Wohnhaus mit Scheune (abgegangen)
ID:
171667805415
/
Datum:
29.07.2022
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Objektdaten
| Straße: | Schulstraße |
| Hausnummer: | 7 |
| Postleitzahl: | 71679 |
| Stadt-Teilort: | Asperg |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Kreis: | Ludwigsburg (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8118003002 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Durch Ihre Cookie-Auswahl haben Sie die Kartenansicht deaktiviert, die eigentlich hier angezeigt werden würde. Wenn Sie die Kartenansicht nutzen möchten, passen Sie bitte Ihre Cookie-Einstellungen unter Impressum & Datenschutzerklärung an.
Fachwerkhaus (71679 Asperg, Königstraße 33)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das Wohnhaus wurde 1703/04 (d) erbaut, also vermutlich im Sommer nach der Fällung 1704.
Hinweise auf eine Vorgängerbebauung wurden nicht beobachtet.
Es finden sich im Gebäude vielfache Veränderungen der Ausstattung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, aber keine größere weitere Bauphase. Lediglich der Umbau der südlichen EG-Querzone und der Anbau der Werkstatt vermutlich im früheren 20. Jahrhundert können als weitere Bauphase genannt werden.
Die Scheune wurde 1721/22 (d) erbaut, also vermutlich im Sommer nach der Fällung 1722.
Hinweise auf eine Vorgängerbebauung wurden auch hier nicht beobachtet. Auch hier lässt sich als einzige Umbauphase die Erweiterung der Werkstatt ins EG der Scheune hinein im 20. Jahrhundert erkennen.
1. Bauphase:
(1703 - 1704)
(1703 - 1704)
Erbauung Wohnhaus (d)
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
- Untergeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Konstruktionsdetail:
- Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
- Spundfüllung
- Dachgerüst Grundsystem
- Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
2. Bauphase:
(1721 - 1722)
(1721 - 1722)
Erbauung Scheune (d)
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Scheune
Konstruktionsdetail:
- Dachgerüst Grundsystem
- Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
3. Bauphase:
(1900 - 1950)
(1900 - 1950)
Anbau eines einstöckigen Werkstatt- oder Stallgebäudes zwischen Wohnhaus und Scheune vermutlich in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
Bauwerkstyp:
- Gewerbe- und Industriebauten
- Werkstattgebäude
Konstruktionsdetail:
- Dachform
- Pultdach
- Steinbau Mauerwerk
- Backstein
Zugeordnete Dokumentationen
- Abbruchdokumentation
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Gebäudeensemble Schulstraße 7 befindet sich innerhalb des historischen Ortskerns von Unterasperg. Diese dörfliche Ansiedlung am Fuße des Hohenaspergs erhielt nach dem Ausbau der Stadt Hohenasperg zur Landesfestung ab 1534 das dortige Stadtrecht übertragen und behielt dies bis zur Gründung der Stadt Ludwigsburg 1714 bei.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Wohnhaus steht giebelständig südlich an der Schulstraße. Die zugehörige Scheune steht traufständig zur Straße südöstlich des Wohnhauses.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Das zweistöckige Wohnhaus mit Satteldach ist in zwei Längszonen und drei Querzonen gegliedert. Die nördliche Querzone ist mit einem Balkenkeller unterkellert. Das zweigeschossige Dachwerk ist als Sparrendach mit zweifach stehendem Stuhl im 1.DG ausgebildet.
Die einstöckige Scheune mit Satteldach ist ebenfalls in zwei Längszonen und drei Querzonen gegliedert. Das zweigeschossige Scheunendach ist als Sparrendach mit zweifach liegendem Stuhl im 1. DG ausgebildet. Dabei haben jedoch nur die Vollgespärre und die Leergespärre der mittleren Zone durchgehende Deckenbalken, während in der östlichen Querzone die Sparrenfußpunkte mit kurzen Stichbalken und Wechselbalken zwischen den Querbünden ausgeführt sind. Diese Querzone ist dadurch als ehemaliger Barn der Scheune zu erkennen. In der westlichen Querzone ist die Dachbalkenlage nicht hinreichend einsehbar.
Ein bauzeitlicher Viehstall war weder im Wohnhaus noch in der Scheune erkennbar, was für eine landwirtschaftliche Hofstelle auffällt. Allerdings ist im EG die südliche Querzone nachträglich mit Ziegelmauerwerk erneuert worden, hier wäre also ein bauzeitlicher Stall durchaus denkbar. Schließlich ist zwischen dem Wohnhaus und der Scheune ein eingeschossiger Baukörper aus Ziegelmauerwerk mit flachem Pultdach nachträglich angebaut worden (Raum 0.8), der jedoch nicht Bestandteil der geforderten Dokumentation war. Im vorliegenden Bauschadensgutachten ist dieser Zwischenbau als Werkstatt/Stall bezeichnet, wobei die Herkunft der Information unklar bleibt.
Die einstöckige Scheune mit Satteldach ist ebenfalls in zwei Längszonen und drei Querzonen gegliedert. Das zweigeschossige Scheunendach ist als Sparrendach mit zweifach liegendem Stuhl im 1. DG ausgebildet. Dabei haben jedoch nur die Vollgespärre und die Leergespärre der mittleren Zone durchgehende Deckenbalken, während in der östlichen Querzone die Sparrenfußpunkte mit kurzen Stichbalken und Wechselbalken zwischen den Querbünden ausgeführt sind. Diese Querzone ist dadurch als ehemaliger Barn der Scheune zu erkennen. In der westlichen Querzone ist die Dachbalkenlage nicht hinreichend einsehbar.
Ein bauzeitlicher Viehstall war weder im Wohnhaus noch in der Scheune erkennbar, was für eine landwirtschaftliche Hofstelle auffällt. Allerdings ist im EG die südliche Querzone nachträglich mit Ziegelmauerwerk erneuert worden, hier wäre also ein bauzeitlicher Stall durchaus denkbar. Schließlich ist zwischen dem Wohnhaus und der Scheune ein eingeschossiger Baukörper aus Ziegelmauerwerk mit flachem Pultdach nachträglich angebaut worden (Raum 0.8), der jedoch nicht Bestandteil der geforderten Dokumentation war. Im vorliegenden Bauschadensgutachten ist dieser Zwischenbau als Werkstatt/Stall bezeichnet, wobei die Herkunft der Information unklar bleibt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Die beiden Baukörper des 18. Jahrhunderts zeigen erhebliche Bauschäden.
Bestand/Ausstattung:
An historischer Ausstattung sind im Wohnhaus die schlichten Stuckprofile in den Stuben erwähnenswert. Die sonstige Ausstattung stammt aus dem späten 19. und früheren 20. Jahrhundert, was jedoch durch verschiedentliche ältere zweitverwendete Beschläge erst auf den zweiten Blick klar wird. Zudem fällt eine umfangreiche farbige Verglasung im Wohnhaus und in der Werkstatt auf, die allerdings auf die Nutzung der Werkstatt im 20. Jahrhundert als Glaserei zurückzuführen ist.
Als Besonderheit ist zudem im EG der Wandaufbau der Zwischenwand in der nördlichen Querzone als Spundwand mit senkrechten, etwa 5 cm starken sägerauhen Dielen zu erwähnen.
Als Besonderheit ist zudem im EG der Wandaufbau der Zwischenwand in der nördlichen Querzone als Spundwand mit senkrechten, etwa 5 cm starken sägerauhen Dielen zu erwähnen.

