkausfachung und Veränderung des nördlichen Giebels zum Dreiecksgiebel.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1550 - 1800)
Zu momentan nicht genauer datierbaren Zeitpunkten umfangreiche nachmittelalterliche Veränderungen am Gebäude. Außenwände des Erdgeschosses durch massive Mauerwerksscheiben ersetzt, im Obergeschoß Teile der Wandbildungen und die Befensterung erneuert, hölzerne Wendeltreppe vom Obergeschoß zum zweiten Dachgeschoß, Veränderungen Giebelscheiben.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1900 - 1999)
Im 20. Jahrhundert Anlegung einer Schafensterfront im EG und Änderungen am Wohnungsausbau des Obergeschosses. Dachereich ist weitgehend unberüht über diese Zeit gekommen.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Im westlichen Teil der historischen Altstadt an der Südseite der Ochsengasse gelegen.
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Zweigeschossiger Bau über gedrungen-rechteckigem Grundriß, giebelständiges, steiles Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Erdgeschoß mit breiter Tordurchfahrt und seitlichen Wirtschaftsräumen, Obergeschoß zweischiffig/dreizonig gegliedert, heute kleinräumig zu Wohnzwecken unterteilt. Erstes Dachgeschoß dreischiffig, durch Fachwerkquerwände geteilt, oberes Dachgeschoß ungeteilt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Gebäude unter Dach und genutzt, sanierungsbedürftig
Bestand/Ausstattung:
In Obergeschoß und Dachwerk einzelne ältere Türen sowie barocke Wendeltreppe

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Decken
    • Balkendecke
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Flechtwerk
Konstruktion/Material:
Erdgeschoß weitgehend massiv, Obergeschoß und Giebelscheiben Fachwerk, zur Straße hin verputzt, in den schmalen Traufwinkeln teilweise freiliegend.

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