Alte Aula (Tübingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Industriebrache „Schachenmayr-Gelände“

ID: 187139836618  /  Datum: 07.02.2022
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Eduardstraße
Hausnummer: 43
Postleitzahl: 73084
Stadt-Teilort: Salach

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Göppingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8117042006
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Wollsortiergebäude Schachenmayr (73084 Salach, Eduardstraße 41)
Wohnhaus, Hauptstraße 89 (73084 Salach)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das ehem. Fabrikationsgebäude wurde im Jahr 1935 erbaut. Von 1940 bis 1945 fand bereits die erste Maßnahme am Gebäude statt, als in einem Teil des Untergeschosses Luftschutzbunker eingerichtet wurden. 1993 folgte mit dem Austausch der Fenster und der teilweisen Zumauerung der bauzeitlichen Fensteröffnungen die das heutige Bild am meisten prägende Veränderung. Mit dem Einbau der Lüftungsanlage 1998 erhielt die Westseite einen die ganze Gebäudehöhe einnehmenden Lüftungsschacht.


1. Bauphase:
(1935)
Nach dem Brand eines Fabrikationsgebäudes im Jahre 1934 an selber Stelle, musste rasch ein neues Gebäude errichtet werden. Bereits im Frühjahr 1935 wurde der Neubau des heutigen Gebäudes vollendet. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Industrieanlage, Fabrik

2. Bauphase:
(1940 - 1945)
ersten Maßnahmen: Mit dem „Führer- Sofortprogramm“ wurde ab dem 10. Oktober 1940 der Bau von Luftschutzräumen massiv gefördert. In diesem Zusammenhang wurden in einem Teil des Untergeschoss Luftschutzräume eingerichtet.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Industrieanlage, Fabrik

3. Bauphase:
(1993)
Austausch der Fenster und teilweise Zumauerung der bauzeitlichen Fensteröffnungen
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Industrieanlage, Fabrik

4. Bauphase:
(1998)
Einbau Lüftungsanlage und Lüftungsschacht an der Westseite
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Industrieanlage, Fabrik

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht Süd - Treppenturm / Industriebrache „Schachenmayr-Gelände“ in 73084 Salach (2020 - Armin Seidel)
Abbildungsnachweis
Ansicht Süd-West / Industriebrache „Schachenmayr-Gelände“ in 73084 Salach (2020 - Armin Seidel)
Abbildungsnachweis
Ansicht Süd-West Treppenhaus / Industriebrache „Schachenmayr-Gelände“ in 73084 Salach (2020 - Armin Seidel)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude ist einer von derzeit noch vier Gebäuden der ehemaligen Schachenmayrfabrik. Es steht zwischen den Gebäuden Eduardstraße 41 und 45. Im Norden verläuft parallel zum Gebäude die Eisenbahnstecke Stuttgart-Ulm. Nach Süden liegt die Eduardstraße, die Erschließungsstraße des Fabrikgeländes.
Die Längsausrichtung verläuft ca. in Ost-West-Ausrichtung mit einer ca. 23° großen Verdrehung zur exakten Ost-West-Richtung.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Industrieanlage, Fabrik
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude ist ein längsrechteckiger Bau. Es hat drei Vollgeschosse und ist teilweise unterkellert. Die südliche Außenwand des Untergeschosses ist bündig mit der des aufgehenden Gebäudes. An die nördliche Außenwand nach Norden anschließend verläuft ein Versorgungskanal. Dieser setzt sich nach Ost und West in die Nachbargebäude fort. Das Treppenhaus an der Nordostecke und der Zwickel zum Gebäude Eduardstraße 45 sind nicht unterkellert. An der Nordwestecke ist ein nach Norden abgerundeter Versorgungs- und Erschließungstrakt angebaut. In der Rundung befindet sich die Treppenanlage. An diesen schließt nach Süden ein großer Anbau für die im Jahre 1998 eingebaute Lüftungsanlage an. Nach Osten schließt ein trapezförmiger Baukörper (Zwickel) die Lücke zum direkt anschließenden Gebäude Eduardstraße 45. Nach Süden markieren zwei aus der Wandflucht hervortretende Bauteile die Treppenhäuser und rahmen das Gebäude optisch ein. Der westliche Treppenturm ist nach Süden abgerundet und hat als oberen Abschluss eine Plattform, die mit einem Geländer versehen ist. Der östliche Treppenturm ist rechteckig ausgeführt und mit einem sehr flach geneigten Pagodendach abgeschlossen. Für die Aufzugmaschinen sind Maschinenhäuser erbaut, die über das Dach hinaus reichen. Nach Norden schließt eine Backsteinwand im Abstand von ca. 6 m das Areal zur Bahnstrecke Stuttgart-Ulm hin ab. Daran angebaut ist ein Unterstand für Fahrräder, Mopeds und ähnliches. Das Dach ist ein mit 6° Dachneigung schwach geneigtes Satteldach. Durch die flache Dachneigung erscheint das Gebäude optisch als Flachdachbau. Der First des Daches ist erst aus weiter Entfernung sichtbar.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Räume, welche für die Produktion vorgesehen sind, haben ein Raster von ca. 7 x 7 m zwischen den tragenden Stützen. Zu den Außenwänden nach Norden und Süden beträgt der Abstand zwischen Stütze (Mittelpunkt) und Innenseite der Außenwände nur ca. 5,70 m. Zu den raumbegrenzenden Wänden nach Osten und Westen beträgt der Abstand nur ca. 4,80 m. Die Produktionsräume sind nicht weiter unterteilt bzw. in späterer Zeit durch leichte, undatierte und als Provisorien erscheinende Trennwände aus Holz teilweise unterteilt. Nach Westen schließt ab ca. der Gebäudemitte nach Norden ein Erschließungstrakt an. Dieser beinhaltet ein Treppenhaus, einen Aufzug und Sozialräume wie Toiletten- und Waschräume. Nach Osten ist der Zwickel zum Gebäude Eduardstraße 45 mit Transportflächen, Sozialräumen und einem Treppenhaus gefüllt. Auch zwei Aufzüge finden sich dort. In den beiden Erschließungsbereichen im Osten und im Westen sind zwischen den hohen Geschossen der Produktion Zwischengeschosse eingebaut, welche als Toiletten- und Sozialräume genutzt wurden.
Nach Süden sind vor dem Produktionsbereich im Osten und Westen je ein Treppenhaus angebaut. Das östliche Treppenhaus ist das Haupttreppenhaus des Gebäudes. Von ihm gelangt man nach Westen in Sozialräume, die im Erdgeschoss an die Südfassade anschließen. Heute ist nur noch ein Raum erhalten, der im Baugesuch von 1934 als „Sanitätsraum“ bezeichnet war. Im Anschluss daran sind eine „Milchzentrale“, ein „Verkaufsraum“ sowie „Spüle“ und „Kühlraum“ eingetragen. Die zuletzt genannten Räume sind nicht mehr vorhanden. Sie wurden zu einem unbekannten Zeitpunkt abgerissen.
Der Zugang zum Gebäude erfolgt jeweils über die Treppenhäuser. Zusätzlich gibt es in der Nordfassade zwei zusätzliche Eingänge für die Warenanlieferung. Im 1. Obergeschoss führt eine Brücke zum Gebäude Eduardstraße 41. Im Untergeschoss gibt es direkte Zugänge zu den Gebäuden Eduardstraße 41 und 40. Entlang der Nordseite verläuft ein Versorgungskanal, der sich nach Osten und Westen unter die angrenzenden Gebäude fortsetzt. An der Südseite führt eine Rampe zum Untergeschoss. Von dort gelangt man in das Untergeschoss, aber auch zu einem Gang nach der Eduardstraße 40.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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