Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Tonishof

ID: 182010790214  /  Datum: 03.01.2026
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Tonishofweg
Hausnummer: 14
Postleitzahl: 78126
Stadt-Teilort: Königsfeld-Buchenberg

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Schwarzwald-Baar-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8326031005
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

"Haus Schumacher" (78126 Buchenberg)
Speichergebäude (abgegangen), Mühllehen 15 (78126 Königsfeld-Buchenberg)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Ergebnisse der dendrochronologischen Datierung belegen die Abzimmerung des sog. Tonishofs im Jahr 1579 (d), mit Teilunterkellerung und 2 Vollgeschossen.
1752 (d,i) erfolgte ein Umbau, von dem vor allem Wirtschaftsteil und Küchenbereich betroffen waren. Am Sturz der Tür zum Mostkeller befindet sich die Jahreszahl 1752 (i), die mit diesen Maßnahmen in Zusammenhang steht.
Im späteren 18. und 19. Jh. fanden kleinere Veränderungen statt, die aber im Wesentlichen den Innenbau betrafen. Ins 19. Jh. fällt die Errichtung eines Backhäuschens südlich des Hauptgebäudes.
1883 (d) wurde das Gebäude von der Westseite her verkürzt und kurz danach (gk,a) ein Anbau angebracht.
Für 1936 (a) ist der bisher letzte Umbau aktenkundig, bei dem das Gebäude u.a. wieder nach Westen verlängert wurde. Im heutigen Zustand besteht das Dach aus einem Satteldach mit Halbwalm auf der West- und Steilgiebel auf der Ostseite.


1. Bauphase:
(1579)
Errichtung des Tonishofes. Er gehört damit zu den ältesten erhaltenen Hofgebäuden im Schwarzwald.
In der Stube im OG wurden Decken und Wände aus Bohlen gefügt. Die Küche im EG reichte ins OG hinauf und besaß einen offenen Rauchabzug (Rußschwärzungen des Holzwerks).
Das Dach hatte ursprünglich einen Vollwalm, mit einem kleinen Giebelspitzdreieck auf der Ostseite.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Holzbau mit Gebäudeteil aus Stein
  • Dachform
    • Satteldach mit beidseitigem Vollwalm

2. Bauphase:
(1752)
Umfangreiche Umbauarbeiten, vor allem im Wirtschaftsteil.
Die Tenne wurde vom EG ins OG/Dachraum verlegt, eine Hocheinfahrt angelegt, die alte Tenne im EG wurde zum Stall. Kleinere Veränderungen betrafen die Wohnräume im EG und OG sowie den Küchenbereich. Der Kochbereich wurde in den Flur ausgelagert.
Zu dieser Zeit wurde der Rauchabzug verändert oder ein Kamin eingebaut (Rußschwärzungen des Holzwerks treten nicht mehr auf).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1770 - 1830)
Im späten 18./ frühen 19. Jh. (s) wurde ein Kachelofen (Kunstofen) errichtet.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

4. Bauphase:
(1800 - 1860)
Im frühen/ mittleren 19. Jh. (gk) wurde etwas abseits des Hauptgebäudes ein Backhäuschen errichtet, evtl. auf einem älteren Mauersockel.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1883 - 1890)
1883 (d) erfolgte eine beträchtliche Verkürzung des Gebäudes auf 4 Querzonen. Den Westabschluss bildete nun der Querbund des Wirtschaftsbaues von 1752. Die Tenne im OG wurde verlängert und dafür das Dachwerk umgebaut. Im EG wurde die Stallung vergrößert, unter Aufgabe von dort gelegenen Wohnräumen.
Kurz nach 1883 (gk,a) Errichtung eines Anbaues im Westen.
Das Hofgebäude besaß ein Satteldach, der Anbau ein Pultdach.
Vermutlich wurde ein Kamin eingebaut.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Anbau
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Pultdach
    • Satteldach

6. Bauphase:
(1936)
1936 (a) wurde das Gebäude im EG und OG wieder nach Westen verlängert, unter Einbeziehung des Anbaues. Im OG konnte dadurch das Heulager vergrößert werden, die Tenne wurde in den Dachraum verlegt.
Das Dach bestand aus einem Satteldach mit Halbwalm auf der Westseite und Giebel auf der Ostseite. Vermutlich wurde in der Stube ein Kachelofen eingebaut.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Anbau
  • Ausstattung

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht von Südosten / Tonishof in 78126 Königsfeld-Buchenberg (11.2024 - Dipl. Ing. Stefan King, Freiburg.)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Analyse

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Auf nach Osten leicht abfallendem Gelände, nahe an der Gemarkungsgrenze zwischen Buchenberg und Königsfeld. Ursprünglich stand der Hof allein, heute liegt er am nördlichen Rand eines Neubaugebietes.
Nach Süden abgesetzt liegen ein kleines Backhäuschen und eine Brunnenstube.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Randlage
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude erhebt sich auf rechteckiger Grundfläche und besitzt zwei Vollgeschosse, eine Teilunterkellerung und ein hohes Satteldach mit Steilgiebel (Ostseite) und Halbwalm (Westseite).
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Wohnräume liegen im Ostteil, der Wirtschaftsteil im Westen. Die Wohnräume erstrecken sich über beide Vollgeschosse. Es sind zwei Wohneinheiten auszumachen, wobei der nordöstliche Bereich als Leibgeding anzusprechen wäre.
Ursprünglich war der Wirtschaftsteil in Nord-Süd-Richtung erschlossen, nach dem Umbau 1752 erfolgte die Zufahrt hauptsächlich über die Hocheinfahrt von Westen her. Der Zugang zu den Wohnräumen war von Süden her angelegt
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Stark verwahrlost; an der rückwärtigen Längsseite war ein großes Loch entstanden.
Bestand/Ausstattung:
Aus der Bauzeit 1579 haben sich Tür-/Torblätter mit Wendebohlen und Drehzapfen und ornamental gestaltete Türstürze erhalten. In der Stube im OG sind Decke und Wände aus Bohlen gefügt. Der Türsturz über der Tür zum Mostkeller trägt die Jahreszahl 1752 und ein Signet aus Buchstaben.
Ein Kachelofen (Kunstofen) dürfte aus dem späten 18./ frühen 19. Jh. (s) stammen, ein anderer ist erst einige Jahrzehnte alt (s).

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Holzbau mit Gebäudeteil aus Stein
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
Konstruktion/Material:
Folgende Bauteile sind (im heutigen Zustand) aus Bruchsteinmauerwerk aufgeführt: Keller, Teile der Außen- und Innenwände im EG, im Wirtschaftsteil sowie ein Teil der Giebelwand im OG. Alles übrige besteht aus Holz bzw. aus Fachwerk.
Die Konstruktionsweise (überwiegend mit Verblattungen) ist bei den Bauphasen 1579 und 1752 weitgehend gleich, sie sind aber gut zu unterscheiden anhand der Rußverschwärzungen, die nur bei der ersten Bauphase von 1579 auftreten (fehlender Rauchabzug).
Ursprünglich besaß das Gebäude ein Vollwalmdach, heute ein Satteldach mit Giebel und Halbwalm.

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