Domturm (Rottenburg)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wilhelmspalais

ID: 196503827420  /  Datum: 24.06.2014
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Konrad-Adenauer-Straße
Hausnummer: 2
Postleitzahl: 70173
Stadt: Stuttgart
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Stuttgart (Stadtkreis)
Gemeinde: Stuttgart
Wohnplatz: Stuttgart-Mitte
Wohnplatzschlüssel: 8111000050
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,7761° nördliche Breite, 9,1841° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Wilhelmspalais, das zwischen 1834-1840 (a) von Giovanni Salucci erbaut wurde, sollte ursprünglich als Wohnsitz für die Töchter König Wilhelms I. von Württemberg dienen. Später wohnte im Palais König Wilhelm II. von Württemberg. Nach dessen Abdankung 1918 ging es in den Besitz der Stadt Stuttgart über. Während der Zeit des Nationalsozialismus, beherbergte es das Deutsche Auslandsmuseum. Nach dem 2. Weltkrieg, in dem das Gebäude schwer beschädigt wurde, kam es zwischen 1961-1965 zu seinem Wiederaufbau, um bis 2011 als Stuttgarter Stadtbücherei zu dienen.
Seit Juni 2014 befindet sich das Wilhelmspalais im Umbau zum Stadtmuseum Stuttgart (voraussichtliche Eröffnung 2017).


1. Bauphase:
(1834 - 1840)
Baubeginn 1834 (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Residenz- und Hofhaltungsbauten
    • Palais
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein
  • Verwendete Materialien
    • Putz
    • Stein
    • Travertin
  • Mischbau
    • Außenwand aus Stein
    • Fassade aus Naturstein
    • Innenwand aus Stein
  • Detail (Ausstattung)
    • Portikus
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Steinbau

2. Bauphase:
(1961 - 1965)
Wiederaufbau und Sanierung (a) nach schweren Kriegsschäden
Rekonstruktion und Sanierung des Gesamtgebäudes
Neue Innenraumgestaltung: Stahlbetondeckenkonstruktion mit Natursteinmauerwerk
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Ausstattung
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Bibliothek
Konstruktionsdetail:
  • Skelettbau
    • Eisen- und Stahlbetonskelett
  • Verwendete Materialien
    • Beton
    • Glas
    • Holz
    • Putz
    • Stein
    • Travertin
  • Mischbau
    • Beton und Stahl

3. Bauphase:
(2014 - 2017)
Umfangreiche Baumaßnahmen für Umnutzung zum neuen Stadtmuseum (a)
Restaurierung und Konservierung der Natursteinoberflächen
Neue Innenraumgestaltung
Neugestaltung der Außenanlage
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Ausstattung
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Museum/Ausstellungsgebäude

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Historische Ansicht des Wilhelmspalais aus dem Jahre 1936 / Wilhelmspalais in 70173 Stuttgart, Stuttgart-Mitte (Stadtmuseum Stuttgart)
Abbildungsnachweis
Ansicht und Querschnitt des Wilhelmspalais von Giovanni Salucci (1830er Jahre) / Wilhelmspalais in 70173 Stuttgart, Stuttgart-Mitte (Stadtmuseum Stuttgart)
Abbildungsnachweis
Das WIlhelmspalais nach seiner Zerstörung im zweiten Weltkrieg / Wilhelmspalais in 70173 Stuttgart, Stuttgart-Mitte (Landesamt für Denkmalpflege)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Schadensgutachten und Maßnahmenkonzept zur Restaurierung/Konservierung der Natusteinoberflächen
  • Restauratorischer Untersuchungsbericht
  • Bauhistorische Kurzuntersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Wilhemspalais ist ein Teil der sogenannten Stuttgarter Kulturmeile an der Konrad-Adenauer-Straße, zu der auch u.a. die Staatsgalerie und die Oper gehören. Das Palais liegt in zentraler Lage am Charlottenplatz, sein Haupteingang liegt in Richtung altes und neues Schloss; dazwischen ergibt sich eine Blickachse über die Planie zum Kunstmuseum am Schlossplatz. Umgeben wird es vom ehemaligen Waisenhaus, dem Hauptstaatsarchiv, dem Landtag im Nordwesten sowie dem Charlottenhochhaus im Süden.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Bibliothek
    • Museum/Ausstellungsgebäude
  • Residenz- und Hofhaltungsbauten
    • Palais
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Den zweigeschossigen Baukörper mit Mezzanin bilden zwei Rechtecke, die sich um ein kleineres, zentrales Rechteck anordnen. Dieses bildet den innenliegenden Eingangsbereich. Zur Konrad-Adenauer-Straße bildet ein, dem Mittelrisalit vorgelagerter, fünfachsiger Altan den äußeren Eingangsbereich; er ruht auf dorischen Säulen. Der Eingang ist über eine Treppe und zwei halbrunde Rampen zu beiden Seiten des Altan erreichbar. Stilistisch ist das Palais dem Klassizismus zuzuordnen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Ursprünglich war der Innenraum des Palais auf eine Wohnnutzung ausgelegt. Durch die Sanierungsmaßnahmen in den 1960er Jahren, wurde der Innenraum für die Nutzung als Stadtbibliothek umgestaltet. Durch Stahlbetondecken, die auf dem Natursteinmauerwerk vorgelagerten Säulen ruhen, wurden großzügige Räume geschaffen. Der Eingangsbereich wurde um eine Treppe erweitert, die sich im vorderen Drittel des Eingangsbereichs befand.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Aktuell (Stand Juni 2014) wird das Gebäude im Rahmen der Umnutzung zum Stadtmuseum entkernt und für die Neugestaltung des Innenraums und des Außenbereichs vorbereitet. Durch die massiven Kriegsschäden und die zeitlich folgenden Umbaumaßnahmen, wurde das äußere Erscheinungsbild des Wilhelmspalais nachhaltig verändert. Befunde von Farbfassungen und Schleifspuren an bauzeitlichen Gesimsteilen bestätigen dies. Des Weiteren ist auf historischen Aufnahmen zu erkennen, dass die horizontale Gliederung des Sockels ursprünglich bossiert war. An den Sandsteinelementen der Fassade, des Altans, dessen Balustrade, der rückwärtigen Portikus und anderen Zierteilen lassen sich mehrere Schadensbilder beobachten. Hierzu gehören das Absanden des Natursteins, Rissbildung und offene Fugen. Ferner sind durch Hydrophobierungs-
maßnahmen am Sockel massive Schäden entstanden.
Bestand/Ausstattung:
Der bauzeitliche Bestand des Gebäudes beschränkt sich auf das größtenteils originale Natursteinmauerwerk und auf Natursteinelemente an der Fassade; Kranzgesims und Dach(-stuhl) sind nicht mehr bauzeitlich.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Travertin
    • Werkstein
  • Skelettbau
    • Eisen- und Stahlbetonskelett
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Steinbau
  • Mischbau
    • Außenwand aus Stein
    • Beton und Stahl
    • Fassade aus Naturstein
  • Detail (Ausstattung)
    • Portikus
  • Verwendete Materialien
    • Beton
    • Glas
    • Holz
    • Metall allgemein
    • Putz
    • Stein
    • Travertin
Konstruktion/Material:
Der Ursprungsbau war in Massivbauweise mit Naturstein errichtet. Gleiches gilt für die schmückenden Elemente im Innenbereich. Die Außenfassade ist bis auf den Sockel verputzt.
Ab 1966 sind die Innenwände und Decken aus Stahlbeton und dem bauzeitlichen Mauerwerk vorgelagert. Die Wandverkleidung innen bestanden bis zum Beginn der aktuellen Umbaumaßnahmen aus Travertinplatten, die im Mörtelbett verlegt und mit Edelstahlverankerungen gesichert waren.

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