Kloster Bebenhausen (ehem. Holz- und Chaisenremise)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Silogebäude

ID: 161313079100  /  Datum: 25.09.2008
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Amlishagener Straße
Hausnummer: 18
Postleitzahl: 74582
Stadt: Gerabronn
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Schwäbisch Hall (Landkreis)
Gemeinde: Gerabronn
Wohnplatz: Gerabronn
Wohnplatzschlüssel: 8127032007
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Von größter Bedeutung für die Stadt Gerabronn war die Gründung der „Hohenloheschen
Präservenfabrik” im Jahre 1889. Der Inhaber der Bankkommandite Gerabronn und Mitbegründer vieler genossenschaftlicher Einrichtungen - Israel Landauer (1843-1913) - bewies auch durch diese Gründung große Weitsicht.
Im Jahr 1897 wurde aus der Firma die „Hohenlohesche Nährmittelfabrik AG”. Zwei Jahre später erfolgte eine Verbindung mit der Hafer-Kakao-Fabrik Hausen & Co. in Kassel, was 1903 zur Verlegung der Verwaltung nach Kassel und 1917 zur Verschmelzung beider Firmen führte.
In Gerabronn wurden vor allem Hafererzeugnisse, aber auch Dörrobst, hergestellt. Geschätzt waren die Hohenlohe-Erbswurst und die Hohenlohe-Suppenwürfel, die den Namen der Landschaft in ganz Deutschland bekannt werden ließen. Für Gerabronn war die Fabrik, die während und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg sogar über 300 Mitarbeiter beschäftigte, „von allergrößter Bedeutung - der Aufschwung, den die Stadt genommen, gründet sich zum erheblichen Teile auf die Fabrik”.
Ursprünglich wurden die Waren (Hafer, Grünkern, Erbsen, Salze, etc.) in einem Holzschuppen (erbaut 1915-17) gelagert. Nachdem dieser nicht mehr ausreichte, wurde in den Jahren 1937-1939 das 4500 Tonnen fassende Silogebäude erbaut.


1. Bauphase:
(1937 - 1939)
Erbauung 1937-1939 (a) durch die Firma Suka in München
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1940 - 1944)
In den 1940er Jahren Einrichtung von Luftschutzräumen im Untergeschoss
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(2007 - 2008)
Abbruch des Silogebäudes 2007/2008
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Ansicht des Silogebäudes von Süden (2006) / Silogebäude in 74582 Gerabronn
Schematafel zum statischen System des Silogebäudes / Silogebäude in 74582 Gerabronn

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die ehemalige Hohenlohesche Nährmittelfabrik befindet sich im Nordosten der Stadt Gerabronn. Das Silogebäude steht als dominantes Bauwerk an der nördlichen Ecke des annähernd quadratischen Gewerbekomplexes.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Mühle
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das expressionistisch anmutende Silogebäude verfügt neben Unter- und Erdgeschoss über sechs Obergeschosse und zwei Dachgeschossebenen. Das Gebäude wurde in einer Flucht zum Mühlengebäude erstellt und verfügt über ein Satteldach mit beidseitig durchlaufenden Schleppgauben.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Im Dachraum finden sich Schadensbilder aufgrund von defekter Dachdeckung und schadhafter Kaminverwahrung. In diesen Bereichen zeichnen sich Feuchteschäden (teilweise schon mit Moosanlagerungen) ab. Darüber hinaus finden sich im Inneren des
Gebäude nur sehr wenige augenscheinliche Schäden bzw. Baumängel. Abgesehen von
altersbedingten Abnutzungserscheinungen und ein paar defekten Fensterverglasungen. Im Außenbereich des Gebäudes sind lediglich Bewehrungsstahlkorrosionen an den in Stahlbeton ausgeführten Elementen der Eingangsrampe und dem Vordach festzustellen.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Verwendete Materialien
    • Beton
  • Steinbau Mauerwerk
    • Betonbau
Konstruktion/Material:
Der Getreidesilo wurde in massiver Bauweise ausgeführt. Er umfaßt insgesamt 26 Einzelzellen, deren Wände aus einer Kombination von senkrechten Stahlsteinwänden und waagerechten Stahlbetonrippendächern ausgebildet sind. Um einen ungestörten Leerlauf der Zellen zu gewährleisten wurden die Innenwände der Zellen glatt verputzt. Die nebeneinander angeordneten Einzelzellen wurden zuletzt mit einem Mauerwerksmantel umgeben, welcher das ganze Gebäude umhüllt und vermutlich in erster Linie zum Zweck der Dämmung und zum Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit durch Schlagregen dient. Die Dachhaut besteht ebenfalls aus einer Stahlsteinkonstruktion, welche mit Dachpfannen eingedeckt wurde.

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