Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus

ID: 149541159719  /  Datum: 30.05.2017
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Höristraße
Hausnummer: 43
Postleitzahl: 78239
Stadt-Teilort: Rielasingen-Worblingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335100005
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 47,7247° nördliche Breite, 8,8626° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Wohnhaus, Riedernstraße 52 (78239 Rielasingen-Worblingen)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die katholische Kirche zu den Heiligen Nikolaus und Sebastian wurde 1854 erbaut. Der Turm stammt aus dem Jahr 1904. 1968 erfolgte die Erweiterung und 1979/ 80 die Renovierung des Kirchengebäudes.


1. Bauphase:
(1854 - 1860)
Erbauung der Kirche 1854, Abzimmerung des Dachwerkes 1860.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf

2. Bauphase:
(1904)
Erbauung Turm
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein

3. Bauphase:
(1968)
Kirchenerweiterung
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau

4. Bauphase:
(1979 - 1980)
Renovierung
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus, Rielasingen- Worblingen- Südansicht / Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus in 78239 Rielasingen-Worblingen (Landesamt für Denkmalpflege Freiburg, Bildarchiv)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Schadensuntersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die kath. Kirche befindet sich im Süden von Worblingen. Sie steht mit der südlichen Giebelseite zurückgesetzt zur Höristraße und ist durch einen leicht nach Norden ansteigenden Vorplatz von dieser getrennt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Genordeter Kirchenbau, Langhaus mit einseitig nach Norden abgewalmtem Satteldach und eingezogenem, polygonalem Chor, Chorflankenturm am Nordwesteck mit spitzem Pyramidendach und allseitigen Giebeln; Langhausfassade aus Natursteinmauerwerk und schräg ins Mauerwerk eingeschnittenen Spitzbogenfenstern, an der Giebelseite mit neuromanischen Maßwerk; Turm verputzt und mit Eckquaderung, Obergeschoss mit Sohlbankgesims unterhalb der gekuppelten, spitzbogigen Schallfenster mit Backsteingewände.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Einschiffige, flachgedeckte Saalkirche mit eingezogenem, mehrseitig geschlossenem Chorraum.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit einseitigem Vollwalm
    • Zeltdach/Pyramidendach/-helm
  • Verwendete Materialien
    • Putz
  • Steinbau Mauerwerk
    • Quader
Konstruktion/Material:
Im Bereich des Hauptschiffes beträgt die Dachstuhllänge ca. 18,50 m und die Breite ca. 12,40 m, bei einer Dachneigung von 43°. Im Bereich des Chors ist die Grundfläche ca. 8,00 m lang und ca. 7,00 m breit. Die Dachneigung beträgt auch hier 43°. Bei der Dachstuhlkonstruktion handelt es sich um eine komplett in Nadelholz ausgeführte, typische Zimmermannskonstruktion um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Im Bereich der vier Bundachsen befindet sich jeweils ein quergespannter Unterzug mit einer Länge von 12,50 m bei einem Querschnitt von 24/32 cm. Die Unterzüge wurden in den Auflagerbereichen durch Auflagerkonsolen verstärkt, die ebenfalls in Nadelholz ausgeführt sind. Diese kragen 80 cm über den Ausleger aus. Anhand der Zierform und der Farbbeschichtung ist davon auszugehen, dass hier ursprünglich eine flächige Bretterdecke vorhanden war, die vermutlich im Zuge der Turmerneuerung durch eine Bretterdecke ersetzt wurde. Beim Öffnen des Fußbodens wurde ein bemaltes Abschlussfries gefunden, wodurch diese Annahme bestätigt wird.

Rechtwinklig zu diesen Unterzügen, das heißt in Längsachse des Gebäudes, befindet sich eine Balkenlage mit einem Querschnitt von 22/24 cm, die auf den Unterzügen aufliegt. Die Lasten der Unterzüge sind an einer Hängesäule angeschlossen, die bis zum First hochgeführt wird. Auf dieser Hängesäule ist außerdem die Firstpfette aufgesetzt. Die Lasten der Hängesäule werden über Streben auf die Außenmauern abgeleitet. Die Streben sind wiederum in den Unterzug eingezapft, sodass der Unterzug als Zugband wirkt.

Die Sparren haben einen mittleren Querschnitt von 16/16 cm und einen Achsabstand von ca. 90 cm und sind auf einer Fußschwelle aufgekervt. In ca. 3,20 m Höhe befindet sich ein durchlaufender Mittelpfettenstrang, wobei die Mittelpfette in Neigung des Daches verlegt wurde, sodass die Sparren über Auskämmungen mit der Mittelpfette verbunden werden. Die Lasten der Mittelpfetten werden über Verkämmungen an die bereits erwähnten Streben des Hängewerkes eingeleitet. Die dabei entstehenden Lasten der Mittelpfette sind wiederum über einen Druckstab an die Hängesäule zurückgeführt, sodass das Kräftedreieck geschlossen ist. In Längsachse wird der Dachstuhl durch Kopfbänder ausgesteift.

Im ersten Binderfeld, vom westseitigen Giebel her betrachtet, sind noch Fragmente des ursprünglichen Dachreiters vorhanden. Der Dachreiter besaß einen quadratischen Grundriss mit einer Kantenlänge von ca. 2,50 m. Er war gleichermaßen komplett in Nadelholz ausgeführt und wurde bereits um die Jahrhundertwende wieder abgebrochen und stattdessen durch einen im Chorbereich neu aufgemauerten Kirchturm ersetzt. Die Dachreiterkonstruktion ist als solche getrennt zum Dachstuhl zu betrachten. Sie ist in der gleichen soliden Zimmermannsqualität ausgeführt.

Der Übergang vom Hauptdach zum Chordach wird durch eine abgewalmte Hauptdachfläche hergestellt. Die Lasten des Walmdaches werden auf den umlaufenden Mittelpfettenkranz abgegeben. Weiterhin ist hier zusätzlich eine Strebe in Längsrichtung gegen die Hängesäule montiert, sodass der Firstbereich hier zusätzlich ausgesteift wird. Die Verbindung zwischen Hauptdach und Chordach wird durch einen Kehlsparren hergestellt, gegen den die Schifter des Hauptdaches und des Chordaches geschiftet sind. Die Schifterflächen weisen alle einen Senkelschnitt auf.

Die Dachstuhlkonstruktion des Chors ist als liegender Stuhl ausgebildet und weist zwei Bundstreben auf. Die Firstpfette ist auf den Bundstrebenpaaren aufgesetzt. Ebenfalls wird das Chordach lediglich durch Kopfbänder ausgesteift. Der zeltförmige Abschluss des Chordaches wird durch sauber ausgeführte Schifter hergestellt. Die Gratsparren und Mittelschifter sind sämtlich im Firstanfallspunkt angeschlossen.

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