Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Stadtmauer und Graben

ID: 168054053417  /  Datum: 08.09.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Bodanstraße
Hausnummer: 20-26
Postleitzahl: 78462
Stadt-Teilort: Konstanz

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Gemeinde: Konstanz
Wohnplatz: Konstanz
Wohnplatzschlüssel: 8335043012
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Stadtmauer begrenzt die Grundstücke Bodanstraße 20-26 im Norden. Sie zieht in West-Ost-Richtung leicht schräg zur Straße (Abstand 30-35 m). Die Mauer war ehemals Teil der „äußeren Ringmauer“, die im späten Mittelalter die gesamte Konstanzer Altstadt einfasste. Der Mauerzug im Bereich Bodanstraße 20-26 bildet den mittleren Abschnitt der südlichen Befestigung, zwischen dem ehemaligen Morder- oder Schlachttor (vor Rosgartenstraße 36) und dem ehemaligen Bruderturm (Bruderturmgasse). Der Stadtmauer vorgelagert war ein Graben.


1. Bauphase:
(1100 - 1150)
Ab 12.Jh. Gerbersiedlung im Bereich Rosgartenstraße und Neugasse, Verfüllung der Latrine Rosgartenstraße 27
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1150 - 1201)
Um 1200 Ausdehnung der Marktsiedlung nach Süden und Befestigung dieser Markterweiterung („Älteste“ und „Ältere Mauer“)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1252)
1252 (a) Heinrich von der Bünde parzelliert seinen Obstgarten an der Stadtmauer, Bau der Neugasse
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1281)
Geländeerwerbung des Augustinerklosters zwischen „älterer und jüngerer Stadtmauer“
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1281)
Vor 1281(a) Errichtung der rezenten Stadtmauer („Jüngere Mauer“/ „Äußere Ringmauer“)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1350 - 1450)
14./15. Jh. Ausbau des Grabens zum Zwinger
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Bauphase:
(1353)
Ab 1353 (a) Befestigung der südlichen Vorstadt Stadelhofen
Betroffene Gebäudeteile:
keine

8. Bauphase:
(1353)
Vor 1353 Erhöhung der „Jüngeren Stadtmauer“ um 1,40 m
Betroffene Gebäudeteile:
keine

9. Bauphase:
(1357)
Ab Mitte des 14.Jh. Bau von Häusern auf der Südseite der Neugasse: Neugasse 7 (um 1357d), 9 (um 1357d), 11 (um 1350d), 15 (um 1348d) und 17 (um 1348d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

10. Bauphase:
(1398)
Stadtbrand am 5./6. Januar 1398 (a) in der südlichen Altstadt bis zur Marktstätte; die an der Stadtmauer in der Neugasse gelegenen Häuser blieben zumindest teilweise verschont
Betroffene Gebäudeteile:
keine

11. Bauphase:
(1633)
Schwedische Belagerung während des Dreißigjährigen Kriegs, Beschießung von Süden
Betroffene Gebäudeteile:
keine

12. Bauphase:
(1639)
Ab 1639 Bau des äußeren Mauerrings mit Wall, Graben, Bastionen und Kurtinen
Betroffene Gebäudeteile:
keine

13. Bauphase:
(1784)
Plan der städtischen Wasserleitungen: die Kurzrickenbacher Leitung läuft im südlichen Stadtgraben
Betroffene Gebäudeteile:
keine

14. Bauphase:
(1801 - 1850)
Im 18. Jh. Durchbruch von Fenster und Türen durch die Stadtmauer
Betroffene Gebäudeteile:
keine

15. Bauphase:
(1835 - 1836)
Beitritt des Großherzogtums Baden zum Deutschen Zollverein (gegründet 1833): die Stadtmauer der Konstanzer Altstadt wird Außengrenze des Zollvereins
Betroffene Gebäudeteile:
keine

16. Bauphase:
(1866 - 1867)
Einbeziehung von Stadelhofen und Paradies in das Gebiet des Deutschen Zollvereins, damit ist die Altstadtmauer nicht mehr Zollgren
Betroffene Gebäudeteile:
keine

17. Bauphase:
(1867)
Ab 1867 Bebauung des Stadtgrabenbereichs entlang der Bodanstraße
Betroffene Gebäudeteile:
keine

18. Bauphase:
(1868 - 1872)
Neugestaltung des Bahnhofsviertels und Abriss des Morder-/Schlachttores
Betroffene Gebäudeteile:
keine

19. Bauphase:
(1896)
Bau des Eckhauses Rosgartenstr. 36 (Schuhhaus König)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Stadtmauer und Graben in 78462 Konstanz (08.09.2016 - Löbbecke Frank)
Stadtmauer und Graben in 78462 Konstanz (08.09.2016)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Auswertung und Dokumentationder archäologischen Baubegleitung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
keine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Die das Grundstück Bodanstraße 20-26 im Norden begrenzende „Jüngere Stadtmauer“ ist obertägig durch zwei Mauerausbrüche dreigeteilt (Bereich West, Mitte und Ost). Der westliche Abschnitt ist 18 m lang. Jenseits eines 12,5 m breiten Ausbruchs liegt der 38 m lange mittlere Bereich. Der östliche Teil ist in der Giebelwand des Hauses Rosgartenstraße 36 (Schuhhaus König) im Querschnitt zu erkennen. Nach Westen setzt sich die Mauer in der Fassade des Hauses „zum Roten Löwen“ (Bruderturmgasse 3) fort.
Die höchste Stelle der Mauer ist der elf Meter aufragende First eines auf der Mauerrückseite (Nordseite) angebauten Hauses (Neugasse 5). Im Bereich einer großflächigen Backsteinaufmauerung erreicht die Mauer eine Höhe von acht Metern. Mittelalterliches Mauerwerk konnte bis zu einer Höhe von 7,60 m festgestellt werden (OK 407.12, Neugasse 5/Bereich Mitte, 2. Zinne von Osten). Nahe der Zinnenkrone ist die Mauer ca. 0,50 m dick, in Bodennähe erreichte sie eine Dicke von mehr als 1,20 m.
Vor Beginn der jetzigen Neubaumaßnahmen lehnte sich die hofseitige Bebauung Bodanstraße 20-26 weitgehend an die Stadtmauer an. Für die Deckenbalken und die Hauswände wurden stellenweise Auflager in der Mauer ausgebrochen. An anderen Stellen brach man Fenster, Türen und Nischen ein. Die Innenräume wurden verputzt. Die ehemaligen Zinnenzwischenräume wurden vermauert und die Wand mit Backstein erhöht. Trotz dieser 1867 einsetzenden Bautätigkeit hat sich mittelalterlicher Außenputz noch in großen Bereichen erhalten.

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