Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Bahnhof

ID: 188509290715  /  Datum: 12.03.2019
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: König-Karl-Straße
Hausnummer: 101-101/1
Postleitzahl: 75323
Stadt-Teilort: Bad Wildbad

Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Calw (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8235079003
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Empfangs- und Verwaltungsgebäude des Wildbader Bahnhofs wurde in den Jahren 1868 bis 1870 errichtet. Die bauliche Gesamtheit des Bahnhofsgebäudes ist bis heute relativ unverändert erhalten. Das gilt insbesondere für die Außenansicht. Erhebliche bauliche Veränderungen erfuhr die zentrale Schalterhalle in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts und nochmals durch eine grundlegende Renovierung in den 1960er-Jahren.


1. Bauphase:
(1868 - 1870)
Errichtung

Bekannt ist, dass bereits von Beginn an auch das Telegraphenamt sowie später das Telefonamt im Bahnhofsgebäude untergebracht waren.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Transport und Verkehr
    • Bahnhof

2. Bauphase:
(1874)
In einem Reiseführer aus dem Jahr 1874 werden die Innenräume beschrieben. Diese Beschreibung überliefert eine reiche Ausstattung mit Wandbildern:
„Bahnhof 1868/69 - den Bedürfnissen eines Weltbades angemessen – wenn auch im gewohnten Bahnhofstyle – erbaut, zeigt sich das Gebäude durch seine Schindel-Verkleidung die, Schwarzwalde sinnig naturalisiert; ja! Es zeigt sich dies noch mehr und gerade zu kunstvoll in den Wartesälen, wo – von Rauth´s Künstlerhand – reizende Fresken das Schwarzwald- und Bade-Leben in anmuthigen alle-gorischen Gruppen zum Ausdrucke bringen. Im Wartesaale III. Klasse sind es neben dem Kaltwasser-bade die Jagd, die Fischerei, die hier allerdings unbedeutende Schafzucht, die Köhlerei, das Holzfäl-len und Flössen, im Wartesaale I. und II. Klasse ist es einerseits die gebrechenreiche, wehklagevolle Reise in´s Bad, andererseits die gesundheitsfrische, jubeltrunkene Heimreise und dazwischen im ele-ganten „Damensalon“ das verschieden schattierte Badeleben – dort im Bassinbade, hier am Trink-brunnen und auf der Promenade –, was in lebensvollen Kindergruppen zur Anschauung auffordert.“
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1900 - 1950)
Umbauten der zentralen Schalterhalle
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1960 - 1969)
Grundlegende Renovierung der Schalterhalle wie auch der nördlich daran anschließenden Räume.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Fassade Ost / Bahnhof in 75323 Bad Wildbad (Julia Feldtkeller)
Abbildungsnachweis
Fassade Nordost / Bahnhof in 75323 Bad Wildbad (Julia Feldtkeller)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Restauratorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Transport und Verkehr
    • Bahnhof
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Empfangs- und Verwaltungsgebäude des Wildbader Bahnhofs besteht aus einem zweistöckigen Mittelbau und zwei vorspringenden, dreistöckigen Flügelbauten. Ein Vordach aus einer reich verzierten Gusseisenkonstruktion bildet einen überdeckten Gang, der auch die Flügelbauten verbindet.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Erdgeschossfronten des Mittelbaus öffnen sich durch hohe Rundbogenöffnungen. Sie werden eingefasst von Gewänden aus rotem Sandstein. Die zwischenliegenden Wandflächen zeigen kasset-tierte Felder.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Die Räume im nördlichen Flügel besitzen Hohlkehlen mit Stuckprofilen, jedoch keine ornamentale Stuckzier, waren demzufolge also eher untergeordnet.

Dem Umbau aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts lassen sich Fenster bzw. Fenstertüren mit zeittypischen Sprossierungen und Beschlä-gen zuweisen. Sie finden sich auch in anderen Räumen der nördlichen Zone, was auf größere Verän-derungen in dieser Umbauphase schließen lässt.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Verwendete Materialien
    • Eisen
    • Holz
    • Metall allgemein
    • Stein
  • Mischbau
    • Fassade aus Naturstein
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Die Flügelbauten sind im Erdgeschoss massiv gemauert. In Lagen wechseln sich Quader aus materialsichtigem hellen und roten Sandstein. Die Fassadenflächen der beiden oberen Geschosse sind mit weiß gestrichenen Schindeln bedeckt. Davon heben sich die Holzbekleidungen der Fenster im 1. Obergeschoss rotbraun, im 2. Obergeschoss in einem grauen Ton ab. Die Bauzier wird durch Gesimse, Schleierbretter etc. bereichert. In der Außenansicht verbinden sich die drei Grundmaterialien Eisen, Stein und Holz in materialtypischen Formgebungen.

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